Brücke in Dreis-Tiefenbach
Uni soll neue Ideen bringen

Ortsbürgermeister Reinhard Kämpfer möchte die Fußgängerbrücke unterhalb der K 5 gerne behalten.
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  • Ortsbürgermeister Reinhard Kämpfer möchte die Fußgängerbrücke unterhalb der K 5 gerne behalten.
  • Foto: sos (Archiv)
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sz Dreis-Tiefenbach. Die Sperrung der Fußgängerbrücke unterhalb der K 5 in Dreis-Tiefenbach bewegt viele Gemüter, nicht nur in Dreis-Tiefenbach. Einige halten sie für dringend notwendig, andere für gut verzichtbar. Ein gemeinsames Projekt von Stadt Netphen und Universität Siegen kann da nach Einschätzung der CDU Abhilfe schaffen.

Rückblick

Zur Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses im März hatte zunächst eine Ortsbesichtigung stattgefunden, anschließend wurde in der Sitzung die Verwaltungsvorlage zur Brücke diskutiert. Die Verwaltung schätzte die Kosten für einen Neubau der maroden Brücke auf 125 000 Euro. Der Beschlussvorschlag wurde mit knapper Mehrheit abgelehnt. Danach gab es großen Widerstand aus der Bevölkerung und eine Unterschriftenliste, die sich für den Erhalt der Brücke aussprach. Daraufhin entschied der Rat, das Thema mit neuen Vorschlägen erneut im zuständigen Ausschuss zu behandeln.

Uni ins Boot geholt

Aufgrund öffentlich gewordener Entwürfe der Universität Siegen zum Brückenneubau in Bad Laasphe hat die CDU Netphen laut Pressemitteilung des Stadtverbands über den Vorsitzenden und Bürgermeisterkandidaten Sebastian Zimmermann und Alfred Oehm, Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses, Kontakt mit dem Hochschullehrer für Tragkonstruktion, Prof. Dr.-Ing. Thorsten Weimar, aufgenommen. Bei einem Ortstermin wurde die Brücke besichtigt. Eingeladen hatte der CDU-Stadtverband auch FDP, UWG und Grüne, die am Termin teilnahmen.
Abgesehen von einem Neubau wurde vorgeschlagen, die vorhandene Brücke zu reparieren, indem verrostete Teile entfernt sowie bestehende Stahlkonstruktionen verstärkt und einer Oberflächenbehandlung unterzogen werden. Weiter müsse geprüft werden, inwieweit man durch Nutzung des Geländes für eine Rampe oder ähnliches die Brücke zumindest annähernd barrierefrei machen kann. Weimar sah hier unterschiedliche Möglichkeiten und stellte in Aussicht, zu dem Vorhaben einen Kurzentwurf im Masterstudiengang Architektur entwerfen zu lassen.

Prämien sind möglich

Da für eine erneute Behandlung des Themas im zuständigen Ausschuss neue Ideen gefragt seien, freue man sich darauf, die Vorschläge der Universität zu sehen, so Sebastian Zimmermann. Dass es, ähnlich wie in Bad Laasphe, auch kleine Prämien für die Entwurfsgestaltung im Rahmen eines Wettbewerbs durch die Fraktionen geben könnte, schätzte Zimmermann optimistisch ein. Durch die Nähe Netphens zur Universität Siegen solle man auch in anderen Projekten die wissenschaftliche Beratung nutzen, was seiner Meinung nach in der Vergangenheit zu kurz gekommen sei.
Auf der Tagesordnung der kommenden Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am Montag, 16. September, ist der Punkt Brücke noch nicht vermerkt. Die darauffolgende Sitzung ist für den 28. Oktober angesetzt.

Ortsbürgermeister Reinhard Kämpfer möchte die Fußgängerbrücke unterhalb der K 5 gerne behalten.
1594 Unterschriften für den Erhalt der Brücke hatten einige Dreis-Tiefenbacher im Mai übergeben. Nun soll die Uni Siegen neue Ideen entwickeln.
Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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