Aspekt der Sozialarbeit
Verein "Jetzt" aus Netphen erweitert Angebot

Simon Terweiden, pädagogischer Leiter des Vereins „Jetzt“.

nja Netphen. Gerät das Leben von Familien in Schieflage, können flexible ambulante Hilfen sie dabei unterstützen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Im vergangenen Jahr hat das Kreisjugendamt Siegen-Wittgenstein mit 28 unterschiedlichen Anbietern zusammengearbeitet: „Die Zahl der ambulanten Hilfen lag 2019 bei 652, ein Jahr später bei 662. Der Anstieg war geringer als von 2018 auf 2019.“

Verein "Jetzt" aus Netphen erweitert sein Angebot

Der Netphener Verein „Jetzt“ hat sein Angebot nun um diesen Aspekt der Sozialarbeit erweitert. „Mit einem multiprofessionellen Team möchten wir die Familien individuell, ihren Bedürfnissen entsprechend fördern, damit sie ein eigenständiges Leben führen können“, sagt pädagogischer Leiter Simon Terweiden. Seinen Schwerpunkt setzt der 2006 gegründete Verein auf die Arbeit mit Menschen, denen traumatische Erlebnisse widerfahren sind: Sei es der Tod eines Angehörigen, Gewalt, Missbrauch oder auch Scheidung.
„Unser Fokus liegt auf dem systemischen Ansatz.“ Was das bedeutet, veranschaulicht Terweiden an einem fiktiven Beispiel: „Der zehnjährige Leon ist aggressiv, er leidet unter Impulsausbrüchen. Leon ist Symptomträger, aber nicht das Problem! Wir nehmen die gesamte Familie in den Blick, schauen nach den Gründen für die Probleme und bieten bedarfsgerechte Hilfssangebote an.“

Eltern sollten sich professionelle Hilfe suchen

Hauptziel sei es, eine stationäre Unterbringung von Kindern zu verhindern – sei es in Pflegefamilien, in Heimen oder WGs. „Jetzt“ ist selbst Träger einer Intensiv-WG für Jungen und einer koedukativen (gemischten) Intensivwohngruppe. Auch die dortige Arbeit zielt im Idealfall auf eine Rückkehr der Kinder in ihre Stammfamilie ab – wenn dies Sinn macht. „Je älter die Jugendlichen sind, desto schwieriger wird eine Rückführung, da geht es eher um Verselbstständigung.“
Wann ist es für Eltern an der Zeit, sich professionelle Hilfe zu holen? „Wenn sie merken, dass alle ihre Bemühungen nicht ausreichen, sie nicht mehr Herr der Lage sind – und auch dann schon, wenn sie sich selbst fragen, ob sie die Erziehung noch hinbekommen – und diese Frage nicht eindeutig mit Ja beantworten können.“

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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