Unglinghäuser geschlossen gegen FELS

Uwe Hahn (l.) von der Telekom erläuterte die neue DSL-Technik. Mit im Bild: Elke Bruch, Bürgermeister Paul Wagener und Erwin Rahrbach (v. l.).  Foto: hmw
  • Uwe Hahn (l.) von der Telekom erläuterte die neue DSL-Technik. Mit im Bild: Elke Bruch, Bürgermeister Paul Wagener und Erwin Rahrbach (v. l.). Foto: hmw
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hmw Unglinghausen. Der schnelle Internet-Turbo, sprich DSL, soll – endlich – Ende des Wonnemonats Mai kommen. Doch auch die geplante Fernstraße FELS ist ein Punkt, der den Bewohnern Unglinghausens mächtig unter den Nägeln brennt. Diskussionsstoff genug also für die Bürgerversammlung am Mittwochabend, zu der Ortsbürgermeisterin Elke Bruch eingeladen hatte. Gekommen waren ferner u. a. auch Uwe Hahn, Leiter des DSL-Projektes aus Dortmund, Bürgermeister Paul Wagener und Bau-Fachbereichsleiter Erwin Rahrbach von der Stadt Netphen. Elke Bruch berichtete zunächst über die erfolgreichen Renovierungsarbeiten rund um die Friedhofshalle und sprach sich zudem für die Einrichtung eines entsprechenden Hügelgeländes zwecks „Dorf-Biking“ für jugendliche Mountainbiker aus.

„DSL sei nicht so einfach aufzuschalten“, erklärte anschließend Uwe Hahn von der Telekom. Die notwendige Glasfasertrasse, von der rund 700 Meter fertig gestellt seien, müsse von Kreuztal bis Unglinghausen durch das Neubaugebiet verlaufen. Es gebe eine „Hürde über den Berg“; auch den Kabelverzweigern müssten neue Gehäuse aufgesetzt werden. Zusätzlich erforderlich seien, je nach Fall, Kabelerneuerungen zu den Anschlüssen in den Wohnungen. Die Nutzer von DSL sollten künftig zwischen drei Produkten wählen können – mit je nach Preisklasse bis zu 16 000 Kilobyte pro Sekunde. Dass die neue Technik nun bereits Ende Mai zur Verfügung stehen soll, wurde von der Versammlung nach wie vor bezweifelt.

Die geplante Fernstraße FELS (Ferndorf-Eder-Lahn-Straße) erhitzt weiterhin die Gemüter der Unglinghäuser. Bürgermeister Paul Wagener und Baufachbereichsleiter Erwin Rahrbach, die viel Kritik entgegen nehmen mussten, erörterten, dass die Stadt Netphen an den Planungen bisher „nicht beteiligt“ worden sei. Auf jeden Fall sollten die Argumente der Unglinghäuser eingebunden werden. „So lange keine Signale aus dem politischen Raum kommen, können wir auch nicht tätig werden“, meinte Wagener und betonte, dass die Stadt ebenso für die derzeit kaputten Straßen gescholten werde. Doch hier müsse der Landesbetrieb endlich mal „in die Pötte kommen“. Fakt sei jedenfalls, dass auch die Waldgenossenschaften geschlossen gegen das Projekt FELS stünden: „Wir verkaufen nicht“, heiße es hier.

Stark kritisiert wurde auch Landrat Paul Breuer, der einerseits Projekte wie „Siegtal Pur“ ins Leben gerufen habe, jedoch im Gegenzug den Bau landschaftszerstörender Straßen befürworte: „Wir sollten ihm vor Ablauf seiner Amtsperiode nicht noch ein Denkmal setzen.“

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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