Aktivparcours und Café

mom Neunkirchen. In der Gemeinde Neunkirchen fehlt es an attraktiven Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche. Das ist das Ergebnis einer Projektarbeit, die auf einem Fragebogen basiert, den der Arbeitkreis WAFF (Wir arbeiten für Familien) an 1700 acht- bis 18-jährige Neunkirchener geschickt hatte. Sie wurde gestern im Ausschuss für Sport, Soziales und Jugend vorgestellt. Dank des engagierten Werbens der Projektgruppe – Auszubildende der gehobenen Verwaltungsebene aus der Gemeinde Neunkirchen, der Stadt Siegen und dem Märkischen Kreis unter der Leitung von Prof. Dr. Christoph Erdenberger – konnten nach einer außergewöhnlich hohen Rücklaufquote von 30 Prozent insgesamt 500 Fragebögen ausgewertet werden.

Unterteilt war die Befragung in zwei Altersgruppen: 8 bis 11 Jahre und 12 bis 18 Jahre. In der jüngeren Gruppe nannten die meisten Kinder, dass sie in ihrer Freizeit auf jeden Fall Spaß haben wollen und sich am liebsten draußen mit Freunden treffen möchten. Außerdem legt diese Altersgruppe Wert darauf, aktiv und kreativ tätig zu sein, Sport hat einen hohen Stellenwert. Vermissen tun die Acht- bis Elfjährigen in Neunkirchen schöne Plätze in der Ortsmitte, an denen sie mit ihren Freunden aktiv sein können. Viele Mädchen wünschten zudem einen Ort, an dem sie sich kreativ betätigen können. Die Projektgruppe stellte dem Ausschuss eine „sportliche und zentrale“ Lösung vor. Im Bereich Bitzegarten stellt man sich einen Bolzplatz mit angrenzendem Aktivparcours vor, auf dem die Kinder durch hochwertige Klettergerüste nicht nur ihren Drang nach Bewegung ausleben können, sondern gleichzeitig eine Möglichkeit haben, ihre Geschicklichkeit und Motorik zu trainieren. Der recht detailliert erarbeitete Vorschlag würde mit rund 20 500 Euro zu Buche schlagen. Die jugendlichen Befragten äußerten ganz ähnliche Wünsche. Auch hier stehen Spaß und Freunde im Mittelpunkt, an dritter Stelle lag der Wunsch nach der Ausleihmöglichkeit aktueller Filme und DVDs. Man wünscht sich einen von Wetter und Jahreszeiten unabhängigen Treffpunkt in der Ortsmitte, etwa ein Café. Nur sollten hier die Preise für Getränke und Snacks im Rahmen des Budgets der Heranwachsenden liegen. Die Projektgruppe sieht dafür eine Möglichkeit in den oberen Räumen des Bürgerbüros mit der Dachterrasse. Geringe Umbauten und ein separater Zugang könnten hier für eine Trennung von der Bibliothek sorgen. Kostenpunkt: 50 000 Euro.

Die Ausschussmitglieder zeigten sich beeindruckt von der hervorragend ausgearbeiteten Studie und waren sich auch einig, dass man es nun endlich in Neunkirchen angehen wolle, den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen entgegen zu kommen. Bleibt die Kostenfrage zu klären.

Der Arbeitskreis WAFF wurde beauftragt, die Ideen der Projektgruppe jetzt weiter zu entwickeln.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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