Moderne Sportstätte 2022
Zwölf Netphener Vereine erhalten 316015 Euro

Mike Klöckner, Vorsitzender des Schützenvereins Sohlbach, präsentiert die Förderplakette seines Vereins, der 22 232 Euro für 
elektronische Luftgewehrstände und die Umrüstung auf elektronische Stände erhält.
  • Mike Klöckner, Vorsitzender des Schützenvereins Sohlbach, präsentiert die Förderplakette seines Vereins, der 22 232 Euro für 
elektronische Luftgewehrstände und die Umrüstung auf elektronische Stände erhält.
  • Foto: Foto: Carsten Loos
  • hochgeladen von René Gerhardus (Redakteur)

carlo Netphen. Die Fußballer von Germania Salchendorf und vom TuS Erndtebrück können ein Lied von diesem besonderen Umstand singen. Als sich die beiden Clubs im September letzten Jahres in Hainchen zum Kreispokal-Endspiel gegenüber standen, konnten sie nicht einfach über ein paar wenige Meter aus der Umkleidekabine hinaus auf den Platz spurten. Vor und nach dem Finale mussten sie einen Spaziergang hinüber zur Johannlandschule machen. Die Umkleide- und Sanitärräume auf dem Areal des TuS Johannland standen damals nicht zur Verfügung.

TuS Johannland will im Herbst fertig sein

Wer nun in der bald anlaufenden Saison in Hainchen zu Gast ist, wird vorerst auf den Spuren von Salchendorf und Erndtebrück wandeln – zur Schule in der Nachbarschaft der Sportanlage. Inzwischen hat der TuS Johannland nämlich begonnen, die Umkleide- und Sanitärräume zu sanieren. „Bis zum Herbst wollen wir fertig sein“, sagte jetzt Lothar Seelbach. Die Kabinen für die Heim- und Gästeteams und die Schiedsrichter sollen erneuert, eine Lüftungsanlage eingebaut, Duschen und Toiletten ersetzt und Trennwände neu installiert werden, so der Vereinsvorsitzende.
68439 Euro hat der TuS Johannland für die Baumaßnahmen aus dem Landes-Programm „Moderne Sportstätte 2022“ erhalten. Das sind 87 Prozent der geplanten Baukosten. 13 Prozent müssen die Vereine selbst beisteuern. „Bei uns sind das Geld und jede Menge Eigenleistungen“, sagte Seelbach.
Insgesamt zwölf Vereine aus Netphen hatten sich für die Fördergelder des Landes Nordrhein-Westfalen beworben. 316015 Euro flossen nach Netphen. 2019 sei der Stadtsportverband (SSV) Netphen erstmals mit dem Thema „Moderne Sportstätte 2022“ konfrontiert worden, erinnerte Hans-Joachim Werthenbach, als sich jetzt die Vereine zur Übergabe der Projekt-Plaketten am Schützenhaus in Sohlbach trafen. Der SSV-Vorsitzende freute sich: „Es hat geklappt.“ Über 4,5 Millionen Euro wurden insgesamt im Kreis Siegen-Wittgenstein ausgeschüttet.

Haardt sieht weiterhin "großen Bedarf"

Netphens Bürgermeister Paul Wagener lobte die Zusammenarbeit von Kreissportbund (KSB) Siegen-Wittgenstein, SSV und Vereinen: „Ihr habt einen Konsens im Sport gefunden und das selbst hingekriegt.“ Die jetzigen „prima Projekte“ machten die Sportstätten „ein Stück zukunftsfest“, sagte er, betonte aber auch: „Bei weitem ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht.“ Auch Ottmar Haardt sieht weiterhin „einen großen Bedarf“. Der KSB-Vorsitzende, der sich laut Wagener „viel in Staatskanzlei und Ministerien herum getrieben“ habe, blickte voraus auf das neue Ergänzungsprogramm („Die 2. Stufe, ganz frisch“) zu „Moderne Sportstätte 2022“. Noch einmal eine halbe Million Euro stehen dem KSB daraus zur Verfügung, diesmal für Outdoorsport-Aktivitäten. „Das ist viel Geld, aber auch wenig Geld“, betonte der Sprecher der westfälischen Sportbünde. Weshalb der KSB plane, statt des Gießkannenprinzips „zwei, drei Leuchtturm-Projekte zu finanzieren“.

Sechs der zwölf Projekte bei Schützenvereinen

Dass sich letztlich nur zwölf Vereine für die Fördergelder beworben haben, habe ihn nicht überrascht, räumte der SSV-Chef Werthenbach ein. Viele Vereine würden sich nicht damit beschäftigen, „was möglich ist“. Die Fördertöpfe seien derzeit „rappelvoll“, mahnte er: „Man muss sich darum kümmern.“ Wie etwa um jene 5000 Euro, die gerade jeder Verein als Corona-Starthilfe beantragen könne. Überdies ist es für Werthenbach kein Zufall, dass sechs der zwölf Projekte in Netphen bei Schützenvereinen angesiedelt sind. „Die sind sehr auf sich selbst gestellt“, erklärte der Ex-Vorsitzende der Schützen in Brauersdorf, „und packen selbst an.“

Pappstreifen haben in Sohlbach als Ziel ausgedient

So freut sich der Vereinsvorsitzende Mike Klöckner, dass sie beim Schützenverein Sohlbach seit den Corona-Lockerungen unlängst wieder unter dem Dach des Dorfgemeinschaftshauses schießen dürfen – auf einer runderneuerten Luftgewehr-Anlage. 22232 Euro Fördergelder plus Eigenleistungen investierte der Verein in einen neuen Brandschutz und die sechs elektronischen Stände. Pappstreifen als Ziel haben ausgedient in Sohlbach, fortan werden die Treffer digital erfasst und angezeigt. Ein Volltreffer , das Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“.

Autor:

Carsten Loos

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