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45 Tonnen Sondermüll nach Ölaustritt entsorgt
Vereinsheim TuS Deuz wieder nutzbar

Das Mauerwerk des Vereinsgebäudes musste nach einem Ölschaden bis zu einer Höhe von etwa 1,50 Metern ausgetauscht werden, weiß Peter Dickel (l.). Rüdiger Honig freut sich: Jetzt sind Kabine und Duschraum aber wieder nutzbar.
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  • Das Mauerwerk des Vereinsgebäudes musste nach einem Ölschaden bis zu einer Höhe von etwa 1,50 Metern ausgetauscht werden, weiß Peter Dickel (l.). Rüdiger Honig freut sich: Jetzt sind Kabine und Duschraum aber wieder nutzbar.
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sos Deuz. „Das war schon eine umfangreiche Geschichte“, blickt Rüdiger Honig auf die vergangenen Monate zurück. Der Bodenaustausch im Außenbereich, ein neuer Estrich im Vereinsgebäude, neue Wände – der Fußball-Abteilungsleiter des TuS Deuz zählt nur einige Arbeiten auf, die notwendig geworden waren, weil im Keller Heizöl ausgetreten war. Er erinnert sich noch gut an den September vergangenen Jahres, als die Freiwillige Feuerwehr Öl von der Sieg abschöpfen musste, dessen Ursprung nach tagelangem Suchen in den Räumlichkeiten des Vereins zu finden war. Inzwischen aber ist der Schaden behoben, seit Kurzem ist der Trainingsbetrieb wieder möglich.
Boden musste ausgetauscht werdenDer Weg zum Status quo war jedoch lang und begleitet von Ungewissheit.

sos Deuz. „Das war schon eine umfangreiche Geschichte“, blickt Rüdiger Honig auf die vergangenen Monate zurück. Der Bodenaustausch im Außenbereich, ein neuer Estrich im Vereinsgebäude, neue Wände – der Fußball-Abteilungsleiter des TuS Deuz zählt nur einige Arbeiten auf, die notwendig geworden waren, weil im Keller Heizöl ausgetreten war. Er erinnert sich noch gut an den September vergangenen Jahres, als die Freiwillige Feuerwehr Öl von der Sieg abschöpfen musste, dessen Ursprung nach tagelangem Suchen in den Räumlichkeiten des Vereins zu finden war. Inzwischen aber ist der Schaden behoben, seit Kurzem ist der Trainingsbetrieb wieder möglich.

Boden musste ausgetauscht werden

Der Weg zum Status quo war jedoch lang und begleitet von Ungewissheit. „Die Angst vor Überraschungen war immer dabei“, sagt Rainer Schild, Tiefbauamtsleiter der Stadt Netphen. Denn den genauen Umfang des Schadens habe niemand absehen können, erst während der Baumaßnahmen sei erkennbar gewesen, wie weit sich das Öl tatsächlich ausgebreitet hatte. Immerhin: Das Öl war in die Regenwasserleitung des Sportplatzes gesickert, sodass im Außenbereich nicht der komplette Boden ausgetauscht werden musste; rund 100 Kubikmeter waren es wohl letztendlich, schätzt Schild.

45 Tonnen Sondermüll

Insgesamt sind bei den Baumaßnahmen etwa 45 Tonnen Sondermüll angefallen, davon 31 Tonnen Bauschutt, berichtet Peter Dickel. Mit seinem Unternehmen Peters Bauservice war er für die Entkernung und Rohbauarbeiten zuständig und habe fast 1000 Arbeitsstunden im und am Gebäude des TuS Deuz verbracht. „Eine schöne Winterbaustelle“, so Dickel. Wobei „schön“ relativ ist: Die ersten beiden Wochen seien die Mitarbeiter den Ölgestank nicht losgeworden. „Wir hatten schon die Befürchtung, dass man immer etwas im Gebäude riechen wird“, so Rüdiger Honig. Glücklicherweise aber erwies sich diese Sorge als unbegründet.

Wände teilweise entfernt

Besonders herausfordernd waren die Wände, die sich mit Öl vollgesogen hatten. „Wir haben sie bis auf eine Höhe von 1,50 Metern entfernt“, erklärt Peter Dickel. Mithilfe von Stützen sei dann Meter für Meter neu gemauert worden. Teilweise seien auch ganz neue Wände hochgezogen worden. Jetzt ist die Kabine wieder nutzbar, mit neuen Fliesen und neuer Toilette. Von dem großen Schaden ist nichts mehr zu sehen. „Das ist auf jeden Fall eine Aufwertung“, findet Dickel. „Manchmal ist ein Ölschaden eben auch für etwas gut“, schmunzelt er.

220.000 Euro Kosten

Die Stadt hingegen hätte sicher lieber darauf verzichtet. 220.000 Euro hat die Sanierung des städtischen Gebäudes inklusive Entsorgung des Mülls gekostet. Damit sei man aber noch 20 000 Euro unter der veranschlagten Summe geblieben, so Rainer Schild. Mit eingerechnet ist die neue Gasheizung – „damit wird das nie wieder passieren“, betont der Tiefbauamtsleiter.

Autor:

Sonja Schweisfurth (Redakteurin) aus Siegen

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