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Gymnasium Netphen holt Rang 2
Silber für Anti-Zigaretten-Projekt

Durch das Projekt habe sie einen ganz anderen Blick auf die Dinge bekommen, sagt Anna Kuhn.
  • Durch das Projekt habe sie einen ganz anderen Blick auf die Dinge bekommen, sagt Anna Kuhn.
  • Foto: Alexandra Pfeifer
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

ap Netphen. 3, 2, 1 … Im Netphener Ratssaal wird laut heruntergezählt. Das Bild wechselt vom digitalen Countdown zum Live-Stream mit Moderatorin Johanna Klum. Zu Wort meldet sich auch Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller aus Berlin: „Ihr seid Vorreiter für eine lebenswerte, nachhaltige und faire Zukunft.“Vor dem Bildschirm: Sichtbare Anspannung hinter den Mundschutzen, zuversichtliches Abwarten bei Schulleiter Reinhold Klüter, optimistisches Daumendrücken von Projektleiterin Ursula Wussow. „Wenn wir gleich den 3. Platz machen, sind wir nicht enttäuscht“, erklärte die engagierte Lehrerin vor dem Start der digitalen Preisverleihung.

ap Netphen. 3, 2, 1 … Im Netphener Ratssaal wird laut heruntergezählt. Das Bild wechselt vom digitalen Countdown zum Live-Stream mit Moderatorin Johanna Klum. Zu Wort meldet sich auch Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller aus Berlin: „Ihr seid Vorreiter für eine lebenswerte, nachhaltige und faire Zukunft.“Vor dem Bildschirm: Sichtbare Anspannung hinter den Mundschutzen, zuversichtliches Abwarten bei Schulleiter Reinhold Klüter, optimistisches Daumendrücken von Projektleiterin Ursula Wussow. „Wenn wir gleich den 3. Platz machen, sind wir nicht enttäuscht“, erklärte die engagierte Lehrerin vor dem Start der digitalen Preisverleihung. Denn das Netphener Gymnasium ist den über 500 Bewerbern und 22 Preisträgern aus ganz Deutschland schon jetzt einen Schritt voraus: Die Schule wird bereits zum zweiten Mal von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für ihr Engagement ausgezeichnet – diesmal mit einer (vorerst) virtuellen Urkunde und 1000 Euro Preisgeld. Mit ihrem Projekt belegt die Ruanda-AG dieses Jahr schließlich den 2. Platz in ihrer Kategorie (5. bis 7. Klassen).

Andere für die schlimmen Folgen des Rauchens sensibilisieren

Ihr Beitrag „Thursdays for future – Kippen schnippen ist nicht cool“ ist ein Kooperationsprojekt mit der Root Foundation in Ruanda und wurde an zwei Schulen durchgeführt, die ungefähr 10.000 Kilometer trennt und die ein gemeinsames Ziel vereint: andere für das Rauchen und die gesundheitlichen Folgen sowie die Konsequenzen für die Umwelt zu sensibilisieren. Die deutschen und ruandischen Schüler leisteten dafür in den vergangenen Monaten viel Überzeugungsarbeit und starteten vier Sammelaktionen.
Sie säuberten das Schulgelände und die nahe Umgebung von Kippenabfällen, was in Netphen eine erschreckende Bilanz zum Vorschein brachte: 2938 Zigarettenfilter, die achtlos entsorgt wurden und durch das enthaltene Arsen, Blei oder Mikroplastik unsere Umwelt verschmutzen. Gleiche Aktion, anderer Ort: In Ruanda fiel die Zahl deutlich niedriger aus. Das zeigt, dass ein Industrieland wie Deutschland in Sachen Umweltverschmutzung noch einiges von dem ostafrikanischen Binnenland lernen kann.

"Den Klimawandel gibt es auch im Dschungel"

„Durch das Projekt habe ich jetzt einen ganz anderen Blick auf die Dinge“, verrät die 14-jährige Anna Kuhn und handelt. Den Müll am Straßenrand nehme sie jetzt viel bewusster wahr – und auch häufig mit zum nächsten Mülleimer. Dieser Tatendrang bleibt auch bei Ursula Wussow nicht unbemerkt. „Meine Schüler sind es, die mich antreiben. Das ist eine unwahrscheinliche Bestätigung für meine Arbeit.“
Gemeinsame Pläne für die Zukunft gebe es auch schon. „Wir sind an einem Waldaufforstungsprogramm beteiligt und haben bereits über 100 Bäume gespendet“, erklärt die Initiatorin. Ein globales Thema, wie sie und ihre AG-Schüler wissen – denn „den Klimawandel gibt es auch im Dschungel.“

Autor:

Alexandra Pfeifer

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