Bürgerhaus wird saniert
Unglinghausen wird vorgezogen, Werthenbach muss warten

Die alte Dorfschule in Unglinghausen fungiert als Bürgerhaus. Das in die Jahre gekommene Gebäude soll saniert werden.
  • Die alte Dorfschule in Unglinghausen fungiert als Bürgerhaus. Das in die Jahre gekommene Gebäude soll saniert werden.
  • Foto: sos (Archiv)
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

ihm Netphen. Alles eine Frage der Prioritäten: Soll zuerst der Dorfplatz Werthenbach gebaut oder zuerst das Bürgerhaus Unglinghausen saniert werden? Vor dieser Frage stand der Netphener Stadtentwicklungsausschuss jetzt – und kehrte die Prioritäten um, die ein Lenkungskreis zuvor festgelegt hatte.
Gefördert werden sollen beide Projekte mit Geld aus dem Ikek-Topf (Land NRW und EU). Der Lenkungskreis hatte Werthenbach an die erste Stelle gesetzt – der Bau des neuen Dorfplatzes war schon einmal verschoben worden. Nun müssen sich die Werthenbacher weiter in Geduld üben, denn die Arbeiten am Bürgerhaus in Unglinghausen bekamen Vorrang.

160.000 Euro für Bürgerhaus

Die Baumaßnahme in Unglinghausen hängt zusammen mit der angebauten Mehrzweckhalle und dem Feuerwehrgerätehaus. Beides wird ebenfalls saniert. Im Bürgerhaus geht es um diverse Gewerke: Heizung, Toiletten, Arbeiten am Dach etc. Die Kosten liegen bei 160.000 Euro, rund zwei Drittel werden aus dem Ikek-Programm gefördert.
Dass Unglinghausen zuerst an der Reihe sein soll, wie vor allem die SPD-Fraktion verlangte, löste heftige Debatten im Ausschuss aus. Am Ende musste der Dorfplatz Werthenbach eine denkbar knappe Niederlage hinnehmen: Mit neun zu acht Stimmen lehnte der Ausschuss ab, den Dorfplatz zuerst zu realisieren.

Kunstwerk für den Dorfplatz

Die Gemüter hatten sich zuvor nicht nur an den Prioritäten, sondern auch an künstlerischen Fragen erhitzt. Den Dorfplatz nämlich soll ein Kunstwerk zieren. Kostenpunkt: 35.000 Euro. Unklar blieb, ob dieser Posten überhaupt im Rahmen von Ikek förderfähig wäre oder ob die Stadt komplett auf den Kunstkosten sitzenbleiben würde.
Bisher, so hieß es, habe man eine solche Summe noch nie ausgegeben, sondern die Kunst in den Dörfern – meist von Bernd Heinemann geschaffen – auf anderen (sprich: günstigeren) Wegen realisiert. Während Manfred Heinz (SPD) wissen wollte, wer denn der „Geschmackspapst“ sei, der über die Ausführung entscheide, verlangte Rüdiger Bradtka (CDU), das Kunstwerk aus der Planung zu nehmen: „Das ist den Leuten nicht vermittelbar bei den Baustellen, die wir sonst haben.“
Die endgültige Entscheidung über die Bauvorhaben fällt am Donnerstag der Rat. Auch hier dürfte das Wort von Kämmerer Hans-Georg Rosemann Gewicht haben: „Aus meiner Sicht ist es viel sinnvoller, Sanierungen an einem bestehenden Gebäude durchzuführen, als einen neuen Platz auf dem platten Land zu bauen.“

Autor:

Irene Hermann-Sobotka (Redakteurin) aus Siegen

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