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Esther Münch begeisterte als Walli mit „Verstecken gildet nich“
Vertuschungsstrategien!

Putzfrau Walli alias Esther Münch hatte die Lacher in Neunkirchen mit ihrer Versteckspieldemaskerade auf ihrer Seite.
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  • Foto: Rolf Henrichs
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roh Neunkirchen. „Man sieht nur, was man weiß!“ So wusste schon Johann Wolfgang von Goethe zu schreiben. Von daher ist Wissen Macht, weil man nur so erkennt, wenn der andere einem etwas vormacht. Esther Münch alias Waltraud Ehlert alias Reinigungsfachkraft Walli legte in diesem Sinne am vergangenen Samstag im Neunkirchener Otto-Reiffenrath-Haus in ihrem Programm „Verstecken gildet nich!“ so manches menschliche Versteckspiel mit großem Spaßfaktor offen. So wie die Besucher am Platz ihre Maske abziehen durften, nahm Münch so mancher menschlichen Attitüde die Maske ab.
Waltraud, in schwerer Ehe verheiratetWalli bezeichnete sich als „Mathegraupe“ und brauchte daher Spickzettel, um zurecht zu kommen.

roh Neunkirchen. „Man sieht nur, was man weiß!“ So wusste schon Johann Wolfgang von Goethe zu schreiben. Von daher ist Wissen Macht, weil man nur so erkennt, wenn der andere einem etwas vormacht. Esther Münch alias Waltraud Ehlert alias Reinigungsfachkraft Walli legte in diesem Sinne am vergangenen Samstag im Neunkirchener Otto-Reiffenrath-Haus in ihrem Programm „Verstecken gildet nich!“ so manches menschliche Versteckspiel mit großem Spaßfaktor offen. So wie die Besucher am Platz ihre Maske abziehen durften, nahm Münch so mancher menschlichen Attitüde die Maske ab.

Waltraud, in schwerer Ehe verheiratet

Walli bezeichnete sich als „Mathegraupe“ und brauchte daher Spickzettel, um zurecht zu kommen. Formeln standen bei ihr am Bein, in der Annahme, dass kein Lehrer sich traute zu verlangen, dass sie den Rock hochhebt. Waltraud, die seit 45 Jahren in schwerer Ehe mit Willi verheiratet ist, erzählte von der Ordnungsvortäuschzeremonie bei drohendem Besuch nach dem Motto: Wir packen alles in die Kammer. Zumindest einige Zuschauer schienen sich zu erinnern … Eine Sonnenbrille ist das probate Mittel, um Augenringe zu verstecken und Augenkontakte zu vermeiden, so die echte Ruhrpöttlerin. Im Schwimmbad hat Walli Erfahrungen mit einem erglatzten Mann gemacht, dessen ultralanger Haarbüschel zum Bedecken seines „Kahlschlags am Kopf“ ihre Position verlassen und sich in ihrem Badeanzug verfangen hatte.
„Politiker verstecken das Heute hinter dem Gestern und Morgen“, so die Kabarettistin: Nebelsprech heißt die Politikersprache, die Waltraud Ehlers eindrucksvoll demonstrierte, indem sie zwei Zuschauerinnen einbezog, die Fragen an die Politikerin Walli stellten. Esther Münch forderte in einem ganz persönlichen Statement mit Vehemenz von Politikern Leidenschaft und Einsatz für ihre Aufgaben ein, wofür sie von den Bürgern Interesse, Informiertsein und Wählengehen erwarten könnten.

Vermeidungsstrategien aufgedeckt

Walli erläuterte im Lauf der „Demaskerade“ auch die innerlichen Versteckspiele von Menschen, sei es durch ihr Pokerface, falsche Identitäten oder niedere Beweggründe, um Aufgaben aus dem Weg zu gehen, wie z. B. beim Spülmaschineausräumen. Hinter der Fassade von „gesundheitlich wertvoll“ steckt oft die Geldgier, so Putzfrau Walli, die den Wert von „glutenfreien Bananen“, die eine Frau freudenstrahlend erworben hatte, sehr stark in Frage stellte. Aufgetuffte Haare, figurkorrigierende Unterwäsche, aber auch Beispiele aus dem Tierreich weiteten den Blick der Zuschauer in Richtung Vertuschungsstrategien.
Zum Schluss verwandelte sich Putzfrau Walli mit „Schickmachzeug“ in die Diva Esther Münch, um mit kräftigem Alt zu singen: „Verstecken gilt nicht, was wird sonst aus der Welt?“ Die Kabarettistin mit herzerfrischendem Ruhrpottslang impfte zugleich in ihrem zweistündigen Programm das vergnügte Publikum bestens auf ihre eigene, humorvolle Art, frei nach dem Motto: „Mit Lachen das Immunsystem aufpeppen und das ganz ohne Stechen!“

Autor:

Rolf Henrichs (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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