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Ortsmitte: 181 Vorschläge eingegangen
Ideen von hoher Qualität

Ideen auf den Tisch: Bayerischer Biergarten, Urban Gardening, „Essbare Ortsmitte“, Begrünung der Kölner Straße – nur einige der Bürgervorschläge.
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  • Ideen auf den Tisch: Bayerischer Biergarten, Urban Gardening, „Essbare Ortsmitte“, Begrünung der Kölner Straße – nur einige der Bürgervorschläge.
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tile Neunkirchen. Trotz Sommerferien läuft die Bürgerbeteiligung zur Gestaltung der Neunkirchener Ortsmitte vergleichsweise gut. Jedenfalls zeigen sich Verwaltung und das beratende Planungsbüro Loth Städtebau äußerst zufrieden mit der Resonanz. Mit rund 80 Besuchern war bereits die Auftaktveranstaltung vor der Urlaubszeit ordentlich besucht gewesen (die SZ berichtete). In den vergangenen fünf Wochen wurde der Prozess immer donnerstags im „Ideenmarkt“ fortgesetzt, der temporär in der Fahrradwerkstatt (ehemals Obsthandlung Lutz) eingezogen ist. Am kommenden Donnerstag, 22. August, besteht dort von 15 bis 18 Uhr bei Kaffee und Waffeln letztmals die Möglichkeit, mit den Städteplanern ins Gespräch zu kommen sowie persönlich Vorschläge einzubringen und zu diskutieren.

tile Neunkirchen. Trotz Sommerferien läuft die Bürgerbeteiligung zur Gestaltung der Neunkirchener Ortsmitte vergleichsweise gut. Jedenfalls zeigen sich Verwaltung und das beratende Planungsbüro Loth Städtebau äußerst zufrieden mit der Resonanz. Mit rund 80 Besuchern war bereits die Auftaktveranstaltung vor der Urlaubszeit ordentlich besucht gewesen (die SZ berichtete). In den vergangenen fünf Wochen wurde der Prozess immer donnerstags im „Ideenmarkt“ fortgesetzt, der temporär in der Fahrradwerkstatt (ehemals Obsthandlung Lutz) eingezogen ist. Am kommenden Donnerstag, 22. August, besteht dort von 15 bis 18 Uhr bei Kaffee und Waffeln letztmals die Möglichkeit, mit den Städteplanern ins Gespräch zu kommen sowie persönlich Vorschläge einzubringen und zu diskutieren.

Interaktive Karte vielfach ergänzt

Ideen können aber auch in den folgenden Wochen noch eingereicht werden. Beispielsweise über die Projekthomepage www.neunkirchen-handelt.de, unter der eine interaktive Karte zu finden ist, auf der in sechs Handlungsfelder differenzierte Marker gesetzt und mit eigenen Vorschlägen versehen werden können. Die Karte sei über 2000-mal geklickt worden. Im Rahmen aller bisher angebotenen Beteiligungsformate (Auftaktveranstaltung, Onlineportal und Ideenmarkt) seien bis dato 181 Einreichungen eingegangen (inklusive Dopplungen), rechnete Dipl.-Ing. Christine Loth vor. Vor allem von der „hohen Qualität der Vorschläge“ sei sie positiv überrascht gewesen, verriet die Stadtplanerin. Sie erkenne darin eine Sehnsucht der Neunkirchener nach einer Mitte, auf die sie stolz sein können und wollen, interpretierte Loth.

Verkehr und Aufenthaltsqualität

Nach einer ersten Analyse seien bereits vier Punkte erkennbar, die die Bürger bei der Neugestaltung besonders berücksichtigt sehen möchten: Freizeit/Erholung, Gastronomie, Erhalt der Nahversorgung und Verkehr. Ein Café hätten sich viele Ideengeber gewünscht. Außerdem hätten mehrere Vorschläge eine höhere Aufenthaltsqualität (und Sicherheit) gerade für Fußgänger im Verkehrsraum thematisiert.

Elterncafé und Kinderbetreuung angeregt

Im Beisein von Bürgermeister Bernhard Baumann und Wirtschaftsförderin Sylvia Heinz brachte Martin Kölli, Pastor der EFG Neunkirchen, am Donnerstag zwei weitere Denkanstöße in den Ideenmarkt mit: eine Art Eltern- bzw. Familiencafé (in Räumen der weichenden Grundschule) sowie eine Kinderbetreuung für Eltern, die im Ort etwas zu erledigen haben. Generell setzte er sich dafür ein, auch etwas für die Jugend zu tun.

Gemeinde nimmt Jugend in den Blick

Die nimmt die Gemeinde derzeit ohnehin in den Fokus, nicht nur im Hinblick auf die Gestaltung der Ortsmitte. Demnächst werde es eine Befragung aller Kinder und Jugendliche geben, kündigte Heinz an. Dabei sollen die jungen Bürger ihre Wünsche für Neunkirchen formulieren bzw. angeben, was ihnen fehlt. Orte und Räume für die Bedürfnisse der Jugendlichen zu schaffen ist hierbei nur die eine Seite der Medaille. Die andere: Mit einer Steigerung der Zufriedenheit der Jugendlichen erhofft man sich im Rathaus auch eine Entschärfung aktueller Konfliktpunkte. Zuletzt hatte es vermehrt Probleme durch Lärmbelästigung und Vandalismus gegeben. Es sei wichtig, einerseits die Wünsche der Jugend ernst, sie andererseits aber auch in die Verantwortung zu nehmen, gab Bürgermeister Baumann die Marschroute vor.

Straffer Zeitplan

Für die weiteren Schritte in Sachen Ortsmitte schürt die Verwaltung das Feuer, um den Druck im Kessel hochzufahren. Der Zeitplan ist ambitioniert. Idealerweise wolle man noch in diesem Jahr den kleinen Gebäuderiegel Antalya Grill/Fahrradwerkstatt abreißen lassen. Außerdem soll der Fußgängerübergang über die Gleise zwischen Rathaus und altem Bahnhof ebenfalls noch vor dem Jahreswechsel realisiert werden. Damit würden weitere Maßnahmen 2020 theoretisch umsetzbar: Hier kann sich der Bürgermeister einen an die Gleise zurückgesetzten Neubau mit Gewerbe- und Wohnflächen vorstellen – im Idealfall von der Kommune selbst finanziert, sofern dies im Haushalt abzubilden ist.
Alles soll mit den Bürgern und der Politik eng abgestimmt werden, versichert die Verwaltungsspitze. So soll es eine Abriss-Party geben, ehe die Bagger anrollen, um den ausgebrannten Imbiss und den einstigen Obstladen dem Erdboden gleichzumachen. Um sich intensiv über das grundsätzliche Konzept der Neugestaltung einig zu werden, werde man den Fraktionen eine Sondersitzung des Fachausschusses Bauen und Planen vorschlagen, kündigte Baumann an. Das Thema sei zu wichtig, als es unter ferner liefen abzuhandeln.

Autor:

Tim Lehmann (Redakteur) aus Siegen

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