Gemeinde Neunkirchen und Innogy verliehen Klimaschutzpreis
Nur Gewinner

Vier von fünf Preisträgern nahmen ihre Urkunden persönlich entgegen: Horst Brederlow (2. v. r.), die Grundschule Salchendorf, die gemeinschaftliche Grundschule Burbach-Neunkirchen und die ev. Kita „Mittendrin“. Der AWo-Kindergarten Zeppenfeld konnte nicht persönlich teilnehmen. Foto: Sarah Panthel
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  • Vier von fünf Preisträgern nahmen ihre Urkunden persönlich entgegen: Horst Brederlow (2. v. r.), die Grundschule Salchendorf, die gemeinschaftliche Grundschule Burbach-Neunkirchen und die ev. Kita „Mittendrin“. Der AWo-Kindergarten Zeppenfeld konnte nicht persönlich teilnehmen. Foto: Sarah Panthel
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sp Neunkirchen-Salchendorf. Fünf Projekte waren in diesem Jahr für den Klimaschutzpreis in Neunkirchen im Rennen – eine ähnliche Zahl wie bei den vergangenen Ausschreibungen. Und: Alle Bewerber gewannen einen Preis, der ihnen mit einer Urkunde am Dienstag offiziell von der Gemeinde und vom Energieunternehmen Innogy überreicht wurde. Die Gesamtsumme in Höhe von 1500 Euro wurde auf alle Gewinner (jeweils 300 Euro) aufgeteilt.

Die Preisträger wurden im Umwelt- und Verkehrsausschuss bereits bekanntgegeben (die SZ berichtete). Dieser hatte sich dafür ausgesprochen, das Preisgeld auf alle fünf Projekte aufzuteilen. Den 1. Preis erhielt Horst Brederlow von der Brederlow Bau GmbH, der neben seinem Unternehmen im Gewerbegebiet Daadenbach eine rund 1500 Quadratmeter große Wildblumenwiese anlegte. Bürgermeister Dr. Bernhard Baumann sagte, dass es im Vorfeld Diskussionen darüber gegeben habe, ob eine Firma einen Preis erhalten solle, weil sie immer auch auf den eigenen Vorteil bedacht sei. Brederlow aber habe aus „rein altruistischen Gründen gehandelt“.

Die Preisträger stellten ihre Projekte vor

Er habe eine Wildblumenmischung ausgewählt, die schön sei und als Nahrungsquelle für Insekten, die es immer weniger gebe, diene, erklärte der Unternehmer. Mit Gremmer (Siegerländer Platt für Rechen) und Hacke habe er die Fläche neu gestaltet und sich dabei „so manche Blasen an den Fingern“ geholt. Von seinem Büro aus habe er auf die Blüten mit den „tausend Farben“ geschaut.

Den 2. Platz teilen sich zwei Schulen und zwei Kindertagesstätten. Bürgermeister Baumann betonte, dass „der umweltpädagogische Ansatz sehr wichtig ist“. Wer früh mit etwas anfange, der werde sein ganzes Leben lang davon geprägt und vergesse es auch im Erwachsenenalter nicht. Peter Imhäuser (Innogy) hob hervor, dass das Thema Klimaschutz „noch nie so aktuell“ war, vor allem für die jüngeren Generationen. Verliehen würde der Klimaschutzpreis in der Gemeinde Neunkirchen aber bereits seit 2002.

Die Grundschule Salchendorf, Gastgeber für die Preisverleihung, besitzt einen naturnahen Schulgarten, der für das Naturprojekt „Umwelt erleben, erhalten, gestalten“ genutzt wird. Die Einrichtung ist seit 2002 dabei und hat seitdem jedes Mal den Klimaschutzpreis bekommen. Der Vorsitzende des Umwelt- und Verkehrsausschusses, Jan Weigel, ging darauf ein, dass es immer wieder Kritik dafür gebe, dass dieselben Institutionen den Preis bekämen, aber: „Es sind nicht die gleichen Kinder“.

Die gemeinschaftliche Sekundarschule Burbach-Neunkirchen pflanzte auf einer bereits vorhandenen Streuobstwiese einen weiteren Apfelbaum der Sorte „Prinz Albrecht von Preußen“. Außerdem beschäftigen sich die Schüler mit Pflanzenkunde, dem Bau von Insektenhotels und mit einer Kräuterterrasse. Für ihre vielfältige Arbeit erhielten die jungen Klimaschützer ihre Urkunde und das Preisgeld.

Die ev. Kita „Mittendrin“ aus Wiederstein bekam den Preis für ihren Einsatz im und am Wald. Die Kinder besuchen regelmäßig ihren Bauwagen im Wald und sammeln Müll, den sie dort und auf dem Weg dahin finden. „Es sind die kleinen Dinge, die später im großen viel bewegen“, so die Devise der Erzieher.

Neunkirchens Umweltberater Matthias Jung nahm die Urkunde stellvertretend für den AWo-Kindergarten Zeppenfeld entgegen, der mit dem Projekt „Rund um die Biene“ überzeugte. Die Kinder hatten einen „Bienenkoffer“ mit vielen unterschiedlichen Materialien zusammengestellt . Dieses Set kann auch an andere Einrichtungen verliehen werden.

Horst Brederlow überraschte am Ende die anderen Teilnehmer: Er verschenkte seine 300 Euro zu gleichen Teilen an die vier Einrichtungen.

Vier von fünf Preisträgern nahmen ihre Urkunden persönlich entgegen: Horst Brederlow (2. v. r.), die Grundschule Salchendorf, die gemeinschaftliche Grundschule Burbach-Neunkirchen und die ev. Kita „Mittendrin“. Der AWo-Kindergarten Zeppenfeld konnte nicht persönlich teilnehmen. Foto: Sarah Panthel
Die Grundschule Salchendorf war in diesem Jahr Gastgeber.
Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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