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Erschreckende Bilanz in Netphen
Schwimmen für viele Sechstklässler ein Problem

Die Hälfte der Sechstklässler der Netphener Sekundarschule kann nicht oder nur schlecht schwimmen
  • Die Hälfte der Sechstklässler der Netphener Sekundarschule kann nicht oder nur schlecht schwimmen
  • Foto: Pixabay (Symbolfoto)
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ihm Netphen. Das Problem ist keine Netphener Spezialität: Kinder können immer schlechter schwimmen. Die Corona-Pandemie hat die Schwimmausbildung massiv beeinträchtigt. Dass das auch in Netphen gilt, ist zumindest deshalb erstaunlich, weil das Freizeitbad doch beste Voraussetzungen bietet für eine intensive Schulung. Die CDU hat den Antrag eingebracht, die Schwimmausbildung für Netphener Kinder künftig stärker zu fördern.

Dass dafür der gute Wille allein nicht reicht, zeigte sich in der Diskussion im Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales. Die Stadtverwaltung legte Zahlen vor. Nach der jüngsten Erhebung können 50 Prozent der Sechstklässler an der Sekundarschule schlecht oder gar nicht schwimmen.

ihm Netphen. Das Problem ist keine Netphener Spezialität: Kinder können immer schlechter schwimmen. Die Corona-Pandemie hat die Schwimmausbildung massiv beeinträchtigt. Dass das auch in Netphen gilt, ist zumindest deshalb erstaunlich, weil das Freizeitbad doch beste Voraussetzungen bietet für eine intensive Schulung. Die CDU hat den Antrag eingebracht, die Schwimmausbildung für Netphener Kinder künftig stärker zu fördern.

Dass dafür der gute Wille allein nicht reicht, zeigte sich in der Diskussion im Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales. Die Stadtverwaltung legte Zahlen vor. Nach der jüngsten Erhebung können 50 Prozent der Sechstklässler an der Sekundarschule schlecht oder gar nicht schwimmen. Die dritten Klassen der Grundschulen haben 30 Prozent echte Nichtschwimmer, 40 Prozent „Halbschwimmer“ und 30 Prozent sichere Schwimmer. Die Werte in den vierten Klassen verbessern sich leicht: 15 Prozent Nichtschwimmer, 45 Prozent Halbschwimmer und 40 Prozent sichere Schwimmer.

Kaum Kapazitäten für Schwimmkurse im Netphener Freibzeitbad

Nicht immer kann man die Schwimmfähigkeit an einem Abzeichen ablesen. So zeigt das „Seepferdchen“ keineswegs, dass das Kind sicher schwimmen kann – vor allem dann nicht, wenn länger nicht geübt wurde. Andere Kinder können recht gut schwimmen, haben aber das Abzeichen nicht. Erst das Bronze-Schwimmabzeichen bescheinigt, dass ein Kind sich sicher im Wasser bewegen kann.
Übrigens: Neu in der Abzeichenfamilie ist der „Seeräuber“, auch „Pirat“ genannt. Dieses Zeichen soll die Lücke zwischen Seepferdchen und Bronze schließen. Die Kinder müssen dafür mindestens 100 Meter sicher brustschwimmen, fünf Meter weit tauchen und einen Gegenstand aus etwa 1,20 m Tiefe holen.

Das Netphener Problem: Es gebe kaum freie Belegungskapazitäten für Schwimmkurse im Freizeitbad, meldet Raik Richter, der Geschäftsführer des Freizeitbads. „Mit der Belegung der Wasserflächen zu kinder- und jugendgerechten Uhrzeiten würde man den öffentlichen Badeverkehr besonders für Familien stark einschränken.“ Die Netphener Schulen erteilen den Schwimmunterricht (in der Grundschule sind zwei Halbjahre vorgesehen) schon vor den regulären Öffnungszeiten des Schwimmbads. Und der TVE könne die freien Zeiten an Samstagen und Sonntagen nicht mehr bedienen, weil Trainer fehlten. Richter fürchtet, dass die Zulassung „fremder Schwimmschulen“ zu einer Verschlechterung des hohen Niveaus führe.

Ausschuss in Netphen setzt Thema erneut auf die Tagesordnung

2021 fanden im Freizeitbad 17 Schwimmkurse statt, darunter acht Intensivkurse. Der Anfängerkurs dauert fünf Wochen, im Anschluss sei aber meist ein Fortgeschrittenenkurs nötig, damit die Kinder das Seepferdchen schafften.

Der Ausschuss verlangte weitere Informationen. Zum einen soll der Freizeitpark-Geschäftsführer darlegen, welche Zeiten für Schwimmkurse zur Verfügung gestellt werden können. Bei allen Schulen soll zudem die Zahl der Nichtschwimmer ermittelt werden. Und schließlich will man Kontakt zu schwimmsporttreibenden Vereinen knüpfen. In der Februar-Sitzung soll das Thema erneut auf die Tagesordnung.

Autor:

Irene Hermann-Sobotka (Redakteurin) aus Siegen

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