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"Camper Jack" vermietet Fahrzeug für kulinarische Spritztour
Dolce Vita im "Speisewagen"

Iris und Ulf Marxmeier testen das Ambiente des Candle-Light-Dinner im Adria Matrix Plus 670. Dimitrios Zafiropoulos serviert dazu Leckereien aus seiner Küche im Restaurant Athen im Neunkirchener Ratskeller.
  • Iris und Ulf Marxmeier testen das Ambiente des Candle-Light-Dinner im Adria Matrix Plus 670. Dimitrios Zafiropoulos serviert dazu Leckereien aus seiner Küche im Restaurant Athen im Neunkirchener Ratskeller.
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tile Neunkirchen. Wohnmobil-Dinner sind in der Camper-Szene derzeit in aller Munde. Seit Beginn des „Lockdown light“ im November stehen die Stühle in den Restaurants wieder ungenutzt auf den Tischen. Zwar können die Gastronomen Gerichte zum Liefern oder Abholen zubereiten, aber Platz nehmen dürfen die Gäste in ihrem Lieblingslokal seit knapp vier Monaten nicht mehr. Wohl dem, der ein Mobilheim sein Eigen nennt, beim Küchenchef seiner Wahl vorfahren und das Leibgericht frisch zubereitet im bereiften Miniwohnzimmer genießen kann. Camping-Muffeln bleibt da nur die in Styroporboxen verpackte oder in Alufolie gewickelte Alternative „to go“. Bis jetzt.

In Neunkirchen vermietet „Camper Jack“ jetzt ein Wohnmobil abendweise, um damit schick essen zu fahren.

tile Neunkirchen. Wohnmobil-Dinner sind in der Camper-Szene derzeit in aller Munde. Seit Beginn des „Lockdown light“ im November stehen die Stühle in den Restaurants wieder ungenutzt auf den Tischen. Zwar können die Gastronomen Gerichte zum Liefern oder Abholen zubereiten, aber Platz nehmen dürfen die Gäste in ihrem Lieblingslokal seit knapp vier Monaten nicht mehr. Wohl dem, der ein Mobilheim sein Eigen nennt, beim Küchenchef seiner Wahl vorfahren und das Leibgericht frisch zubereitet im bereiften Miniwohnzimmer genießen kann. Camping-Muffeln bleibt da nur die in Styroporboxen verpackte oder in Alufolie gewickelte Alternative „to go“. Bis jetzt.

In Neunkirchen vermietet „Camper Jack“ jetzt ein Wohnmobil abendweise, um damit schick essen zu fahren. Freitag, Samstag und Sonntag stand das 7,39 Meter lange Gefährt erstmals am Restaurant Athen im Ratskeller, wo Dimitrios „Dimi“ Zafiropoulos Leckereien aus seiner Küche auftischte. Iris und Ulf Marxmeier stellten sich am Freitag für die Generalprobe zur Verfügung. Das Ehepaar ist mit den „Camper Jack“-Geschäftsführern befreundet und testete die Dinner-Tauglichkeit des Wohnmobils. Nach dem kleinen Appetithappen sind sie auf den Geschmack gekommen. „Früher sind wir mit dem Wohnwagen der Eltern viel gereist“, schwelgte Ulf Marxmeier gleich in Urlaubsnostalgie. „Wir werden dieses Wohnmobil sicher einmal ausprobieren.“

Bei Komfort mindestens einen Gang hochgeschaltet

Das hörten Dietrich Sander und Olaf Seliger gern. Die beiden Neunkirchener sind eingefleischte Camper. Noch bevor hierzulande jemand einen Gedanken an Corona verschwendete, beschlossen sie, beim Komfort mindestens einen Gang hochzuschalten und orderten einen Fiat Ducato Adria Matrix Plus 670. Das Familien-Wohnmobil bietet fünf Schlafplätze, verfügt über eine kleine Küche, ein Bad und eine separate Dusche. Am Esstisch direkt hinter Fahrer- und Beifahrersitz (lassen sich um 180 Grad drehen) sitzt es sich zugegebenermaßen recht kuschelig.

Auch wenn er dazu einlädt, ganzjährig unterwegs zu sein, würde das Ferienhaus auf Rädern die meiste Zeit des Jahres wohl unbewegt irgendwo herumstehen. Warum also das Wohnmobil außerhalb des eigenen Urlaubs nicht vermieten? Gesagt – getan, die Geschäftsidee von „Camper Jack“ war geboren. Im Oktober 2020 stand der „Große“, wie die beiden den Fiat Ducato nennen, auf dem Hof. Dann kam der zweite Lockdown. Eigentlich sei Winter-Campen gerade ein „Riesenthema“, so Olaf Seliger, aber daraus wurde Corona-bedingt nichts.

Planungen für drittes Fahrzeug laufen

Dennoch ist das Interesse so groß, dass bald schon das zweite Mobil darauf wartet, gemietet zu werden. Das Modell Adria Compact Plus nennen Sander und Seliger schon jetzt „unser Kleiner“. Ab Mai sähen die Buchungen bereits gut aus. „Unsere eigenen Urlaubsplanungen haben wir erst einmal hinten angestellt“, sagte Dietrich Sander. Und die Planungen für ein drittes Fahrzeug zum Frühjahr 2022 laufen bereits auf Hochtouren.

Bis das Reisen wieder möglich ist, stellen die „Camper Jacks“ ihren ganzen Stolz also für Dinner-Spritztouren zur Verfügung. Samstag und Sonntag nutzten die ersten „echten Mieter“ die Chance, endlich wieder außer Haus bei bzw. neben „Dimi“ schlemmen zu dürfen. Die Übernachtung im Wohnmobil ist aktuell natürlich nicht gestattet und das Fahrzeug wird nach der Gaumenfreude für die nächsten Gäste wieder gereinigt. Demnächst könnte das Wohnmobil für ein Wochenende am Toscana-Stübchen am Siegerland-Flughafen stehen, so der lose Plan.

Hauch von Dolce Vita willkommene Abwechslung

An den Dinner-Vermietungen verdienten sie nicht viel, verriet Dietrich Sander. Die Aktion diene vor allem dazu, in der Region etwas bekannter zu werden. Außerdem sei ein Hauch von Abenteuer und Dolce Vita gerade dieser Tage eine willkommene Abwechslung. „So können die Leute im Lockdown auch mal essen gehen wie im Restaurant, viel mehr ist ja derzeit nicht möglich.“

Autor:

Tim Lehmann (Redakteur) aus Siegen

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