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Malteser verteilen Festessen "to go"
Weihnachten zum Mitnehmen

Steffi Waldeck (l.) und Sabine Lewandrowski (r.) verteilen Blumenkohl-Käse-Medaillons und warme Weihnachtswünsche an Bedürftige. Die Motivation der Malteser-Frauen: „Es tut gut, Menschen in dieser schweren Zeit zu unterstützen.“
  • Steffi Waldeck (l.) und Sabine Lewandrowski (r.) verteilen Blumenkohl-Käse-Medaillons und warme Weihnachtswünsche an Bedürftige. Die Motivation der Malteser-Frauen: „Es tut gut, Menschen in dieser schweren Zeit zu unterstützen.“
  • Foto: Sarah Benscheidt
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

sabe Netphen. „Vorsicht, sehr heiß.“ Behutsam gibt Steffi Waldeck einem jungen Mädchen eine versiegelte Aluschale über die Theke. Blumenkohl-Käse-Medaillon steht drauf. Die Kleine wärmt sich trotz sanfter Warnung die Hände an der Schale. Ihre Mutter bekommt zwei große Orangen in die Hände gedrückt, während die ältere Schwester heimlich in die riesige Papptüte lugt, die fast größer ist, als sie selbst.
Nüsse sind drin, ein Kuscheltier, Ü-Eier, Nudeln, Pudding, Spielsachen, Tiernahrung und Desinfektion. Und sogar ein kleines Friedenslicht bekommen die Menschen, die geduldig stehend warten, mit auf den Heimweg.

sabe Netphen. „Vorsicht, sehr heiß.“ Behutsam gibt Steffi Waldeck einem jungen Mädchen eine versiegelte Aluschale über die Theke. Blumenkohl-Käse-Medaillon steht drauf. Die Kleine wärmt sich trotz sanfter Warnung die Hände an der Schale. Ihre Mutter bekommt zwei große Orangen in die Hände gedrückt, während die ältere Schwester heimlich in die riesige Papptüte lugt, die fast größer ist, als sie selbst.
Nüsse sind drin, ein Kuscheltier, Ü-Eier, Nudeln, Pudding, Spielsachen, Tiernahrung und Desinfektion. Und sogar ein kleines Friedenslicht bekommen die Menschen, die geduldig stehend warten, mit auf den Heimweg.

Weihnachtsessen für Bedürftige

Den ganzen vorherigen Tag hat das Malteser-Team in Netphen Tüten voll mit Lebensmitteln und kleinen Aufmerksamkeiten gepackt, die gibt's zum Gratis-Weihnachtsessen gratis dazu, um dann bei denen zu landen, die sich das opulente Weihnachtsessen nicht selbst auf den Tisch schaffen können.
Die Aktion, kurz vor Heiligabend, Bedürftige mit einer Mahlzeit zu versorgen, erwächst spontan aus der „Eigeninitiative der Mitarbeiter“, wie Volker Flor, von den Maltesern in Netphen, verrät. Der Stadtbeauftragte zeigt sich sichtlich glücklich, das die Corona-konforme Hauruckaktion mit Herz so gut angenommen wird. „Von der 20-jährigen Mutter, über den Mann Mitte 40 bis zur alten Dame hatten wir bisher alles dabei.“

Lieferservice eingerichtet

Auch Kollege Christian Bruno ist froh drum, wo er doch weiß, dass manche auch das Schamgefühl davon abhält, die helfenden Hände zu greifen. „Hier ist ja durch das Hauptamt bereits eine Struktur gegeben. Schön, wenn das auch fürs Ehrenamt genutzt werden kann.“ Darauf steht auch der schnell umgesetzte Lieferservice für Menschen die nicht mobil sind. „Wir sind zusätzlich mit einem Wagen unterwegs, damit auch alle, die wollen, das Angebot annehmen können.“
Die Motivation hinter dem spontanen Festgruß hat Volker Flor schnell erzählt, obwohl er dafür kurz historisch werden muss: „Damals waren es die Ritter, heute sind es die Retter, die aus dem Glauben und dem Handeln heraus Hilfsbedürftige und ihrem Nächsten helfen wollen.“ Das kleine Weihnachten zum Mitnehmen soll dabei möglichst keine Wünsche offen lassen. Ganze sechs verschiedene Menüs wandern über die noch schnell geschmückte Theke. „Alles was das Herz begehrt“, sagt Volker Flor.

Kurze Gespräche und freundliche Wünsche

Und auch alles, was die Corona-Krise das Herz so sehnlich vermissen lässt. So bleibt eine ältere Frau gerne stehen, um auf Abstand mit Steffi Waldeck und Sabine Lewandrowski ein kurzes Gespräch zu führen. Es gibt Festtags- und Gesundheitswünsche, einen freundlichen Blick, ein ehrliches Lächeln und ein interessiertes Nachfragen.
Zu Rinderbraten und Co. – das heller werdende Gesicht der alten Dame bleibt Beweis genug – passen die warmen Worte ausgezeichnet! „Die Menschen sind so dankbar. Das kann man trotz Maske erkennen. Wir sehen das Strahlen in den Augen“, sagt Steffi Waldeck.

Autor:

Sarah Benscheidt (Redakteurin) aus Siegen

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