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Wechsel zum TC Union Münster
Alexa Volkov träumt von Profi-Karriere im Tennis

Die 16-jährige Netphenerin Alexa Volkov hofft beim TC Union Münster auf die nächsten Schritte auf ihrer sportlichen Karriereleiter.
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  • hochgeladen von René Gerhardus (Redakteur)

carlo Netphen. Der Weg in die 2. Bundesliga hat die Tennisspielerin Alexa Volkov fürs Erste in die Regionalliga geführt. Die beim TC 71 Netphen groß gewordene 16-Jährige ist zur Sommersaison vom Westfalenligisten TC GW Herne zum Damen-Zweitligisten TC Union Münster gewechselt.
Für die U-16-Westfalenmeisterin von 2020 sei der neue Verein „ein logischer und notwendiger Schritt“, sagt Dinah Pfitzenmaier. Die ehemalige Nummer 79 der Weltrangliste betreut Alexa Volkov seit zwei Jahren am Bundesleistungs-Stützpunkt des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) in Kamen. In Münster könne ihr Schützling in der Liga „viele Matches auf hohem Niveau spielen“, erklärt die Stützpunkttrainerin, die einst in der dritten Runde der French Open stand: „Münster ist in der 2.

carlo Netphen. Der Weg in die 2. Bundesliga hat die Tennisspielerin Alexa Volkov fürs Erste in die Regionalliga geführt. Die beim TC 71 Netphen groß gewordene 16-Jährige ist zur Sommersaison vom Westfalenligisten TC GW Herne zum Damen-Zweitligisten TC Union Münster gewechselt.
Für die U-16-Westfalenmeisterin von 2020 sei der neue Verein „ein logischer und notwendiger Schritt“, sagt Dinah Pfitzenmaier. Die ehemalige Nummer 79 der Weltrangliste betreut Alexa Volkov seit zwei Jahren am Bundesleistungs-Stützpunkt des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) in Kamen. In Münster könne ihr Schützling in der Liga „viele Matches auf hohem Niveau spielen“, erklärt die Stützpunkttrainerin, die einst in der dritten Runde der French Open stand: „Münster ist in der 2. Bundesliga und in der Regionalliga gut aufgestellt.“

In der Klasse U16 die Nummer 1 in Westfalen

Zum Saisonauftakt gewann Alexa Volkov gleich ihr erstes Spiel für Münsters Zweitvertretung. Im Regionalliga-Gastspiel beim TC Deuten setzte sie sich an Position 4 mit 6:1, 6:2 deutlich gegen Pauline Hirt, drei Jahre älter und Nummer 12 der westfälischen Damen-Rangliste, durch. An diesem Wochenende gewann die Netphenerin abermals: beim 4:5 im Heimspiel gegen den TC GW Aachen mit 6:3, 6:1 gegen Lisa-Marie Hellweg. Erst im August geht dann die Saison der 2. Bundesliga los. Dass sie zunächst in der Regionalliga spielt, sei klar gewesen, betont Alexa Volkov. Sie hofft später, als Nummer 10 im Union-Kader, auf „zwei bis drei Einsätze“ in der zweithöchsten deutschen Tennis-Spielklasse.
Das Fernziel für Alexa Volkov: „Ich möchte irgendwann im Profi-Tennis spielen.“ Sie habe „ein Ziel vor Augen, und das möchte ich verfolgen.“ Die Netphenerin ist derzeit bei den U-16-Juniorinnen die Nummer 1 in Westfalen und die Nummer 6 in Deutschland, in der Damen-Rangliste 17. in Westfalen und 175. in Deutschland. Sie stand bei den Westfalenmeisterschaften 2018 im U-14-Halbfinale ebenso wie ein Jahr später bei den U-16-Juniorinnen. 2019 ist Alexa Volkov mit Ella Seidel (Klipper THC Hamburg) Deutsche Jugend-Meisterin im Doppel geworden.

