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Heimatverein Neunkirchen mit Idee für Café Heimann
Bier statt Kaffee und Kuchen

Der Heimat- und Verschönerungsverein rund um den Vorsitzenden Achim Greis hat für das ehemalige Café Heimann schon konkrete Pläne.
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  • hochgeladen von Marc Thomas

tile Neunkirchen. Hinter den abgeklebten Fenstern des alten Cafés Heimann könnte es in absehbarer Zeit emsig zu Werke gehen. Im vergangenen Jahr kaufte die Gemeinde der Familie Podzimek das Fachwerkhaus an der Ecke Kölner Straße / Kirchstraße ab, um das Gebäude auf lange Sicht in die Planungen der neuen Ortsmitte mit einbeziehen zu können. Nun aber hat der Heimat- und Verschönerungsverein Neunkirchen ein Auge auf das Objekt geworfen, um dort eine Ehrenamtskneipe mit klassischem Thekenbetrieb (ohne Küche) und etwa 30 bis 40 Sitzplätzen einzurichten.

Vor zwei Jahren wurde die Idee geboren, erinnert sich Achim Greis. Im ehemaligen Verkaufsraum des Cafés macht der Vorsitzende des Heimatvereins aus seiner anfänglichen Skepsis keinen Hehl. „Ob das läuft?

tile Neunkirchen. Hinter den abgeklebten Fenstern des alten Cafés Heimann könnte es in absehbarer Zeit emsig zu Werke gehen. Im vergangenen Jahr kaufte die Gemeinde der Familie Podzimek das Fachwerkhaus an der Ecke Kölner Straße / Kirchstraße ab, um das Gebäude auf lange Sicht in die Planungen der neuen Ortsmitte mit einbeziehen zu können. Nun aber hat der Heimat- und Verschönerungsverein Neunkirchen ein Auge auf das Objekt geworfen, um dort eine Ehrenamtskneipe mit klassischem Thekenbetrieb (ohne Küche) und etwa 30 bis 40 Sitzplätzen einzurichten.

Vor zwei Jahren wurde die Idee geboren, erinnert sich Achim Greis. Im ehemaligen Verkaufsraum des Cafés macht der Vorsitzende des Heimatvereins aus seiner anfänglichen Skepsis keinen Hehl. „Ob das läuft?“ Erst ein Besuch des „Feierabendbiers“ im Burbacher „Römer“ habe ihn überzeugt. Dort hat der Heimatverein „Alte Vogtei“ eine solche Bürgerkneipe erfolgreich etabliert. „Was in Burbach funktioniert, muss auch in Neunkirchen funktionieren“, ist sich Achim Greis inzwischen sicher.

Ehrenamtler wittern Geschäft

Zunächst gab es Bestrebungen, das neue Angebot am Heimatmuseum im Leyhof einzurichten – mit herrlichem Blick auf den Ort. Wirklich „Feuer und Flamme“ sei man im Heimatverein aber nicht gewesen, verrät der Vorsitzende. Die Leute müssten „hoch auf den Berg“ kommen; für manchen potenziellen Gast wäre das zu beschwerlich oder einfach zu weit weg vom Zentrum. Als die Kommune das alte Café Heimann kaufte, witterten die Ehrenamtler ein Geschäft. „Es gibt nichts Idealeres: direkt in der Ortsmitte, das Ambiente verspricht, dass hier eine schöne, gemütliche Kneipe entstehen kann“, schwärmt der Vereinsvorsitzende.

Und so könnte es laufen: Einmal in der Woche (freitags) öffnet die Ehrenamtskneipe seine Pforte, hinter der Theke stehen wöchentlich wechselnde Teams (à ca. drei Personen), die beispielsweise von den örtlichen Vereinen oder Gruppen gestellt werden. Die Einnahmen fließen zur Bewirtschaftung der Kneipe an den Heimatverein, das Trinkgeld behalten die Theken-Trupps bzw. Vereine. Diese hätten bereits Bereitschaft signalisiert zu helfen, so Achim Greis. Und das Wichtigste: „Die Resonanz in der Bevölkerung ist groß.“ Läuft es gut, könnte das Angebot erweitert werden: Treffs für Jugendliche, Mutter-Kind-Café mit Spielecke, Seniorentreff, Vereinsstammtische, private Feiern.

Ehrenamtler haben Hausaufgaben gemacht

Natürlich kann der Heimatverein die Rechnung nicht ohne den Wirt machen. Heißt: Gemeinde und Politik müssen zustimmen. Ihre Hausaufgaben haben die Ehrenamtler gemacht. Der Plan für einen möglichen Umbau liegt vor, für die Kosten in Höhe von 100 000 Euro wurde ein Antrag auf Fördermittel aus dem Leader-Programm gestellt (65 Prozent der Kosten) – „vorbehaltlich der politischen Entscheidung“, betont Achim Greis. Er hofft aber auf Rückendeckung, denn „mit vertretbarem Aufwand kann man das Café wieder auf Vordermann bringen“. Das wäre wichtig für die Dorfgemeinschaft, denn „es gibt ja sonst nichts mehr in Neunkirchen“.

Im Bauausschuss wurde das Ansinnen am Montagabend einstimmig befürwortet. Zudem soll die Gemeinde selbst 31 500 Euro für den Umbau in die Hand nehmen. Jetzt stehen nur noch die Beschlüsse des Schul- und des Hauptausschusses (derzeit Corona-bedingt mit Ratsbefugnissen) aus.

Autor:

Tim Lehmann (Redakteur) aus Siegen

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