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Pflege in Neunkirchen
"Hilda" deckt viel ab

Im Juli dieses Jahres wurde "Hilda" alias Melanie Schmidt (3. v. l.) vorgestellt. Ihr Aufgabenbereich ist vielfältig.
  • Im Juli dieses Jahres wurde "Hilda" alias Melanie Schmidt (3. v. l.) vorgestellt. Ihr Aufgabenbereich ist vielfältig.
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

sp Neunkirchen. Im Juli dieses Jahres begann Melanie Schmidt ihre Arbeit als „Hilda“, was für Hilfe daheim steht (die SZ berichtete). Im Ausschuss für Sport, Soziales und Jugend stellte sie am Donnerstag ihre Aufgaben vor. Seit August habe sie bislang zwölf Senioren besucht. Sie denkt, dass es über Mund-zu-Mund-Propaganda noch mehr werden.
ProjektförderungDie Gemeinde Neunkirchen hatte in Zusammenarbeit mit dem Verein „Hand in Hand Neunkirchen“ beim Kreis Siegen-Wittgenstein einen Förderantrag für das Projekt gestellt, der genehmigt worden war. Drei Jahre wird das niederschwellige Angebot vorerst gefördert. „Hilda“ soll eine Kontakt- und Vermittlerperson für ältere Menschen sein, die zu Hause leben.

sp Neunkirchen. Im Juli dieses Jahres begann Melanie Schmidt ihre Arbeit als „Hilda“, was für Hilfe daheim steht (die SZ berichtete). Im Ausschuss für Sport, Soziales und Jugend stellte sie am Donnerstag ihre Aufgaben vor. Seit August habe sie bislang zwölf Senioren besucht. Sie denkt, dass es über Mund-zu-Mund-Propaganda noch mehr werden.

Projektförderung

Die Gemeinde Neunkirchen hatte in Zusammenarbeit mit dem Verein „Hand in Hand Neunkirchen“ beim Kreis Siegen-Wittgenstein einen Förderantrag für das Projekt gestellt, der genehmigt worden war. Drei Jahre wird das niederschwellige Angebot vorerst gefördert. „Hilda“ soll eine Kontakt- und Vermittlerperson für ältere Menschen sein, die zu Hause leben.

Drei Aufgabenbereiche

Das Thema Pflege und Betreuung zog sich weiter durch die Sitzung des Ausschusses. Das Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz Südwestfalen mit Sitz in Eiserfeld stellten Leiterin Charlotte Boes (Krankenschwester und Pflegewissenschaftlerin) und Dagmar Langenohl (Fachwirtin in Alten- und Krankenpflege) vor. Wie die SZ berichtete, will das Team des Pflegebüros Kooperationspartner für Akteure und Anbieter im Bereich der Pflegeinfrastruktur sein. Langenohl präsentierte die drei Aufgabenbereiche, die die Förderung des Auf- und Ausbaus von Unterstützungsangeboten, die Förderung und Unterstützung der Pflegeberatungsangebote und zielgruppenspezifische Angebote (z. B. Projekte für pflegende Angehörige) umfassen. Boes betonte: „Wir sind klassische Netzwerker.“ Das Regionalbüro wolle Ansprechpartner für Fragen zu den Angeboten zur Unterstützung im Alltag sein, fasste Langenohl zusammen.

Gemeindeschwester

Auch die SPD-Fraktion hatte im Vorfeld einen Antrag formuliert, der die Pflege thematisierte. Die Sozialdemokraten wollten die Verwaltung mit der Prüfung beauftragen, ob (und, wenn ja, wie) eine Stelle für eine Gemeindeschwester in Neunkirchen eingerichtet werden kann. Diese würde Menschen zu Hause besuchen und beraten sowie prüfen, wie vorhandene Strukturen genutzt würden. Wichtig sei, dass die Gemeindeschwester den älteren Menschen sowohl als soziale Schnittstelle als auch als medizinisch-pflegerische Fachkraft diene, „die den Kontakt zu den ambulanten Pflegediensten und der vorhandenen kommunalen Infrastruktur herstellt“, heißt es in dem Antrag. In Wilnsdorf gebe es eine Gemeindeschwester, die in eine Sitzung des Ausschusses eingeladen werden könnte.

"Hilda" deckt viel ab

In der Antwort der Verwaltung heißt es, dass „Hilda“ bereits zum größten Teil die genannten Bereiche abdecke und eine Ansprechpartnerin für die genannten Belange sei. Diese Anstellung bei Hand in Hand und die enge Zusammenarbeit des Vereins mit der Senioren-Service-Stelle garantierten bereits eine optimale Unterstützung und gewährleisteten, dass ältere Menschen Hilfe und Unterstützung vermittelt bekämen, um lange in den eigenen vier Wänden bleiben zu können.
Der zuständige Fachbereichsleiter Johannes Schneider betonte in der Ausschusssitzung, dass in der Gemeinde bereits ein gutes, strukturiertes System vorhanden sei und es Projekte wie „Hilda“ gebe, die vom Kreis gefördert würden. Bei doppelten Strukturen müsste die Kommune die Kosten selbst übernehmen. Auch Jutta Capito (CDU) hob hervor: „Wir sind mehr als gut aufgestellt hier in Neunkirchen.“ Bettina Großhaus-Lutz, Leiterin der Senioren-Service-Stelle, erklärte zudem, dass die Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis (kurz: „Verah“) bereits einen Teil der medizinischen Versorgung vor Ort bei den Menschen zu Hause abdecke.

Pflege-Angebot wird vorgestellt

Schneider kündigte an, dass das Pflege-Angebot in der Gemeinde in der nächsten Sitzung des Ausschusses umfangreich vorgestellt werden soll. Wenn das passiere, werde man sehen, dass eine Gemeindeschwester nicht nötig sei, sagte Ausschussvorsitzender Bernd Wilbert Müller (CDU). Er wehrte sich dagegen, dass ganze System auf den Kopf zu stellen. Eine Gemeindeschwester und „Hilda“ – beides zusammen gehe nicht. „Das Geld haben wir nicht“, sagte er. Einer Einladung der Gemeindeschwester aus Wilnsdorf stehe trotzdem nichts entgegen. Die SPD zog ihren Antrag vorerst zurück.

Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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