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Welche Auswirkungen hat die Gräb-Insolvenz?
Hellertal-Bahn sucht Anschluss

Ob das Insolvenzverfahren der Firma Gräb noch einmal Bewegung in die derzeitige Planung des NWL zur Ertüchtigung der Hellertal-Bahn und in die Eigentumsverhältnisse rund um den Neunkirchener Bahnhof bringt, ist noch nicht absehbar.
  • Ob das Insolvenzverfahren der Firma Gräb noch einmal Bewegung in die derzeitige Planung des NWL zur Ertüchtigung der Hellertal-Bahn und in die Eigentumsverhältnisse rund um den Neunkirchener Bahnhof bringt, ist noch nicht absehbar.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

tile Neunkirchen. Die Verknüpfung der Hellertal-Bahn nach Köln und Frankfurt ist Wunsch und Ziel des regionalen Zweckverbands Personennahverkehr Westfalen-Süd (ZWS). Diese große Achse ist auch als „Dreiländerbahn“ bekannt. Das zunächst vom federführenden Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) vorgelegte Konzept zur Anpassung der Strecke zwischen Herdorf und Würgendorf wurde einerseits aus finanziellen Gründen, aber auch wegen Bedenken an der Genehmigungsfähigkeit vom hiesigen Zweckverband abgelehnt, der die Kosten laut Geschäftsführer Günter Padt allein hätte tragen sollen. Es sei aber nicht nachvollziehbar, dass hier nur regionale Mittel fließen sollen. Zur Verbandsversammlung im Dezember soll der NWL eine neue Planung vorlegen.

tile Neunkirchen. Die Verknüpfung der Hellertal-Bahn nach Köln und Frankfurt ist Wunsch und Ziel des regionalen Zweckverbands Personennahverkehr Westfalen-Süd (ZWS). Diese große Achse ist auch als „Dreiländerbahn“ bekannt. Das zunächst vom federführenden Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) vorgelegte Konzept zur Anpassung der Strecke zwischen Herdorf und Würgendorf wurde einerseits aus finanziellen Gründen, aber auch wegen Bedenken an der Genehmigungsfähigkeit vom hiesigen Zweckverband abgelehnt, der die Kosten laut Geschäftsführer Günter Padt allein hätte tragen sollen. Es sei aber nicht nachvollziehbar, dass hier nur regionale Mittel fließen sollen. Zur Verbandsversammlung im Dezember soll der NWL eine neue Planung vorlegen.

Schnellstmöglicher Anschluss in Dillenburg nach Frankfurt

Worum geht es? Um den schnellstmöglichen Anschluss in Dillenburg nach Frankfurt zu ermöglichen, sollen die Bahnhöfe in Herdorf, Neunkirchen, Burbach und Würgendorf ertüchtigt werden. Eine besondere Bedeutung kommt den Haltstellen der beiden Gemeinde-Kernorten zu. Die Personenzug-Kreuzung, an der auf der ansonsten eingleisigen Strecke Begegnungsverkehr möglich ist, soll nach Burbach verlagert, die dort bereits vorhandene Anlage zur Hauptkreuzung gemacht werden. Das wäre mit aufwendigen Umbaumaßnahmen verbunden. Die aktuelle Kreuzung in Neunkirchen soll aber weiter funktionsbereit bleiben, um Verspätungen abzufangen und eine zweite Ausweichstelle vorzuhalten. „Sonst stauen sich die Verzögerungen im Fahrplan“, erläutert ZWS-Geschäftsführer Günter Padt.

Bahnhöfe in Herdorf, Neunkirchen, Burbach und Würgendorf müssen ertüchtigt werden

Um den derzeitig geltenden baurechtlichen Vorgaben zu entsprechen, seien Veränderungen an den genannten Bahnhöfen unumgänglich. In Neunkirchen zum Beispiel entspricht der Bahnsteig zwischen den beiden Gleisen nicht mehr der Norm. Für eine zweit Bahnsteigkante auf der jenseitigen Seite des zweiten Gleises fehlt es aber an Platz. Die notwendige Fläche gehört der Firma Gräb Schrotthandel – die jetzt Insolvenz angemeldet hat.

Schrotthandel Gräb aus Neunkirchen ist pleite

Dass die Neunkirchener Gemeindeverwaltung nicht glücklich mit der Zugangs- und Parksituation rund um den Bahnhof ist, ist bekannt. Zuletzt fand man mit dem Unternehmen immerhin eine Lösung, um perspektivisch einen P+R-Parkplatz einzurichten und die Zuwegung über das Betriebsgelände zu organisieren. Falls Gräb im Laufe des Sanierungsprozesses verkauft würde, „muss man prüfen, ob die getroffenen Vereinbarungen dann noch gelten“, sagt Bürgermeister Dr. Bernhard Baumann.

Firma Gräb könnte sich von Grundstücken trennen

Denkbar ist auch, dass sich das Unternehmen im Zuge der Insolvenz und eines Sanierungskonzeptes von Teilgrundstücken trennen könnte, um zu gesunden. Würde die entsprechende Fläche „frei werden“, könnte etwa ein zweiter Bahnsteig nun doch wieder zum Thema werden, so Günter Padt.
Ob die jüngsten Entwicklungen am Fuße des Neunkirchener Hellerbergs Einfluss auf die NWL-Planungen hat, ist laut Sprecher Uli Beele noch nicht absehbar. Er könne nur bestätigen, dass man bestrebt sei, das neue Konzept wie verabredet bis Dezember fertigzustellen. Zu inhaltlichen Details äußerte er sich darüber hinaus nicht. Ob die Planung im Rahmen einer ZWS-Verbandsversammlung oder auf anderem Wege präsentiert werden könne, sei wegen der aktuellen Corona-Lage noch nicht absehbar.

Autor:

Tim Lehmann (Redakteur) aus Siegen

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