Mit Liebe für die Bürger viel bewegt

Neunkirchener Bürgerhaus wurde gestern in „Otto-Reiffenrath-Haus” umbenannt

Neunkirchen. Die Sitzung des Neunkirchener Rates begann gestern an einem ungewöhnlichen Ort. Nicht, wie sonst üblich, im Ratssaal, sondern im Foyer des Bürgerhauses. Und das aus gutem Grund, denn gestern wurde das Bürgerhaus offiziell gemäß eines mehrheitlich gefassten Ratsbeschlusses in „Otto-Reiffenrath-Haus” umbenannt.

Viele Bürgerinnen und Bürger sowie zahlreiche Mitglieder von Rat und Verwaltung waren erschienen, um diesem Ereignis beizuwohnen. Mit Ausnahme der Fraktionsmitglieder von CDU und FDP, die sich trotz des Ratsbeschlusses nicht mit der Umbenennung abfinden konnten oder wollten und, wie bereits im Vorfeld angekündigt, dem 1. Tagesordnungspunkt fernblieben.

In Anwesenheit von Otto Reiffenraths Witwe Lore und seiner Tochter Heide Weber betonte Bürgermeister Manfred Gillé, dass durch die Umbenennung mit Otto Reiffenrath ein Bürger geehrt werde, der eine außerordentliche Persönlichkeit war. Über 33 Jahre habe er in seiner Heimatgemeinde als aktiver und engagierter Ratsvertreter, davon die letzten 20 Jahre als Bürgermeister und Vorsitzender des Rates gewirkt. Otto Reiffenrath habe darüber hinaus die Gemeinde Neunkirchen in wichtigen Funktionen auch weit über die eigenen Grenzen hinaus vertreten. Oft habe seine Familie auf ihn verzichten müssen, wenn er wieder einmal unterwegs gewesen sei, um seine Heimatgemeinde Neunkirchen zu vertreten oder seinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern zu helfen.

Er habe, bescheiden und einfach wie er gewesen sei und gelebt habe, mit großer Liebe und Verbundenheit zu seiner Heimat und ihren Bürgern in und für Neunkirchen viel bewegt. Kein anderer Kommunalpolitiker habe sich in so hohem Maße für seine Mitmenschen eingesetzt, zumal er auch über eine Fähigkeit verfügt habe, die manchmal Politikern fremd sei: zuhören können. „Deshalb ist es nur eigentlich konsequent, dass heute – zehn Jahre nach seinem viel zu frühen Tod – der Rat mit Mehrheit beschlossen hat, das Bürgerhaus in ,Otto-Reiffenrath-Haus’ umzubenennen. Als Vorsitzender des Fachausschusses hat er noch maßgeblich mitgewirkt, damit dieses Haus geplant und gebaut werden konnte”, betonte Manfred Gillé. Der Bürgermeister ging in seiner Rede aber auch auf die politischen Reaktionen von CDU und FDP in Sachen Umbenennung ein. Der vom Rat mehrheitlich getroffene Beschluss, das Bürgerhaus in „Otto-Reiffenrath-Haus” umzubenennen, sei nicht deshalb geschehen, weil Otto Reiffenrath Sozialdemokrat gewesen sei, sondern weil seine außerordentliche Lebensleistung als Kommunalpolitiker und insbesondere als Bürgermeister geehrt und gewürdigt werden solle.

Die Diskussion und die vielfältigen Interpretationen, die Ratsfraktionen oder auch Mitglieder des Rates anstellten, missbillige er in aller Form. Er erinnere alle Mitglieder des Rates an ihren Amtseid, mit dem sie sich auch verpflichtet hätten, demokratische Spielregeln einzuhalten. „Es steht der Gemeinde Neunkirchen sehr gut zu Gesicht, wenn wir der heutigen Generation, die in der politischen Verantwortung in unserer Gemeinde steht, aber auch unseren Kindern und Enkeln symbolisch ein Zeichen setzen, das an einen Mann erinnert, dem die Gemeinde und seine Neunkirchener zu tiefer Dankbarkeit verpflichtet sind”, betonte Gillé.

blum

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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