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Schlimmes Feuer im Aqua Olsberg im Hochsauerland
So sicher ist der Besuch in der Sauna

Hier war nichts mehr zu retten für die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr: Der Brand, der offensichtlich im Bereich der „Waldschwitze“ entstanden war, breitete sich rasend schnell aus.
  • Hier war nichts mehr zu retten für die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr: Der Brand, der offensichtlich im Bereich der „Waldschwitze“ entstanden war, breitete sich rasend schnell aus.
  • Foto: Feuerwehr
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

vö/thor Netphen/Olpe/Kirchen/Bad Berleburg. Diese Bilder gehen schon unter die Haut: Nahezu der komplette Sauna-Bereich im Freizeitbad Aqua Olsberg im Hochsauerland brannte am Mittwochabend aus. Die gute Nachricht: 89 Besucher und acht Mitarbeiter konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen, die Evakuierung funktionierte reibungslos. Ein Feuerwehrmann aus Brilon, der Besucher der großräumigen Sauna-Anlage war, hatte Brandgeruch bemerkt und das Personal verständigt. Er versuchte auch noch, mit einem Feuerlöscher Schlimmeres zu verhindern – doch dafür war es zu spät. Die Flammen hatten sich bereits in die Decke gefressen.

In kürzester Zeit stand der Saunabereich – mit Ruhezone, Gastronomie und zwei Saunakabinen – komplett in Flammen.

vö/thor Netphen/Olpe/Kirchen/Bad Berleburg. Diese Bilder gehen schon unter die Haut: Nahezu der komplette Sauna-Bereich im Freizeitbad Aqua Olsberg im Hochsauerland brannte am Mittwochabend aus. Die gute Nachricht: 89 Besucher und acht Mitarbeiter konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen, die Evakuierung funktionierte reibungslos. Ein Feuerwehrmann aus Brilon, der Besucher der großräumigen Sauna-Anlage war, hatte Brandgeruch bemerkt und das Personal verständigt. Er versuchte auch noch, mit einem Feuerlöscher Schlimmeres zu verhindern – doch dafür war es zu spät. Die Flammen hatten sich bereits in die Decke gefressen.

In kürzester Zeit stand der Saunabereich – mit Ruhezone, Gastronomie und zwei Saunakabinen – komplett in Flammen. 120 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz, das Gebäude gilt als einsturzgefährdet. Die Höhe des Schadens steht aktuell ebenso wenig fest wie eine mögliche Ursache. Was allerdings klar sein dürfte: Das Erlebnisbad in Olsberg steht Besuchern vorerst nicht zur Verfügung. Die Frage, die sich nach dem mehrstündigen Brandgeschehen aufdrängt: Wie sicher ist eigentlich der Besuch in der öffentlichen „Schwitze“? Die SZ fragte nach.

N-Flow Freizeitpark Netphen setzt voll auf die Sicherheit

Die gute Nachricht nach dem Brand in Olsberg sei, dass niemand verletzt worden sei, erklärt Petra Zoto, Assistentin der Geschäftsführung im N-Flow Freizeitpark Netphen. Letztlich sei die Situation so, dass in einem Schwimmbad oder Sauna ein Restrisiko nie ganz auszuschließen sei – im Schwimmbecken komme Chlorgas zum Einsatz, in der Sauna seien enorme Temperaturen alltäglich: „Es gibt ganz klare gesetzliche Anforderungen – und die erfüllen wir oder gehen noch darüber hinaus.“ Die Sicherheit von Gästen und Mitarbeitern stehe an oberster Stelle.

Ähnlich die Einschätzung von Klaus Spille, Betriebsleiter im Freizeitbad Olpe: „Wir sind in Sachen Brandschutz gut aufgestellt.“ Dazu gehörten natürlich eine qualifizierte Schulung der Mitarbeiter und eine Wartung der Anlagen, beispielsweise der Brandmelder in der Fläche. Das Bad arbeite sehr eng mit der Feuerwehr in Olpe zusammen, so Spille. Die Freizeitanlage erfülle alle gesetzlichen Vorgaben in diesem Bereich – mindestens.

Ausgeklügeltes Brandschutz-Konzept in Kirchen

Von einem sehr ausgeklügelten Brandschutz-Konzept in Kirchen berichtet Christoph Weber, Geschäftsführer der Freizeitbad Molzberg GmbH. Die Sauna dort ist erst im vergangenen Jahr durch ein neues Außenbecken nochmals aufgewertet worden. Der Brandschutz sei schon Bestandteil der Baugenehmigung gewesen, sowohl grundsätzlicher Art als auch besonders auf das Molzberg-Bad abgestimmt. Dieser werde permanent kontrolliert und auch aktualisiert. Laut Weber gibt es verschiedene Alarmsysteme und Meldeverfahren, von Lautsprecherdurchsagen in verschiedenen Sprachen bis zum Einrichten verschiedener Sammelplätze. „Auch die Feuerwehr hat jederzeit Zugang zum Gelände und ins Gebäude“, betont der Geschäftsführer. Erst vor zwei Jahren habe es am Molzberg eine große Übung gegeben, bei der ein Chlorgasunfall simuliert worden sei. Ziel sei es gewesen, dass sich die Einsatzkräfte mit den Örtlichkeiten vertraut machen konnten.

Im Bad Berleburger Rothaarbad „befassen wir uns regelmäßig mit dem Thema Brandschutz“, erklärt Manuel Spies für das Rothaarbad in Bad Berleburg. Klar sei, dass das Geschehen in Olsberg auch in der Odebornstadt aufgearbeitet werde: „Wir versuchen, diese Informationen zu den Ergebnissen unserer externen Prüfungen zu ergänzen.“ Klar sei aber auch, so der Verantwortliche aus dem Immobilienmanagement der Verwaltung, „dass der Gesetzgeber nicht bis in die Saunakabine unterwegs ist“. Die Stadt habe ein Brandschutzkonzept für das Gesamtgebäude und das sei mit dem Umbau der Sauna entsprechend erweitert worden. Die Sauna auf dem „Stöppel sei ein abgeschotteter Bereich, damit die Flammen im Ernstfall nicht auf andere Gebäudeteile übergreifen könnten. Wichtig sei natürlich die regelmäßige Wartung der Technik.

Autor:

SZ Redaktion aus Siegen

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