Tänze aus aller Welt

Die Musikerinnen und Musiker des Musikzuges Netphen begeisterten unter Leitung von Walter Sidenstein mit einem außergewöhnlichen und vielseitigen Repertoire. Foto: hmw
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hmw Netphen. Was wäre die Stadt Netphen ohne ihren Musikzug? Dies wurde am Samstagabend in der ausverkauften Georg-Heimann-Halle wieder einmal deutlich. Das Frühjahrskonzert des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Netphen unter Walter Sidenstein ist ein echter Publikumsmagnet. „Tänze aus aller Welt“ standen diesmal auf dem Programm.

Torsten Wagener und Stefan Göhrke, seit kurzem auch Kreisstabführer der Feuerwehr-Musik- und Spielmannszüge, begrüßten die Vertreter aus Rat und Politik, unter ihnen Bürgermeister Paul Wagener. Auch führende Vertreter von Feuerwehren und befreundeten Vereine waren gekommen. Durch das Programm führten die jungen Musikerinnen Svea Eling und Laura Jost.

Das Repertoire wurde jedem Geschmack gerecht: Nach dem „Marsch der Soldaten“ wechselte man mit dem „Marsch der Zinnsoldaten“ aus „Der Nussknacker“ rasch in das Reich der Klassik. Dabei zeigte sich Sidenstein als einfühlsamer Dirigent. An seinen Blicken und Handzeichen schienen die Musizierenden förmlich zu „kleben“ – vorbildlich! Viel Fingerspitzengefühl zeigte der Musikzug beim „Bolero“ im gemäßigten Dreivierteltakt, der stets von einem gleichförmigen Trommelwirbel durchsetzt war. Tänzerische Leichtigkeit bot der Musikcocktail „Besserabyanke“, und der lebhafte „Frühlingstimmenwalzer“ verbreitete mit seinen beschwingten Doppelakkorden gute Laune. Eher dramatisch ging es beim 5. Satz „Hobbits“ aus Symphony No. 1 „The Lord Of The „Rings“ zu. Nach der Pause vollzog sich zwar mit dem Marsch „Mein Tirolerland“ ein kurzer Wechsel zur alpenländischen Folklore, doch der Musikzug kehrte bald mit dem Liebesdrama „Der Graf von Monte Christo“ wieder zur gehobenen Konzertantik zurück.

Rhythmisch-prägnanten modernen Sound gab es anschließend bei „Coldplay On Stage“ zu hören, eher Gruseliges beim Satz „Tanz der Vampire“. Der holden Weiblichkeit huldigte man anschließend mit dem rasanten Samba-Potpourri „Latin American Fever“. Den Ausklang des Konzertes bildete Musik aus „Lord Of The Dance“, in der Herz und Seele es im Tanz mit den bösen Mächten aufnehmen.

Ohne Zugaben kommt eine solch vielseitige Truppe wohl nicht von der Bühne, und so begleitete rhythmisches Klatschen den „Can-Can“ aus „Orpheus in der Unterwelt“. Erst nach dem „Radetzkymarsch“ durften sich die Musikerinnen und Musiker die Schweißtropfen von der Stirne wischen, um nach den eigenen „Tänzen aus aller Welt“ später zu den Klängen des Alleinunterhalters Thomas Röcher selbst tüchtig zu tanzen.

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