43 Kilometer lange Strecke
Traktor-Oldtimer-Rallye durchs Netpherland

Im schicker Trachtenmode ging dieses Team an den Start.
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sos Netphen. Das Ziel war klar, doch den Weg dorthin kannten die Traktorfreunde nicht: Im Drei-Minuten-Takt knatterten sie los, den Plan sowie die Wegbeschreibung in der Hand und die Sonne im Nacken. 45 Teilnehmer machten bei der vierten Traktor-Oldtimer-Rallye der Traktorkameradschaft Netpherland mit, bei der es nicht um Zeit, sondern vielmehr um Wissen geht. Los ging es am Sonntag um 11 Uhr beim ehemaligen Autohaus Krengel an der Oberen Industriestraße, und hier sollten sich alle am Ende auch wieder einfinden.

Zehn Fragen

An sieben Kontrollstellen galt es, insgesamt zehn Fragen zu beantworten. Ohne einen Blick in die Papiere mussten die Starter wissen, wann genau ihr Fahrzeug zugelassen wurde, und schätzen, wie hoch der Luftdruck im Reifen vorne links ist. „Die Teilnehmer haben 30 Sekunden Zeit für die Beantwortung und dürfen nicht absteigen“, erklärte Fritz Wagener von der Traktorkameradschaft. „Das muss man im Kopf haben.“ Außerdem waren sogenannte Baumaffen versteckt, also Zahlen, die die Teilnehmer sich in der Reihenfolge notieren mussten, in der sie am Wegesrand auftauchten.

43 Kilometer

Die Strecke, die Uli Krengel und Fritz Wagener von der Kameradschaft sich überlegt hatten, war rund 43 Kilometer lang. „Wenn man sich verfährt, dann sind es leicht 50“, lachte Vereinskollege Heinz Stahl. Knapp ein Dutzend Netphener Ortsteile waren eingebunden, unter anderem ging es über Dreis-Tiefenbach, Unglinghausen, Beienbach und Helgersdorf.

250 PS

Die Zuschauer konnten am Sonntag auch ein besonderes Fahrzeug bestaunen, das allerdings nicht bei der Rallye mitmachen durfte: Den Traktorpuller von Markus Schneider und Reinhold Ramesch gibt es so nirgendwo zu kaufen. Schneider hat ihn selbst zusammengebaut; als Mechaniker für Land- und Baumaschinen kennt er sich mit den großen Fahrzeugen aus. Eingesetzt wird dieses aber keineswegs auf dem Feld und für die Straße ist es gar nicht zugelassen. Stattdessen zieht Markus Schneider mit dem 250 PS starken Einzelstück hobbymäßig Bremswagen. „Jeder Geck ist anders“, sagte er lachend. Entgehen lassen wollte er sich die Rallye aber nicht, aus diesem Grund hatte er auch seinen „normalen“ Traktor dabei.

Die Ergebnisse

Am Ende sicherte sich Andreas Göhrke den 1. Platz, Vorjahressieger Holger Willert landete auf dem 2. Platz. Bronze holte sich Rainer Blöcher, der das an diesem Tag älteste Fahrzeug sein Eigen nennt, und zwar einen Eicher (ED 16/II) aus dem Jahr 1955. „Die ersten drei waren ganz dicht zusammen“, fasste Heinz Stahl die Ergebnisse am Nachmittag zusammen. Interessant: Alle drei Erstplatzierten waren auf Eicher-Traktoren unterwegs.

Autor:

Sonja Schweisfurth (Redakteurin) aus Siegen

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