Tekath »Held des Abends«

Im Aufstiegsspiel zur Fußball-Bezirksliga:

Wildener traf beim 4:1-Sieg gegen FC Hilchenbach drei Mal

krup Hainchen. Der VfB Wilden hat sich erstaunlich schnell vom 0:1-Tiefschlag im A-Kreisliga2-Finale gegen den TSV Siegen erholt und seinen großen Traum von der Fußball-Bezirksliga doch noch realisiert. Durch einen unerwartet klaren 4:1 (2:1)-Triumph über den A1-Vizemeister FC Hilchenbach sicherten sich die Wildener gestern Abend erstmals in ihrer Vereinsgeschichte den Aufstieg in die Bezirksliga.

Vor der stolzen Kulisse von gut 1000 Zuschauern auf neutralem Platz in Hainchen avancierte Wildens »Nummer 11«, Frank Tekath, zum »Helden des Abends«. Der brandgefährliche Stürmer »erschoss« die Nordsiegerländer mit seinen drei Toren quasi im Alleingang. »Er war der überragende Spieler«, lobte Torsten Göbel, der die Wildener in der kommenden Saison trainieren wird.

In der Anfangsphase war beiden Mannschaften deutlich anzumerken, dass viel auf dem Spiel stand. Auf beiden Seiten passierten viele Stockfehler, so dass die Partie sehr zerfahren begann. Hilchenbach wirkte spielerisch stärker, doch das erste Tor schossen die Wildener: Nach einer missglückten Abseitsfalle blieb Matthias Nöll eiskalt wie ein Kühlschrank, ließ noch einen Verteidiger ins Leere rutschen und schob das Leder überlegt ein (15.). Hilchenbach zeigte sich jedoch wenig geschockt und reagierte prompt. Nach einem Missverständnis zwischen Wildens Torhüter Marco Rothenpieler und Manndecker Harun Tezal nutzte Johannes Galinski die zu kurze Kopfball-Abwehr und staubte im Stile eines echten Mittelstürmers zum 1:1 ab (26.).

Nur vier Minuten später bot sich den Hilchenbachern die große Möglichkeit zum 2:1. Nach toller Vorarbeit von Athanasios Simos parierte Marco Rothenpieler jedoch den Kopfball von Axel Pohlmann glänzend. In der 34. Minute hatten die Wildener ihrerseits die Chance, erneut in Führung zu gehen, doch bei einem 20-m-Freistoß musste Frank Tekath sein Visier zunächst noch richtig justieren. So schien alles auf ein 1:1 zur Pause hinzudeuten, ehe der große Auftritt von Alexander Stangier kam: »Ali« spielte die gesamte FCH-Hintermannschaft schwindlig und bediente mustergültig Frank Tekath, der am »langen« Pfosten lauernd zum 2:1 eindrückte (43.).

Wer mit Beginn des 2. Durchgangs einen großen Sturmlauf der Hilchenbacher vermutet hatte, sah sich weitestgehend getäuscht. Vielmehr drückten die Wildener dem Spiel durch ihre beeindruckende kämpferische Leistung dem Match ihren Stempel auf. In der Schlussviertelstunde setzte Frank Tekath noch zwei echte »Sahnehäubchen« auf den verdienten Sieg. In der 76. Minute tankte er sich unwiderstehlich durch die Hilchenbacher Deckung, ließ auch noch Torwart Dirk Hering mit einer Körpertäuschung aussteigen und schob zum entscheidenden 3:1 ein. Drei Minuten vor dem Abpfiff ließ Tekath alle Fußball-Kenner mit der Zunge schnalzen, als er das runde Leder aus dem Lauf zunächst über einen Verteidiger lupfte und dann auch noch Keeper Dirk Hering mit einem ungemein gefühlvollen »Lob« düpierte.

»Kompliment an die Mannschaft. Sie ist nach dem Rückschlag gegen den TSV Siegen wieder aufgestanden und hat heute unglaubliche Moral gezeigt. Überragend war natürlich die Leistung von Frank Tekath, der ein Wahnsinns-Spiel gezeigt hat«, jubilierte Wildens »Aufstiegsmacher« Marc Mühlhahn, ehe er von seinen Mitspielern auf den Schultern gefeiert wurde. Hilchenbachs Trainer Hartwig Stein zeigte sich als fairer Verlierer: »Der Wildener Sieg geht in Ordnung. Wir waren zwar in der 1. Halbzeit von der Spielanlage her die bessere Mannschaft, haben aber zu viele individuelle Fehler gemacht. Wir konnten unsere Ausfälle einfach nicht kompensieren.«

FC Hilchenbach: Hering; Völkel, Münker (61. Loske), Hackler, Meiser; Aust, Simos (72. Stein), Tsolakidis (59. Welker), Sieper; Galinski, Pohlmann.

VfB Wilden: Rothenpieler; Türk (70. Balci), Mühlhahn, Tezal; Neuser, Stangier, Kettner, Danzenbächer, Daub (46. Bawey); Nöll (88. Karabina), Tekath.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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