Weg frei für Ganztagsschule

Schulausschuss Netphen diskutierte gestern das Konzept

matz Netphen. »Das Konzept der offenen Ganztagsschule an der Grundschule Niedernetphen wird zustimmend zur Kenntnis genommen.« Zu diesem Ergebnis kam gestern der Schulausschuss. Dem Votum vorausgegangen war die Vorstellung einer Umfrage zum Bedarf der Ganztagsbetreuung. Die Verwaltung hatte 1670 Fragebögen verschickt, um die Meinung von Eltern zu dem Konzept einzuholen. Resultat: 110 Eltern sind an einer Ganztagsbetreuung interessiert, berichtete Irene Wahl, Leiterin des Bereichs Soziales und Schulen. »Und das während der ganzen Woche, meist sogar bis 17 Uhr.« 17 Eltern seien sogar bereit, bis zu 100 e im Monat dafür aufzubringen, 92 bis zu 75 e. Folglich müsse man die Betreuung an der Grundschule Niedernetphen massiv ausweiten oder eine andere Schule (z.B. Dreis-Tiefenbach) mit einbeziehen.

»Um die Maßnahme weiter zu verfolgen, muss die Stadt jetzt ein schlüssiges Konzept vorlegen«, eröffnete Karl-Wilhelm Nowak (SPD), gleichzeitig Schulleiter der Grundschule Niedernetphen, die Rednerliste. Man wolle die Eltern entlasten, und es rechne sich sogar für die Stadt. Zu dem Angebot des TVE Netphen (s. SZ von gestern) kämen möglicherweise noch der SV Netphen und die Kirchen dazu. Nowak: »Die Arbeitsteilung zwischen Schule und Vereinen/Institutionen ist der richtige Weg für die Ganztagsbetreuung.«

Zwar sei die CDU »der Meinung, die beste Förderung erhält ein Kind in der eigenen Familie«, erklärte Bruno Gräbener (CDU), doch bedingt durch den gesellschaftlichen Wandel »ist das hier die beste Lösung«. »Die Eltern sind bereit, große Summen für die Betreuung auszugeben«, stellte Prof. Dr. Dieter Lutz (Wählerbund) fest. »Es scheint also ein großer Wunsch der Eltern zu sein.« Dem sollte sich der Ausschuss nicht verweigern. »Vielleicht sollte man aber noch einmal über die Beiträge nachdenken und den Leuten entgegenkommen«, schlug Cornelia Müller (SPD) vor. Analog zu den Kindergarten-Beiträgen, gekoppelt an die Einkommen.

Abschließend gab Ausschussvorsitzende Iris Cremer (CDU) der Verwaltung noch einen Arbeitsauftrag mit auf den Weg: Sie möge die Kosten einer zusätzlichen Ferienbetreuung ausrechnen. Denn diese läuft nur bis 13 Uhr, laut Nowak »das letzte Loch im Gesamtkonzept«.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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