»Sitzung wurde politisiert«

Manfred Schröder (CDU) kontert »Aprilscherz«-Mitteilung

matz Netphen. »Als ich am Samstagmorgen die Pressemitteilung der Investorengemeinschaft Altes Feuerwehrgerätehaus las, dachte ich erst, ich sei bei einer anderen Veranstaltung gewesen.« Manfred Schröder (CDU) schüttelte den Kopf. »Wenn so etwas in der Zeitung steht, fühlen sich die Vereine für politische Zwecke missbraucht.«

Anlass seines Unverständnisses, das der Vorsitzende des Kulturausschusses und des Petersplatzvereins gestern im Gespräch mit der SZ deutlich machte, ist besagter Bericht mit der Überschrift »Der Aprilscherz wird konkret«. In dem äußerten die drei Investoren des Alten Feuerwehrgerätehauses, dass sie sich mit Repräsentanten von sechs Netpher Ortsvereinen zusammengesetzt und ihre Ziele erläutert hätten.

»Alles so weit richtig«, bestätigt Schröder. Er habe zu zweien der Investoren, Anton Diehl und Stefan Kebschull, ein ausgesprochen gutes Verhältnis. Daher habe er auch, als Diehl an ihn herangetreten sei und um dieses Gespräch gebeten habe, sofort seine Bereitschaft signalisiert. »Ich wollte mir das gerne einmal erläutern lassen«, sagte er. »Am 1. April beim Pressetermin bin ich ja erst eine Stunde vorher informiert worden. So kurzfristig konnte ich nicht kommen. Auch Ortsvorsteher Melchert nicht.«

Zu der Sitzung in der Firma Diehl sei Schröder als Vorsitzender des Petersplatzvereins erschienen. »Und nicht als Politiker«, bekräftigt er. »Erst recht nicht als Kulturausschussvorsitzender. Warum auch?« Er müsse sich als Vorsitzender, ganz gleich, welche Meinung er vertrete, ohnehin der Mehrheit beugen. Zumal der Verkauf des denkmalgeschützten Gebäudes sowieso Angelegenheit des Hauptausschusses sei.

Um so mehr wundere er sich, dass die Sitzung politisiert worden sei. »Die Kritik an Prof. Lutz ist dort ebenso wenig geäußert worden wie die an Bürgermeister Rüdiger Bartsch zu dessen Aprilscherz-Äußerung«, berichtete Schröder. Da aber die drei kein Interesse daran haben könnten, die Veranstaltung zu politisieren, vermutet er andere hinter der Mitteilung. Schröder: »Auch Klaus Gräbener war bei der Sitzung zugegen. Im Protokoll wird er aber nicht erwähnt…«

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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