Kommunalwahl (mit Kommentar)
90 Prozent für Dr. Bernhard Baumann in Neunkirchen

Mit diesem deutlichen Resultat hatte Neunkirchens Bürgermeister Dr. Bernhard Baumann, neben ihm seine Ehefrau Claudia, nicht gerechnet.
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  • Foto: Alexander Kollek
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

ako Neunkirchen. Es ist ein souveränes Ergebnis: Nachdem Dr. Bernhard Baumann (parteilos) schon bei der Wahl des Bürgermeisters im Jahr 2014 über 90 Prozent der Stimmen für sich gewonnen hatte, erreichte er am Sonntag ein ähnlich deutliches Resultat. 4536 Neunkirchener setzten ihr Kreuzchen für den 46-Jährigen. Von insgesamt 5027 gültigen Stimmen erhielt der gebürtige Kasseler somit etwas mehr als 90 Prozent der Ja-Stimmen, lediglich 9,77 Prozent votierten für nein. Für den alten und neuen Amtsinhaber, der in der Gemeinde Neunkirchen als einziger für die Wahl des Bürgermeisters kandidierte und dabei von allen Parteien unterstützt wurde, ein großer Erfolg.

Bernhard Baumann sieht sich bestätigt

Die Stimmung im großen Saal des Rathauses an der Bahnhofstraße war am Abend dementsprechend euphorisch: „Ich bin überwältigt. Für mich ist das eine Bestätigung der gemeinsamen konsensorientierten Politik mit dem Rat und der Verwaltung“, erklärte der Bürgermeister im Gespräch mit der SZ. Mit diesem deutlichen Ergebnis habe der 46-Jährige, der nun seine dritte Amtszeit antritt, aber nicht gerechnet. Die viele Zustimmung will Dr. Bernhard Baumann nun als „Ansporn“ nutzen. Heute hat er bereits einen Termin, um die geplante Umgestaltung der Ortsmitte weiter voranzutreiben.
Bei der Neunkirchener Ratswahl holte die SPD mit über 37 Prozent knapp vor der CDU (34,23) die meisten Stimmen. Bei der Sitzverteilung erhalten beide Parteien jedoch – wie zuvor – zehn Sitze. Für die FDP gewann Friedrich Wenzelmann im Wahlbezirk Struthütten Nord ein Direktmandat: „Das hat es seit vielen Jahren nicht gegeben“, hieß es aus den Reihen der Partei, die ihre Sitzanzahl von zwei auf vier verdoppeln konnte. Die Grünen erhielten über 15 Prozent der Stimmen, im Rat kommen sie aber ebenfalls auf vier Sitze.

Kommentar: Keine Wahl Zugegeben: Für die Neunkirchener Parteien gab es wenig Gründe, andere Kandidaten als den amtierenden Bürgermeister aufzustellen. Dr. Bernhard Baumann hat die Gemeinde in den vergangenen beiden Amtszeiten wieder in die Spur gebracht. Die Finanzen wurden konsolidiert, der Haushalt wurde wieder in Ordnung gebracht. Mit Medi+Vital und dem Quartier N wurden Akzente in der gesundheitlichen sowie in der Nahversorgung gesetzt. Bei der Neuordnung der Schullandschaft wurde am Ende ein Konsens gefunden und ein Burgfrieden zwischen den Parteien geschlossen. Die geplante Entwicklung der Ortsmitte stößt offensichtlich auf Gegenliebe. Und nicht zuletzt ist der zweifache Familienvater in der Bevölkerung beliebt. Dennoch: Demokratie bedeutet, eine Wahl zu haben. Die hatten die Neunkirchener bei ihrem Bürgermeister nicht. Gerade in Zeiten, in denen die Meinung „Die da oben sind alle gleich“ offensichtlich auf fruchtbaren Boden fällt und der Ruf nach sogenannten Alternativen vermehrt nachgeäfft wird, hätte man ein Zeichen setzen und das Bild des mutmaßlichen „politischen Einheitsbreis“ zurechtrücken können – auch wenn das mit Blick in die Wahlprogramme wohl ein schwieriges Unterfangen gewesen wäre. Unterschiede müssen zwischen der allgemeinen Liebeserklärung an den Radverkehr und gleichlautenden Allgemeinplätzen manchmal schon mit der Lupe gesucht werden. Ein eigener Bürgermeister-Kandidat, der sein eigenes Profil einbringt und das „seiner“ Partei schärft, belebt die Demokratie und bietet echte Alternativen – gerade dort, wo die Wahlbeteiligung nur noch unter 50 Prozent liegt.
Autor:

Alexander Kollek

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