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Mobilitätskonzept für Neunkirchen
Bürger wünschen sich Umgestaltung des Bahnhofs

Im Mobilitätskonzept gibt es zahlreiche Vorschläge für Maßnahmen. Die Neunkirchener finden, dass zunächst der Bahnhof umgestaltet werden sollte.
  • Im Mobilitätskonzept gibt es zahlreiche Vorschläge für Maßnahmen. Die Neunkirchener finden, dass zunächst der Bahnhof umgestaltet werden sollte.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

sp Neunkirchen. Wie kann sich die Mobilität in Neunkirchen verändern? Diese Frage stellte sich die Gemeindeverwaltung und holte sich für die Erstellung eines kommunalen Mobilitätskonzeptes die „Energielenker Beratungsgesellschaft“ aus Greven mit ins Boot. Bürger, Vereine und Verbände wurden mit eingebunden. Sie äußerten über verschiedene Wege, wo es hakt und welche Lösungen es geben könnte. Rund 100 Rückmeldungen aus der Hellergemeinde erreichten die Konzeptersteller. Die meisten Anmerkungen kamen zur Ortsmitte/Bitzegarten, dem Tunnelbereich an der Hohenseelbachstraße, dem Kreuzungsbereich Bahnhofstraße/Am Lohbau und zum Bahnhof. „Jeder, der schon mal in Neunkirchen am Bahnhof war, weiß um die Situation“, fasste es Niclas Töns von den Energielenkern zusammen.

sp Neunkirchen. Wie kann sich die Mobilität in Neunkirchen verändern? Diese Frage stellte sich die Gemeindeverwaltung und holte sich für die Erstellung eines kommunalen Mobilitätskonzeptes die „Energielenker Beratungsgesellschaft“ aus Greven mit ins Boot. Bürger, Vereine und Verbände wurden mit eingebunden. Sie äußerten über verschiedene Wege, wo es hakt und welche Lösungen es geben könnte. Rund 100 Rückmeldungen aus der Hellergemeinde erreichten die Konzeptersteller. Die meisten Anmerkungen kamen zur Ortsmitte/Bitzegarten, dem Tunnelbereich an der Hohenseelbachstraße, dem Kreuzungsbereich Bahnhofstraße/Am Lohbau und zum Bahnhof. „Jeder, der schon mal in Neunkirchen am Bahnhof war, weiß um die Situation“, fasste es Niclas Töns von den Energielenkern zusammen.

Maßnahmen in Neunkirchen werden priorisiert

Gemeinsam mit Fabian Wagner stellte er am Montagnachmittag die Grundlagen für das Mobilitätskonzept auf der Abschlussveranstaltung vor. Diese fand via Videokonferenz statt, an der rund 40 Personen aus unterschiedlichen Bereichen, darunter auch Politik, Wirtschaft und Verkehr, teilnahmen. Die Neunkirchener konnten sich erneut mit einbringen und abstimmen. Ziel des Abends war die Priorisierung der Maßnahmen, die die Energielenker nach den Ergebnissen der Bestandsanalyse vorstellten.

Bahnhof Neunkirchen als "Sorgenkind"

Die Abstimmung lief über eine Art digitale Tafel, auf der die Teilnehmer ihre Klebepunkte an der entsprechenden Stelle setzen konnten – das klappte allerdings mal mehr und mal weniger gut. Die Energielenker boten an, dass die Stimmen auch per Mail an sie geschickt werden könnten.
Zwei bzw. drei Stimmen hatten die Teilnehmer bei der Priorisierung der Maßnahmen je Handlungsfeld. Im Folgenden werden die ersten drei Maßnahmen eines Handlungsfeldes genannt, die die Neunkirchener in ihrer Priorität vorne sehen:

  • Handlungsfeld Fußverkehr (insgesamt 53 Stimmen): Steigerung der Aufenthaltsqualität (17), Optimierung des kommunalen Fußwegenetzes (14), Verbesserung der Verkehrssicherheit im Fußverkehr (12).
  • Handlungsfeld Radverkehr (59 Stimmen): Optimierung des kommunalen Radverkehrsnetzes (13), Ausbau von geeigneter Radverkehrsinfrastruktur (12), Verbesserung der Verkehrssicherheit im Radverkehr (12).
  • Handlungsfeld Öffentlicher Personennahverkehr (44 Stimmen): Attraktivierung/Umgestaltung des Bahnhofs Neunkirchen (13), Optimierung des ÖPNV-Angebots (11), Ausbau Park-&-Ride- und Bike-&-Ride-Angebote (9).
  • Handlungsfeld motorisierter Individualverkehr (40 Stimmen): Verbesserung der Verkehrssteuerung/des Verkehrsflusses (23), Optimierung des ruhenden Verkehrs (13), Etablierung eines Parkleitsystems (4).
  • Handlungsfeld alternative Mobilität (52 Stimmen): Verknüpfung von Verkehrsträgern (14), Prüfung/Bau von Mobilstationen (11), Durchführung von Modellversuchen/Aktionstagen (7).
  • Handlungsfeld Mobilitätsmanagement (45 Stimmen): für Schulen (18), für Senioren (10), für Unternehmen (9).
  • Handlungsfeld Stadtplanung (41 Stimmen): Umgestaltung der Ortsmitte (20), die Neuorganisation des Bereichs Bitzegarten (7) lag gleichauf mit der Umgestaltung des Kreuzungsbereich Kölner Straße (7) und der Mobilitätsplanung in den Ortsteilen (7).

Politik Neunkirchen will demnächst beraten

Die Teilnehmer konnten neben der Priorisierung der Handlungsfelder und der einzelnen Maßnahmen dann noch einmal abstimmen, was ihnen von letztgenannten am wichtigsten ist. Die Veränderung des Bahnhofs stand mit sieben von insgesamt 37 Stimmen an erster Stelle, gefolgt von einem besseren kommunalen Radverkehrsnetz (7), der Umgestaltung der Ortsmitte (3) und einer besseren Verkehrssicherheit für Fußgänger (3). Die möglichen Handlungsmaßnahmen basieren auf den ermittelten Defiziten, die beispielsweise über die Online-Mängelkarte eingegangen waren. In Steckbriefen sollen die einzelnen Maßnahmen noch genauer erläutert werden. Das Mobilitätskonzept soll demnächst den politischen Gremien zur Beratung und Abstimmung vorliegen.

Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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