Berufliche Perspektive für Jugendliche

Bau der Stahlkonstruktionen für Lärmschutzwände in Wilnsdorf und Wilden gegen Arbeitslosigkeit

Neunkirchen. Bereits vor einiger Zeit wurde im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für arbeitslose Jugendliche der erste 140 Meter lange, begrünte Abschnitt einer Lärmschutzwand von der Kreuzung B54/L722 bis zur Höhe des Wilnsdorfer Bauhofes fertiggestellt.

In diesen Tagen werden nun die verzinkten Stahlkonstruktionen für den 312 Meter langen zweiten Abschnitt dieser Lärmschutzwand aufgestellt. Als Auftraggeber bemüht sich die Gemeinde Wilnsdorf in Zusammenarbeit mit der Arbeitsamts-Außenstelle Burbach und der INAB-Beschäftigungsgesellschaft des Berufsfortbildungswerkes um dieses Unternehmen.

Hans Berger, Ausbildungsleiter des Berufsförderungswerkes, Walter Wagener von der Arbeitsamts-Außenstelle Burbach, Schweißfachmann Dieter Boer und Karl Schmidt, Bürgermeister von Wilnsdorf, diskutierten am Mittwoch in den Räumen der Schweißerwerkstatt der INAB in Neunkirchen Maßnahmen und Ergebnisse des Projekts. „Bereits durch die erste Arbeitsmaßnahme, an der 13 Jugendliche teilgenommen hatten, fanden später zehn junge Menschen eine Arbeitsstelle”, betonte Hans Berger. „Hier haben die Auszubildenden 400 Stahlgerüste für die Trägerkonstruktionen zusammengebaut, von denen bereits im ersten Abschnitt 150 aufgestellt werden konnten.”

Seit Anfang Mai dieses Jahres wurde mit der zweiten Arbeitsbeschaffungsmaßnahme mit acht arbeitslosen Jugendlichen in der Schweißerwerkstatt begonnen. Innnerhalb eines Jahres sollen diese nun auf die konkrete Arbeitswelt vorbereitet werden und gleichzeitig Arbeitstechniken im Schweißerhandwerk erlernen. Nach Ablauf dieser Ausbildung soll es ihnen dann möglich sein, eine Schweißerprüfung abzulegen. „Darüber hinaus ermöglicht diese Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, dass alle Teilnehmer später bestimmte abnahmepflichtige Schweißarbeiten durchführen können”, erklärte Dieter Boer.

In der Schweißerwerkstatt der INAB, die eigens für die Verwirklichung der Lärmschutzmaßnahmen genutzt wird, wurden im September die noch ausstehenden Stahlgerüste gebaut und in Wilnsdorf montiert. Zur Zeit stellen die Auszubildenden weitere 170 Stahlgerüste für eine Lärmschutzwand in Wilden an der L 722 fertig. „Im Qualifizierungsteil der Maßnahme”, so Walter Wagener, „lernen sie unter Anleitung eines Schweißfachmanns Bohren, Sägen, Gewindeschneiden und verschiedene Schweißverfahren.” Nach dem Erwerb der notwendigen Schlüsselqualifikationen sei das Arbeitsamt gemeinsam mit den Partnern dieses Projekts bemüht, auch die jetzigen Auszubildenden später in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Mit Abschluss aller Arbeiten werden dann 630 Stahlstützen einer Konstruktion für eine insgesamt 500 Meter lange Schallschutzwand fertiggestellt und montiert sein.

Bürgermeister Karl Schmidt fügte hinzu, dass als Vorteile dieser Unternehmungen der Lärmschutz für die Bevölkerung zu nennen sei, gleichzeitig aber auch die berufliche Perspektive, die man arbeitslosen Jugendlichen biete.

Die Finanzierung der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen erfolgt aus dem Jugendprogramm des Bundes. Insgsamt belaufen sich die Kosten der Maßnahme auf rund 500000 DM, von denen die Gemeinde Wilsndorf etwa 200000 DM trägt. Für den Fall, dass das Jugendsonderprogramm auch im Jahr 2001 genutzt werden kann, ist bereits eine Maßnahme mit Jugendlichen im Bereich „Garten- und Landschaftsbau” in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Neunkirchen geplant.

vg

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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