Trägerverein muss es nun ausbaden

Gründungsversammlung führte zum Ziel / Vorstand aufgestellt / Freibadbetrieb geht weiter

avb Deuz. Für Hartmut Pfeifer, der sich bereits in der ersten Bürgerinitiative für den Erhalt des Deuzer Freibades stark gemacht hatte, war es gestern Abend eine »Sternstunde«, und »ein Riesenstein« fiel ihm vom Herzen: Ein Kreis von rund 40 Anwesenden gründete im örtlichen Bahnhof den »Trägerverein Freibad Deuz«. Damit ist die Badesaison 2003 gesichert, denn die Stadt hat den Aktiven kostenlos einen Schwimmmeister zugesagt, sollte der Verein gegründet werden. »In diesem Jahr können wir noch auf dem Rücken der Stadt schwimmen«, so Pfeifer. Ab dem kommenden Jahr muss dann der Verein alles selbst ausbaden, was mit dem Badbetrieb zusammenhängt.

Bevor es an die Abstimmung ging, hatte Sitzungsleiter Pfeifer noch einmal deutlich gemacht, dass der Blick nach vorn gerichtet sein müsse: »Die Vereinsgründung ist machbar und für den Erhalt des Bades unumgänglich.« Vorbereitet wurde sie von einem Arbeitskreis, der sich Anfang Dezember nach einer gut besuchten Bürgerversammlung zur Freibadfrage gegründet hatte. Der Kreis besorgte sich von der Stadtverwaltung alle nötigen Daten zum Warmwasserfreibad, ließ sich von einem Versicherungs- und einem Rechtsexperten beraten, setzte sich noch einmal mit der CDU auseinander, die den städtischen Rückzug aus dem Badbetrieb beschlossen hatte, ließ sich vom Planungsbüro Quentin die Möglichkeiten für einen Umbau zum Natur-Erlebnisbad aufzeigen und bereitete schließlich eine Satzung für den Trägerverein vor.

Wie sich auch gestern in der Diskussion erwies, hat der Arbeitskreis die maßgeblichen Entscheidungen bisher offen gelassen, um den Mitgliedern alle Möglichkeiten der Mitwirkung zu bieten. Das Plenum muss sich dann für eine der Varianten entscheiden: Sollen Becken, Technik und Umkleideräume mit den zur Verfügung stehenden Mitteln saniert werden, soll ein Naturbecken, dessen Wasser nur von der Sonne geheizt wird, eingerichtet werden, oder will man das Naturbecken mit der vorhandenen Gasheizungsanlage kombinieren? Jede Möglichkeit hat ihren Charme und ihren Nachteil. Gegen eine herkömmliche Sanierung sprechen Aufsichtsprobleme: Ein Bad mit Chlor-Anlage muss von einem Schwimmmeister beaufsichtigt werden, für einen Naturweiher reicht auch ein einfacher Schwimmer mit DLRG-Schein. Der Naturweiher hätte ungewisse Wassertemperaturen, der zusätzliche Einsatz der Heizungsanlage würde höhere Investitions- und Betriebskosten verursachen. Trotz mehrmaliger Nachfrage wollten die Arbeitskreis-Mitglieder sich nicht dazu hinreißen lassen, einer der Varianten den Vorzug zu geben. Das solle im Verein diskutiert werden, hieß es.

Der »Trägerverein Freibad Deuz« wird einen Euro Beitrag im Monat erheben, – ohne dass damit der freie Eintritt erkauft werde, hielt Rüdiger Honig aus dem Arbeitskreis fest. Zwei Vorsitzende, der Schriftführer, der Kassenführer sowie der Technische Leiter des Bades führen gemeinsam die Geschäfte. Darüber hinaus gehören dem Vorstand noch ein stellv. Kassenführer sowie bis zu fünf Beisitzer an. Die Feinheiten der Satzung wurden gestern im Detail abgestimmt, bevor man das Regelwerk so absegnete und nach entsprechenden Vorgaben den Vorstand wählte.

Vorsitzender des Trägervereins ist nun Ortsvorsteher Udo Siebel, zweiter Vorsitzender Rüdiger Honig. Die Schriftführung übernahm Rainer Stötzel, Kassenführer ist Alexander Weber, seine Stellvertreterin Signe Honig. Als Technischer Leiter für den Badbetrieb wurde Walter Kotzian gewonnen. Zu Beisitzern wählte die Versammlung Norbert Büdenbender, Volker Schädlich sowie Rosel Hölting.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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