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Ende des Ramadan
Gebet unter freiem Himmel

Rund 200 Muslime kamen auf dem Parkplatz der Ditip Fathi-Camii-Moschee in Zeppenfeld zusammen. Das Ordnungsamt überprüfte, ob alle Schutzmaßnahmen eingehalten wurden.
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  • Rund 200 Muslime kamen auf dem Parkplatz der Ditip Fathi-Camii-Moschee in Zeppenfeld zusammen. Das Ordnungsamt überprüfte, ob alle Schutzmaßnahmen eingehalten wurden.
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sp Zeppenfeld. Die Vögel zwitschern laut, auf den Straßen ist es ruhig. Der Sonntag erwacht nur langsam. In Zeppenfeld aber kommt ein Auto nach dem anderen vorgefahren. Es ist 5.40 Uhr. Das Ziel der Männer: die Ditib Fathi-Camii-Moschee. Unter ihre Arme geklemmt haben sie einen Gebetsteppich, ein Handtuch oder eine Gymnastikmatte. Sie kommen zusammen für das gemeinsame Festtagsgebet zum Ende des Ramadan (23. Mai). Das ist laut der Coronaschutz-Verordnung des Landes NRW möglich, weil es sich um eine Versammlung zur Religionsausübung handelt.
Ordnungsamt kontrollierteDennoch: Hygiene- und Abstandsregelungen müssen getroffen und eingehalten werden. Die türkisch-islamische Gemeinde Neunkirchen ließ sich etwas einfallen.

sp Zeppenfeld. Die Vögel zwitschern laut, auf den Straßen ist es ruhig. Der Sonntag erwacht nur langsam. In Zeppenfeld aber kommt ein Auto nach dem anderen vorgefahren. Es ist 5.40 Uhr. Das Ziel der Männer: die Ditib Fathi-Camii-Moschee. Unter ihre Arme geklemmt haben sie einen Gebetsteppich, ein Handtuch oder eine Gymnastikmatte. Sie kommen zusammen für das gemeinsame Festtagsgebet zum Ende des Ramadan (23. Mai). Das ist laut der Coronaschutz-Verordnung des Landes NRW möglich, weil es sich um eine Versammlung zur Religionsausübung handelt.

Ordnungsamt kontrollierte

Dennoch: Hygiene- und Abstandsregelungen müssen getroffen und eingehalten werden. Die türkisch-islamische Gemeinde Neunkirchen ließ sich etwas einfallen. Die Zusammenkunft findet nicht wie gewöhnlich in der Moschee statt, sondern auf dem davor gelegenen Parkplatz. Sorgfältig mit Klebestreifen sind die erforderlichen Abstände gekennzeichnet. Jeder sucht sich einen Platz. Das Ordnungsamt der Gemeinde Neunkirchen ist anwesend, kontrolliert die Schutzmaßnahmen, für die Ordnungshüter ist alles zufriedenstellend. Hände werden nicht geschüttelt, Abstand wird gewahrt, Mund- und Nasenschutz getragen. Die übliche Waschung vor dem Gebet mussten die Mitglieder der Gemeinde zu Hause durchführen.

Um etwa 6 Uhr beginnt der Imam zu sprechen, das Gebet schließt sich an. Mikrofon und Lautsprecher verstärken das Gesagte, sodass es die rund 200 Anwesenden hören können. Eine kurze Andacht eines Gemeindemitglieds wird auf Deutsch gehalten. Natürlich ist dabei auch Corona ein Thema. Es geht darum, dass nichts selbstverständlich ist und in dieser Zeit noch mehr an andere gedacht werden muss.

Eines der zwei großen Feste

Der Ramadan hat für die Muslime eine besondere Bedeutung, weil nach Auffassung des Islam in diesem Monat der Koran gesandt wurde. Wesentliche Bestandteile dieser Zeit seien das Fasten und Spenden für wohltätige Zwecke, sagen Altunkaya Ibrahim und Ali Köksal vom Vorstand der türkisch-islamischen Gemeinde Neunkirchen. Das Fasten, das sie als Reinigung für Geist und Körper ansehen, sei bereits am Samstagabend beendet worden. Der gemeinsame Abschluss mit dem Gebet habe eine besondere Bedeutung, denn das "Fest des Fastenbrechens" am Ende des Ramadan gehöre neben dem "Opferfest" zu den zwei größten und wichtigsten Festen im Islam. Alle seien eingeladen, mit dabei zu sein, erklären die Vorstandsmitglieder. Traditionell seien es aber meistens nur die Männer und Jungen, die daran teilnähmen. Und Ibrahim betont, dass der Begriff "Zuckerfest" sich zwar in der Gesellschaft etabliert habe, aber nicht der richtige Begriff für das Fest sei.

Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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