Enger Ratsbeschluss
Kreisel nimmt erste Hürde

tile Neunkirchen. Ebenso wenig eindeutig wie im Bauausschuss fiel die Entscheidung für die weitere Planung eines Kreisverkehrs am Ortseingang Salchendorf im Rat aus. Mit 14 zu elf Stimmen (vier Sitze waren leer geblieben) beauftragte das Gremium am Donnerstag die Verwaltung nur mit knapper Mehrheit damit, in die Detailplanung einzusteigen. Basis hierfür ist die sogenannte rote Variante, die eine Verschiebung der aktuellen Einmündung zur Jung-Stilling-Straße Richtung Ortseingang vorsieht sowie einen neuen Straßenabschnitt und eine neue Brücke über den Wildenbach erfordert. Dank erwarteter Förderungen werden die Kosten für die Gemeinde derzeit auf rund 255 000 Euro geschätzt.

"Technisch beste Lösung"

Bürgermeister Dr. Bernhard Baumann begründete die Empfehlung dieser Variante, die den Verkehr vom Familienbad Freier Grund entkoppelt, seitens der Verwaltung damit, dass sie aktuell „die technisch beste“ und auch für die Kommune kostengünstigste Lösung darstelle. Allerdings hebe die Gemeinde auch mahnend den Zeigefinger. Man wisse noch nicht, was im tangierten Schutzgebiet „so alles kreucht und fleucht“. Der Artenschutz könne Probleme bereiten. Fördermittel seien zwar in Aussicht gestellt worden, Schriftliches gebe es aber nicht.

Warum wird eine funktionierende Kreuzung aufgegeben?

Die FDP, deren Antrag die Vorplanungen initiiert hatte, beschloss den Fortgang des Prozesses gerne. Fraktionschef Jan Ebener begründete die Unterstützung mit der mittelfristig erforderlichen Ertüchtigung oder Erneuerung der bestehenden Brücke über den Wildenbach. Hier müsse man in fünf bis zehn Jahren tätig werden und dann ca. 500 000 Euro in die Hand nehmen. Es seien 20 Jahre, warfen CDU- und UWG-Vertreter ein. Aus dieser Richtung erfuhr der Kreisel ohnehin keinen Zuspruch. Er könne es immer noch nicht verstehen, warum man eine funktionierende Kreuzung aufgeben und dafür Landschaft zerstören wolle, so Bernd Wilbert Müller, Fraktionsvorsitzender der Christdemokraten. Gerd Lichtenthäler (UWG) stellte fest, viele Neunkirchener hätten bei dem Thema „Schaum vor dem Mund“. Statt viel Geld auszugeben, sollte man zunächst einen Kreisel durch Möblierung ausprobieren.

Waches Auge auf die umweltrechtlichen Belange

Die SPD, von Beginn an ein „Fan“ der Kreisellösung an dieser Stelle, votierte geschlossen für den Beschlussvorschlag. Die Grünen lenkten nach ihrer Gegenstimme im Bauausschuss nun doch ein und unterstützten die weitere Planung ebenfalls – mit einem wachen Auge auf die umweltrechtlichen Belange, so Vorsitzende Manuela Köninger.

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