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L719 zeitweise voll gesperrt
Schweres Gerät nach Schlammlawine im Einsatz

Große Mengen dünnflüssigen Schlamms waren auf Grund der Regenfälle der vergangenen Tage aus dem oberhalb gelegenen Wald auf die Straße geflossen.
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kay Walpersdorf. Es wurde gebaggert, von Hand geschaufelt, große Lastwagen fuhren an und
wieder ab. Die Landstraße 719 war am Montag zwischen Walpersdorf und Benfe, in Höhe des Kohlenmeilers, wegen umfangreicher Erdarbeiten zeitweise voll gesperrt. Hintergrund ist der Abgang einer Schlammlawine, die seit Freitag Teile einer der Hauptverkehrsadern ins Wittgensteinsche zeitweise unpassierbar gemacht hatte.

Feuerwehr verhindert schlimmere Auswirkungen
Große Mengen dünnflüssigen Schlamms waren auf Grund der Regenfälle der vergangenen Tage aus dem oberhalb gelegenen Wald auf die Straße geflossen. Eine der Ursachen hierfür sind die Arbeiten in den umliegenden Fichtenbeständen.

kay Walpersdorf. Es wurde gebaggert, von Hand geschaufelt, große Lastwagen fuhren an und
wieder ab. Die Landstraße 719 war am Montag zwischen Walpersdorf und Benfe, in Höhe des Kohlenmeilers, wegen umfangreicher Erdarbeiten zeitweise voll gesperrt. Hintergrund ist der Abgang einer Schlammlawine, die seit Freitag Teile einer der Hauptverkehrsadern ins Wittgensteinsche zeitweise unpassierbar gemacht hatte.

Mit viel Personaleinsatz war die Straßenmeisterei den ganzen Montag über weiterhin im Einsatz.
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Feuerwehr verhindert schlimmere Auswirkungen

Große Mengen dünnflüssigen Schlamms waren auf Grund der Regenfälle der vergangenen Tage aus dem oberhalb gelegenen Wald auf die Straße geflossen. Eine der Ursachen hierfür sind die Arbeiten in den umliegenden Fichtenbeständen. Hier werden vom Borkenkäfer befallene Bäume gerodet und abtransportiert – große vormals bewaldete Flächen sind durch die schweren im Einsatz befindlichen Fahrzeuge zu reinen Schlammwüsten geworden. Schlimmere Auswirkungen konnte die Feuerwehr bereits am Freitag verhindern. Mit Strohballen wurde eine Sperre in einem angrenzenden Bachlauf errichtet. Eine sehr wichtige erste Maßnahme.

Glücklicherweise keine Transportleitung beschädigt

„Es handelt sich hierbei um den Zulauf zu unserem Beileitungsstollen – dem Siegstollen. Kurz vor Walpersdorf befindet sich eine Wehrschwelle in der Sieg. Von dort wird Wasser abgeschlagen, das im freien Gefälle zur Obernautalsperre fließt“ erklärte Dirk Müller, Technischer Leiter und Geschäftsführer des Wasserverbandes Siegen-Wittgenstein, auf Nachfrage der Siegener Zeitung. Mitarbeiter Müllers seien bereits am Freitag vor Ort gewesen, fügte er hinzu. Zunächst sei vermutet worden, eine Transportleitung des Wasserverbandes hätte durch die enormen Wassermengen Schaden genommen, was sich glücklicherweise nicht bewahrheitete.

Die Landstraße 719 war am Montag zwischen Walpersdorf und Benfe, in Höhe des Kohlenmeilers, wegen umfangreicher Erdarbeiten zeitweise voll gesperrt.
  • Die Landstraße 719 war am Montag zwischen Walpersdorf und Benfe, in Höhe des Kohlenmeilers, wegen umfangreicher Erdarbeiten zeitweise voll gesperrt.
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„Die Obernautalsperre ist aktuell zu 85 Prozent gefüllt und wir können noch gut zwei Millionen Kubikmeter Wasser gebrauchen.“ ergänzte Dirk Müller. Man habe die Besorgnis gehabt, dass ohne ein schnelles Eingreifen die angekündigten Niederschläge der nächsten Tage nicht für das Auffüllen der Talsperre hätten genutzt werden können. Dies wäre der Fall gewesen, wenn mit Schlamm verunreinigtes Wasser über die Nebenbäche der Sieg zu einem Sedimenteintrag in die Obernau geführt hätte. Das hätte ein Schließen der Beileitung zur Folge gehabt. Rein wasserwirtschaftlich ein großer Nachteil. Diese Gefahr konnte abgewendet werden. „Mit einer vollen Talsperre ins Jahr zu gehen ist natürlich deutlich entspannter“, so Müller abschließend.

Am Dienstag wird der Verkehr durch eine Ampel geregelt

Mit viel Personaleinsatz war die Straßenmeisterei den ganzen Montag über weiterhin im Einsatz. „Wir säubern die Entwässerungsgräben der Straße und transportieren den Schlamm ab.“ so Reinhold Weber, Betriebsdienstleiter von Straßen NRW. Des weiteren müsse die verunreinigte Fahrbahn gereinigt und aufgeweichte Straßenbankette wieder aufgefüllt und befestigt werden. Die mit Schlamm verunreinigten Abschläge und Durchlässe im Straßengraben galt es darüber hinaus zu spülen, damit das Regenwasser ungehindert abfließen kann. „Es war eine Menge zu tun. Gut 60 bis70 Kubikmeter Schlamm wurden abgefahren“, fügte Weber hinzu. Am Nachmittag konnte die L719 schlussendlich wieder für den Verkehr freigegeben werden. Einige Restarbeiten werden am Dienstag durchgeführt. Hierzu kann der Verkehr durch eine Ampel geregelt einspurig weiter laufen.

Autor:

Kay-Helge Hercher (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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