Integration ein Schwerpunktthema

Neunkirchener Arbeitsgruppe »Soziales« informierte sich auf breiter Basis

sz Neunkirchen. Im Rahmen der Sozialen Agenda 21 der Gemeinde Neunkirchen setzte die Arbeitsgruppe »Soziales« bei ihrem jüngsten Treffen ihre Tätigkeit fort. Auf der Tagesordnung standen die Themen Hilfestellungen für geistig und körperlich Behinderte, die Integration von ausländischen Mitbürgern, ein Bericht der Seniorenbetreuerin sowie der 2. Soziale Aktionstag der Gemeinde am 27. und 28. September 2003.

Die Gruppe setzte dabei laut Pressemitteilung auch die Reihe der Informationsveranstaltungen über die in der Gemeinde im sozialen Bereich tätigen Institutionen fort und traf sich diesmal in den sehr ansprechenden Räumen der Beratungsstelle des Diakonischen Werks in der Hochstraße 3. Nach den Ausführungen deren Leiters Dietmar Grabow besteht ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit im Pflegekinderdienst in der Betreuung von Pflegefamilien sowie den darin lebenden Pflegekindern und als gerichtlich bestellter Vormund für Minderjährige. Zum anderen kümmerte er sich um die soziale Betreuung von Senioren. Dies erfolgt meistens auf Anfragen von Betroffenen hin mit anschließenden Hausbesuchen. Bei Bedarf arbeitet die Beratungsstelle mit dem Regionalen Sozialdienst für Familien- und Jugendhilfe des Kreises zusammen, der im selben Haus seinen Sitz hat, sowie mit den anderen in der Gemeinde im sozialen Bereich aktiven Institutionen. Sehr informativ waren dann auch die Ausführungen zum Thema Hilfestellungen für geistig und körperlich Behinderte durch den stellv. Leiters des Wohnheims der Diakonie für Menschen mit Behinderungen in der Klotzbach, Waldemar Schmidt-Junke, der selbst auch in der Arbeitsgruppe mitarbeitet.

Als sehr positiv bezeichnete er das harmonische Miteinander im Umfeld des Wohnheims. Begrüßenswert sei auch, dass die meisten öffentlichen Gebäude und Einrichtungen in der Gemeinde behindertengerecht seien. Dennoch bestehe weiterer Handlungsbedarf, was durch die im vergangenen Jahr durchgeführten Untersuchungen deutlich geworden sei. Insbesondere beim Aufsuchen von Geschäften und Arztpraxen hätten Rollstuhlfahrer Schwierigkeiten. Wünschenswert sei, ein realistisches Konzept zu erstellen und dieses nach und nach umzusetzen sowie freiwillige Interessierte zu gewinnen zwecks Unterstützung von Behinderten bei Spielen, Spaziergängen oder Ausfahrten mit den Rollstuhlfahrern. Als lobenswert erwähnte Waldemar Schmidt-Junke eine Gruppe von Konfirmanden, die dieses praktiziert habe. Wichtig seien auch sportliche Aktivitäten und dass Hallenzeiten zur Verfügung gestellt werden könnten. Hilfreich sei sicherlich auch, einen Behindertenbeauftragten zu gewinnen, der bei der Realisierung der Vorhaben einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Situation leisten könne. Anschließend stellte Sandra Becker die seit dem 1. April des Jahres bei der Gemeindeverwaltung bestehende Seniorenberatungsstelle vor. Dort könnte man Näheres über alle Hilfen für Senioren erfragen. Groß sei derzeit die Nachfrage nach betreutem Wohnraum. Die meisten der Interessierten wünschten sich, in der Gemeinde bleiben zu können. Eine weitere Aufgabe sieht sie in der besseren Vernetzung aller im Seniorenbereich engagierten Einrichtungen und freiwilligem Engagement.

Zum Abschluss wies der Moderator der Arbeitsgruppe, Reiner Capito, darauf hin, dass man in der Gruppe seit ihrem Bestehen vor zwei Jahren einiges angedacht und umgesetzt habe. Für das kommende Jahr ist der 2. Soziale Aktionstag geplant, mit dessen Vorbereitung man sich beim nächsten Treffen am 10. Februar intensiv befassen will. Außerdem wird die bessere Integration von Minderheiten ein Schwerpunktthema sein. Dabei gab es unterschiedliche Auffassungen darüber, inwieweit diese Gruppen überhaupt bereit dazu seien. Einig war man sich darin, dass unbedingt bessere Kenntnisse der deutschen Sprache erzielt werden müssten. Über Mittel und Wege will sich die Gruppe bei einem der nächsten Treffen informieren lassen.

Übrigens sind weitere Bürgerinnen und Bürger, die in der Gruppe mitarbeiten möchten, herzlich willkommen. Interessierte wenden sich an Wolfgang Benz im Rathaus, Telefon 02735/767215.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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