Fußball-Westfalenpokal
Salchendorfer Pokal-Coup: "Wüstefeld" steht kopf

Die Entscheidung am „Wüstefeld“: Nach dem 2:0 durch Moritz Klass (verdeckt) kannte die Freude bei den Salchendorfer Germanen keine Grenzen.
  • Die Entscheidung am „Wüstefeld“: Nach dem 2:0 durch Moritz Klass (verdeckt) kannte die Freude bei den Salchendorfer Germanen keine Grenzen.
  • Foto: ubau
  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

Germania Salchendorf - SV Schermbeck 2:0 (1:0) - Als Moritz Klass in der 80. Minute des Westfalenpokal-Spiels zwischen Germania Salchendorf und dem drei Klassen höher spielenden SV Schermbeck den Turbo zündete, auf der rechten Seite auf und davon zog und zum 2:0 einschoss, stand der „Wüstefeld“-Sportplatz kopf. Ein kollektiver Jubelschrei hallte über Salchendorfs Höhen, denn durch dieses Tor war die faustdicke Überraschung noch näher gerückt. 13 Minuten später, um Punkt 17.24 Uhr am Sonntagnachmittag, war sie perfekt. Der Fußball-Bezirksligist hatte den Oberligisten SV Schermbeck aus dem Pokal gekickt. Und das Beste daran: Der 2:0 (1:0)-Sieg der Johannländer war vollkommen verdient.

„Das war eine überragende, geile Mannschaftsleistung von uns“, jubilierte Salchendorfs Coach Thomas Scherzer, dessen Team seine taktischen Vorgaben hervorragend umsetzte, diszipliniert spielte und vor allem eine ganz große Portion Herz und Leidenschaft in die Waagschale warf. Besonders bemerkenswert: Auch in punkto Tempo war kein Unterschied zwischen dem Bezirksligisten und dem Oberligisten zu erkennen. „Wir haben gut verteidigt und nicht viel zugelassen. Und auf der anderen Seite ist es uns gelungen, immer wieder Chancen herauszuspielen. Das war bärenstark, was die Jungs heute gezeigt haben“, lobte Scherzer sein Team in den höchsten Tönen.

Genauso euphorisch war Kapitän Thomas Klöckner, der nach 34 Minuten eine Flanke von Dennis Neuser per Direktabnahme zur 1:0-Führung ins Netz geballert hatte: „Riesenkompliment an die Mannschaft. Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute toll gefightet und zudem auch spielerische Akzente gesetzt. Wir waren unheimlich giftig und gallig“, sagte der Spielführer, während seine Teamkollegen um „Einpeitscher“ Dustin Lohmann den Pokal-Coup lautstark mit den Zuschauern feierten. Apropos Dustin Lohmann: Der Schlussmann der „Germanen“ musste nur einmal sein Können unter Beweis stellen, als er einen Schuss des eingewechselten Eugene Ofosu-Ayeh mit einer sehenswerten Flugeinlage aus dem Winkel kratzte (71.). Ansonsten wurde der Keeper nicht ernsthaft geprüft. Zwar legten die favorisierten Gäste nach dem Seitenwechsel einen Gang zu, doch wirklich brenzlig wurde es vor dem Salchendorfer Gehäuse nur höchst selten  –  zu leidenschaftlich verteidigten die Hausherren, die zudem immer wieder blitzschnell umschalteten und Chancen kreierten. In der Nachspielzeit hätten die Germanen sogar fast noch einen drauf gesetzt, doch der Schlenzer von der Strafraumkante des eingewechselten Robin Kilic klatschte an die Latte.

Kurz darauf sah Schermbecks Maik Habitz wegen Meckerns noch die Gelb-Rote Karte, so dass es ein rundum „gebrauchter Tag“ war für die Gäste aus dem Kreis Wesel. Während die Schermbecker das „Wüstefeld“ gefrustet verließen, herrschte bei den Salchendorfern Feierstimmung – und der nächste „Festtag“ steht schon bevor. Denn in der 2. Runde des Westfalenpokals treffen die Blau-Weißen auf den SV Rödinghausen. Scherzer: „Ein Regionalligist hier bei uns am Wüstefeld. Was will man mehr?“
So weit wollte freilich nach dem Spiel noch niemand in die Zukunft schauen, erst mal war Feiern angesagt. Die Sause hatten sich die Germanen genauso verdient wie den Sieg gegen den drei Klassen höher spielenden SV Schermbeck.

Autor:

Uwe Bauschert (Redakteur) aus Siegen

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