Ferreros Tennis-Akademie zeigt Interesse

Und die Netphenerin ist mit dem nötigen Talent ausgestattet. Das sei schon dem früheren Weltranglisten-Ersten Juan Carlos Ferrero aufgefallen, berichtet Vater Sergey Volkov. Im Spanien-Urlaub hat Alexa Volkov in der Tennis-Akademie des French Open-Siegers von 2003 in der Nähe von Valencia gespielt. „Er wollte sie in die Akademie aufnehmen“, sagt Sergey Volkov.
Stützpunkt-Trainerin Dinah Pfitzenmaier unterstreicht die guten sportlichen Anlagen ihres Schützlings: „Alexa ist für ihr Alter sehr professionell, zeigt 100 Prozent Einsatz, lebt für Tennis.“ Ein besonderes Merkmal im Spiel von Alexa Volkov sei „ihre Variabilität, sie ist nicht leicht ausrechenbar.“ Die Vorhand sei zur Zeit ihr bester Schlag, sagt die Tennisspielerin selbst. Auf dem Weg nach vorne zum Volley und bei den richtigen Entscheidungen auf dem Platz sieht derweil Andre Brey, Heimtrainer und Sportwart beim TC 71 im Obernautal, „noch Potenzial nach oben“. In Athletik und Dynamik habe sich Alexa Volkov zuletzt stark verbessert.
Leben für Tennis, das heißt für die junge Siegerländerin mit großen Plänen, die vor Jahren im Damen-Team des TuS AdH Weidenau aufschlug, vor allem ein dicht gedrängter Wochenplan zwischen Netphen, Kamen und Mannheim: täglich mehrere Stunden Training in Kamen, oft freitags Training mit Brey, montags und oft auch zusätzlich dienstags Schulunterricht an einem Privatgymnasium in Schwetzingen, Online-Unterricht zu Hause, am Wochenende Turniere. Alexa Volkov kennt sich mit vollem Programm aus: „Das mache ja schon, seit ich neun Jahre bin.“ Von wegen große Belastung auf dem Trainingsplatz: „Das macht mir Spaß“. Und die Schule? „Ich komme gut zurecht“, sagt sie, man müsse sich aber gut organisieren.
Zuletzt allerdings musste Alexa Volkov für ein paar Monate eine Zwangspause einlegen. Sie war verletzt, hatte bereits im vergangenen Jahr mit dieser Blessur gespielt. Im Januar ging dann nichts mehr. Bei den „International HTV Juniors Open“, einem ITF-Turnier in Offenbach, gewann sie in der 1. Runde noch mit 6:4, 3:6 und 10:7 gegen die an Nummer 5 gesetzte Tschechin Barbora Michalkova, konnte dann aber zum nächsten Spiel nicht mehr antreten.

Hoffnung auf Teilnahme an ITF-Turnieren

Seit gut einem Monat ist Alexa Volkov wieder zurück im Training. Fit genug fühlt sie sich inzwischen wieder. Und hofft jetzt, auch bald wieder bei ITF-Turnieren mitmachen zu dürfen. „Ein steiniger Weg“, weiß Trainer Brey allerdings, „um wieder in diesen Zirkus hineinzukommen.“
Dabei wird klar: Tennis, so wie Alexa Volkov es sich als Profi erträumt, hat auch eine wirtschaftliche Dimension. Auf einen mittleren fünfstelligen Betrag schätzt Brey eine Profi-Saison. Gemeinsam mit Vater Volkov arbeitet er gerade daran, will Sponsoren für Alexa Volkov begeistern, das öffentliche Auftreten der Tennisspielerin über Social-Media-Kanäle und Homepage begleiten.
Den nächsten Schritt in Richtung Tennis-Profi hat Alexa Volkov jetzt mit den beiden Siegen zum Regionalliga-Einstand gemacht. Vor ihrem Debüt gegen Deuten hatte es übrigens im Leistungsstützpunkt in Kamen einige lustige Sprüche zwischen Trainerin und Spielerin zum bevor stehenden Spiel gegeben. Bei Gastgeber Deuten spielt Dinah Pfitzenmaier an der ersten Position. Auch wenn Alexa Volkov, die jüngste Spielerin im Team aus Münster, ihr Einzel gewann, am Ende behielt die Vertretung der Trainerin knapp mit 5:4 die Oberhand – Gesprächsstoff für die nächsten Übungseinheiten inklusive.

Autor:

Redaktion Sport aus Siegen

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