Dachstuhl brannte lichterloh

Wohnhausbrand in Neunkirchen/Zehn Bewohner fanden bei Verwandten eine Unterkunft

dibi Neunkirchen. Als Carola Christ gestern gegen 12 Uhr Essen auf ihrem Balkon abstellen wollte, traute sie ihren Augen nicht. Aus dem Dach des Nachbarhauses in der Pfarrau 14 schlugen meterhohe Flammen gen Himmel, eine dunkle Rauchwolke zog über ihren Kopf hinweg durchs Hellertal. Die Neunkirchenerin rief sofort ihren Mann. Frank Christ: »Ich bin sofort rübergelaufen um der Familie Aydin zu helfen. Doch da war nichts mehr zu machen.« Die Hausbewohner – zur Zeit des Ausbruchs befanden sich offenbar sechs Personen im Gebäude – hatten noch erste Löschversuche mit dem Pulverlöscher unternommen. Vergebens. Hier konnte nur noch die Feuerwehr helfen.

Unter der Leitung des stellv. Leiters der Neunkirchener Feuerwehren, Thorsten Schneider, rückten zunächst die Löschzüge aus Neunkirchen, Struthütten und Salchendorf im Wohngebiet zwischen Heller und Kölner Straße an. Nur mit schwerem Atemschutz konnten sich die Feuerwehrmänner in das mehrstöckige Wohnhaus zum Innengriff wagen. Unterdessen wurde die Drehleiter in Position gebracht. Immer wieder schlugen die Flammen durch das mittlerweile an mehreren Stellen zerborstene Pfannendach. Erst mit massivem Wassereinsatz bekamen die Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle. Die angrenzende Bäckerei war zum Glück nicht betroffen.

Wegen des großen Bedarfs an Atemschutzgeräteträgern wurden auch die Löschzüge aus Zeppenfeld, Wiederstein und Altenseelbach, außerdem noch die Rettungswache Wahlbach und die örtliche DRK-Bereitschaft alarmiert. Die Rotkreuzler kümmerten sich u.a. um die sichtlich geschockten Bewohner. Auch ein Feuerwehrmann musste laut Thorsten Schneider wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert werden.

90 Helfer im Einsatz

Rund drei Stunden lang hielt der Einsatz die insgesamt rund 90 Helfer in Atem. Nachdem das RWE den Strom abgeschaltet hatte, begann noch am Nachmittag ein Dachdeckerunternehmen mit der provisorischen Absicherung der zerstörten Dacheindeckung. Das Mehrfamilienhaus ist vorerst nicht bewohnbar. Wie Michael Hester vom Ordnungsamt der Gemeinde Neunkirchen gestern Nachmittag auf Nachfrage der SZ berichtete, haben die zehn Bewohner vorerst bei Verwandten eine Unterkunft gefunden. Die Kriminalpolizei nahm ebenfalls umgehend die Ermittlungen auf. Über Ursache und Schadenshöhe gab es bis zum Abend noch keine Informationen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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