Alpine Pracht in Struthütten

Wilfried Sander ist stolz auf seinen reich blühenden Alpen-Frauenschuh.  Fotos: mom

mom Struthütten. „So wie in diesem Jahr hat sie noch nie geblüht.“ Sichtlich stolz zeigt der Gartenliebhaber Wilfried Sander auf das Schmuckstück in seinem Garten am Malscheider Weg: einen Alpenfrauenschuh (Cypripedium calceolus), eine Orchidee aus dem Hochgebirge, die er vor drei Jahrzehnten aus einem speziellen Akklimatisierungsgarten von einer Reise mitgebracht hatte. Rund 30 Jahre steht die Staude nun schon im Struthüttener Vorgarten, blüht in jedem Frühjahr auf und erfreut ihren Besitzer.

Aber in diesem Jahr hat sich die betagte Pflanze selbst übertroffen: 26 Blüten zählte Wilfried Sander an seinem Liebling. Er pflegt ein sogenanntes Alpinum, einen Steingarten, der speziell auf die Bedürfnisse der Pflanzen des Hochgebirges zugeschnitten ist. Große Steine, dazwischen Erde, die auf die Pflanzen abgestimmt wird, bilden die Basis für diese beliebte Form des Steingartens. Wichtig ist dem Naturfreund, dass er keine Pflanzen aus der Natur entnommen hat. „Das geht ohnehin meist schief“, weiß der erfahrene Hobbygärtner. Der Frauenschuh, der heute am Fuß der Malscheid so herrlich blüht, wurde vor rund 30 Jahren in einem speziellen Alpengarten akklimatisiert. Dort werden die Pflanzen auf die Umsiedlung in den Hausgarten vorbereitet. Denn nach einer Umsiedlung von einem Wildstandort in den heimischen Garten (was illegal ist), sterben die Pflanzen eigentlich immer ab. Deshalb macht sich der Blumenfreund auch keine all zu großen Sorgen, dass man sein Schmuckstück ausgraben könnte: „Da hätte der Dieb keine Freude dran, nach so vielen Jahren wird sie nicht mehr an einem anderen Standort anwachsen.“

Hier im Struthüttener Garten jedoch hat die alpine Orchidee gute Chancen, noch einige Jahre immer wieder von neuem auszutreiben. In Gesellschaft von Steinbrech, Silberwurz und zahlreichen Sempervivum-Arten (Hauswurz) fühlt sich der Alpenfrauenschuh hier offensichtlich mittlerweile heimisch. Wer den Frauenschuh noch blühend sehen möchte, sollte in den kommenden Tagen auf seinem Spaziergang den Malscheider Weg einplanen, die Vorgartenschönheit ist von der Straße aus zu sehen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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