Konkurrenz für Bestattungswald Deuz
Stadt Netphen will Baumbestattungen ermöglichen

Das klassische Familiengrab mit Einfassung und Grabstein ist in Netphen zur Ausnahme geworden. Für Urnen soll es nun eine weitere Bestattungsmöglichkeit geben.
  • Das klassische Familiengrab mit Einfassung und Grabstein ist in Netphen zur Ausnahme geworden. Für Urnen soll es nun eine weitere Bestattungsmöglichkeit geben.
  • Foto: Pixabay (Symbolbild)
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

ihm Netphen. Mehr als 70 Prozent aller Verstorbenen in Netphen wurden im vergangenen Jahr eingeäschert, nur 29 Prozent wurden im Sarg beerdigt. Das bedeutet eine vollständige Umkehr der Situation im Jahr 2007. Damals lag das Verhältnis bei 69 zu 31 Prozent zugunsten der Sargbestattung. Heute ist das klassische Familiengrab mit Einfassung und Grabstein zur Ausnahme geworden: In 17 Prozent aller Sterbefälle wurde 2020 diese Beerdigungsart gewählt.

Baumbestattung auf dem Friedhof in Netphen bald möglich

Die Stadt Netphen will für Urnen eine weitere Bestattungsmöglichkeit eröffnen: die Baumbestattung auf dem Friedhof. Zwar sei das, so räumt die Verwaltung in ihrer Vorlage zum Ausschuss für Umwelt, Kultur und Tourismus (27. April) ein, auf den ersten Blick eine „Konkurrenz zum seit 2012 bestehenden Bestattungswald in Deuz“. Hier fanden im vergangenen Jahr 53 Prozent aller Urnenbestattungen statt. Die Bestattung im Wald unterscheide sich jedoch von der Beisetzung auf Friedhöfen. Insofern sieht die Verwaltung hier ein alternatives Angebot.

Höchstens drei Bäume pro Friedhof geplant

Nicht auf allen Friedhöfen ist eine Baumbestattung möglich. Afholderbach, Eschenbach, Frohnhausen, Helgersdorf und Sohlbach haben dafür keine Flächen. Irmgarteichen müsse geprüft werden. Salchendorf und Werthenbach schieden derzeit wegen der hohen Belegung aus.
Übrig bleiben Deuz, Grissenbach, Hainchen, Herzhausen, Nenkersdorf/Walpersdorf, Oelgershausen, Unglinghausen und Dreis-Tiefenbach.
Höchstens drei Bäume pro Friedhof sind geplant, geeignet seien Säulenbuchen oder auch Zierkirschen. Kreisförmig sollen dann die Urnen um den Baum herum bestattet werden, pro Kreis sind zwölf Urnen vorgesehen.
Eine einheitlich gestaltete Hinweistafel für die Verstorbenen soll in Baumstammnähe untergebracht werden. Es soll es weder Grabsteine noch Stelen noch Grabplatten geben.

Autor:

Irene Hermann-Sobotka (Redakteurin) aus Siegen

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