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Umzug von Netphen nach Dreis-Tiefenbach
Tagesklinik in neuen Räumlichkeiten

Thomas Dörr, Tanja Weiß und Markus Lüttchens (v. l.)sind mit den neuen Räumlichkeiten der Tagesklinik sehr zufrieden.
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  • Foto: Sarah Groos
  • hochgeladen von Michael Sauer

gro Dreis-Tiefenbach. Ein großer, grauer Klotz, mitten im Industriegebiet in Dreis-Tiefenbach. Von außen kann man nur schwer erahnen, dass sich hier ein Ort für seelische Gesundheit befinden soll. Doch in der vierten Etage angekommen, überrascht die Klinik mit hellen Räumen auf 1400 Quadratmeter Therapiefläche. Die Größe ist einer der Gründe gewesen, warum die Tagesklinik aus ihrem Domizil an der Talstraße in Netphen in das Telekom-Gebäude in Dreis-Tiefenbach umgezogen ist.

Die SZ hat mit dem Geschäftsleiter Thomas Dörr, dem leitenden Arzt Markus Lüttchens und der pflegerischen Leitung Tanja Weiß gesprochen. Warum mussten neue Räumlichkeiten her? Und wie groß ist die Nachfrage in Zeiten der Pandemie wirklich?

gro Dreis-Tiefenbach. Ein großer, grauer Klotz, mitten im Industriegebiet in Dreis-Tiefenbach. Von außen kann man nur schwer erahnen, dass sich hier ein Ort für seelische Gesundheit befinden soll. Doch in der vierten Etage angekommen, überrascht die Klinik mit hellen Räumen auf 1400 Quadratmeter Therapiefläche. Die Größe ist einer der Gründe gewesen, warum die Tagesklinik aus ihrem Domizil an der Talstraße in Netphen in das Telekom-Gebäude in Dreis-Tiefenbach umgezogen ist.

Die SZ hat mit dem Geschäftsleiter Thomas Dörr, dem leitenden Arzt Markus Lüttchens und der pflegerischen Leitung Tanja Weiß gesprochen. Warum mussten neue Räumlichkeiten her? Und wie groß ist die Nachfrage in Zeiten der Pandemie wirklich?

Ein Blick in die Tagesklinik Netphen: Umzug war dringend nötig

„Anfangs waren wir uns nicht ganz sicher, ob ein Hochhaus wirklich das passende Gebäude für unsere Klinik ist“, verrät Markus Lüttchens. Die Angst, jemand könnte womöglich einen Suizidversuch wagen, sei durchaus präsent gewesen. „Wir haben uns aber dennoch dafür entschieden, die Fenster und Türen offenzulassen, weil wir doch sehr nah am Patienten sind“, fügt er hinzu.

Für Geschäftsleiter Thomas Dörr sei der Umzug nach Dreis-Tiefenbach zwingend notwendig gewesen. „Die alte Klinik war in die Jahre gekommen. Auch fehlte es an Platz und Wohlfühlatmosphäre.“ Dies sei für eine psychiatrisch-psychotherapeutische Tagesklinik jedoch wichtig. Mit dem Umzug hätten sich die Nutzquadratmeter sogar verdoppelt. „Hier haben die Patienten genügend Platz und Möglichkeiten“, sagt der Geschäftsleiter.

Ein Blick in die Tagesklinik Netphen: Nachfrage ist sehr groß

Denn die Nachfrage sei sehr groß. „Man kann zwar nicht wirklich sagen, dass Corona daran Schuld ist. Dennoch spüren wir einen erhöhten Bedarf, den wir so gar nicht bedienen können“, so Lüttchens. Laut dem leitenden Arzt sei die Pandemie den Patienten sogar gelegen gekommen. „So mussten sie ihre Wohnung oft nicht verlassen und wenig soziale Kontakte zulassen.“ Jedoch hätten während des Lockdowns gerade in der ambulanten Psychotherapie oftmals weniger Therapiestunden stattgefunden. „Und die ambulanten Plätze sind ohnehin schon rar“, fügt Weiß hinzu. Man habe in der Klinik dennoch versucht, mit einem guten Hygienekonzept das Maximum herauszuholen.

Der Vorteil gegenüber der ambulanten Psychotherapie ist, dass wir noch konzentrierter von verschiedenen Blickwinkel aus therapieren können.
Markus Lüttchens
Leitender Arzt der Tagesklinik Netphen

„Morgens in die Klinik, abends nach Hause“ – so lautet das Behandlungskonzept der Klinik. Denn es sei in einem gewissen Therapiestadium sehr sinnvoll, wenn die Patienten den alltäglichen Bezug nicht verlieren und am Abend in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren würden. „Der Vorteil gegenüber der ambulanten Psychotherapie ist, dass wir noch konzentrierter von verschiedenen Blickwinkel aus therapieren können“, erklärt Lüttchens.
Generell sei die teilstationäre Behandlung in der Tagesklinik Netphen für Patienten zu empfehlen, die aufgrund ihrer Lebenssituation oder ihrer Symptomatik nicht ausreichend ambulant behandelt werden können, aber auch keinen vollstationären Klinikaufenthalt (mehr) benötigen.

Autor:

Sarah Groos

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