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25 Jahre Schulsanitätsdienst der Realschule des Freien Grundes
Das Engagement stärkt die Menschlichkeit

Aufgeschürfte Knie, gezerrte Muskeln, verstauchte Knöchel, Übelkeit oder Schnitte – das zehnköpfige SSD-Team kümmert sich um die kleinen und großen Wehwehchen seiner Mitschüler. Sie sind die jüngste Generation engagierter Schüler, die sich seit 25 Jahren an der Realschule des Freien Grundes im Schulsanitätsdienst engagieren.
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  • Aufgeschürfte Knie, gezerrte Muskeln, verstauchte Knöchel, Übelkeit oder Schnitte – das zehnköpfige SSD-Team kümmert sich um die kleinen und großen Wehwehchen seiner Mitschüler. Sie sind die jüngste Generation engagierter Schüler, die sich seit 25 Jahren an der Realschule des Freien Grundes im Schulsanitätsdienst engagieren.
  • Foto: Tim Lehmann
  • hochgeladen von Tim Lehmann (Redakteur)

tile Neunkirchen. Mit einem Jahr „Verspätung“ feierten die Realschule des Freien Grundes und der DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein am Mittwoch das 25-jährige Bestehen des Schulsanitätsdienstes (SSD) an der in zwei Jahren auslaufenden Neunkirchener Schule. Damit handele es sich bei der Kooperation um die älteste, längste und kontinuierlichste Zusammenarbeit im gesamten DRK-Landesverband Westfalen-Lippe, stellte Friedrich Wenzelmann fest. Der Kreisrotkreuzleiter a. D. hatte das Projekt in den Jahren 1993/94 gemeinsam mit dem damaligen Ausbildungsleiter Wolgang Hartmann und seinerzeit verantwortlichen Schulleiter Armin Schneider vorantrieben.

tile Neunkirchen. Mit einem Jahr „Verspätung“ feierten die Realschule des Freien Grundes und der DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein am Mittwoch das 25-jährige Bestehen des Schulsanitätsdienstes (SSD) an der in zwei Jahren auslaufenden Neunkirchener Schule. Damit handele es sich bei der Kooperation um die älteste, längste und kontinuierlichste Zusammenarbeit im gesamten DRK-Landesverband Westfalen-Lippe, stellte Friedrich Wenzelmann fest. Der Kreisrotkreuzleiter a. D. hatte das Projekt in den Jahren 1993/94 gemeinsam mit dem damaligen Ausbildungsleiter Wolgang Hartmann und seinerzeit verantwortlichen Schulleiter Armin Schneider vorantrieben.

Zu den Gästen der Feierstunde im Foyer der Kopernikusschule, in der die Realschule inzwischen ihr Domizil hat, gehörten neben Neunkirchens Bürgermeister Dr. Bernhard Baumann sowie den beiden ehemaligen Schulleitern Armin Schneider und Joachim Steinebach auch DRK-Kreisvorstand Dr. Martin Horchler und Heinz-Wilhelm Upphoff, Vizepräsident des DRK-Landesverbandes, und die gesamte Schülerschaft, aus der das orangefarben gekleidete SSD-Team besonders herausstach.

Konzept der ehemaligen DDR übernommen

Nach einer Begrüßung durch Schulleiterin Petra Scholl als aktuelle Hausherrin, beschrieb Wenzelmann, wie es zu der Zusammenarbeit kam. Schon lange vorher habe das Rote Kreuz eine derartige oder ähnliche Kooperation mit den Schulen gesucht. Aber erst im Zuge der Wiedervereinigung und der Fusionsgespräche zwischen den beiden nationalen Rotkreuz-Gesellschaften sei Bewegung in die Sache gekommen. In der ehemaligen DDR sei der Schulsanitätsdienst fest etabliert gewesen. Unter ihrem damaligen Präsident Botho Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein entschieden die Rotkreuzler, das „gute Konzept“, wie Upphoff sagte, zu adaptieren und in den alten Bundesländern umzusetzen. Aktuell seien im Landesverband 4000 Schülerinnen und Schüler an 431 Schulen im Schulsanitätsdienst tätig.

Parallel zu diesen Überlegungen und inspiriert durch eine Fahrt zu einem DRK-Ortsverband im sächsischen Oderwitz, brachte Friedrich Wenzelmann die Idee mit in seine Heimatkommune. „Neunkirchen ist immer ziemlich rasch“, schmunzelte er über die Vorreiterrolle. Als Schulpflegschaftsvorsitzender habe er Armin Schneider einen SSD vorgeschlagen, der das Projekt sofort unterstützt habe. Der kürzlich verstorbene Hans-Joachim Ferbitz habe den Schulsanitätsdienst dann jahrelang als betreuender Lehrer mit viel Herzblut begleitet.

SSD-Schülerin der "ersten Stunde" feierte mit

Bürgermeister Baumann begrüßte den Einsatz des SSD-Teams. Dieses Engagement „stärkt das Miteinander, das Verantwortungsgefühl und die Menschlichkeit“, lobte er und dankte den aktuell, aber auch den vormals in diesem Bereich aktiven Schülerinnen und Schülern, „die sich in den Dienst der guten Sache gestellt haben“. Tatsächlich saß mit Corinna Lemberg eine Schulsanitätsdienst-Schülerin der „ersten Stunde“ im Publikum. Sie sei seinerzeit ehrenamtlich beim DRK aktiv gewesen, erklärte sie ihre damalige Motivation, sich dem SSD anzuschließen. Ihre Erfahrungen dabei hätten sie auch hinsichtlich ihrer beruflichen Ziele geprägt. Nach dem Fachabitur absolvierte sie eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester. Heute ist die 40-Jährige Bereichsleiterin in der DRK-Kinderklinik Siegen.

Lembergs „Erben“ – aktuell engagieren sich neun Mädchen und ein Junge im Schulsanitätsdienst – und Schulleiterin Petra Scholl nahmen von Heinz-Wilhelm Upphoff die Ehrenkunde des Landesverbands entgegen, Dr. Martin Horchler überreichte das Geschenk des Kreisverbands: ein Blutdruckmessgerät.

Autor:

Tim Lehmann (Redakteur) aus Siegen

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