Postbank stellt Arbeit in Neunkirchen im Juni ein

Die Zukunft der Post in Neunkirchen ist nach wie vor ungewiss. Im Juni soll eine Entscheidung fallen, wer die künftige Partnerfiliale betreibt.  Foto: dibi
  • Die Zukunft der Post in Neunkirchen ist nach wie vor ungewiss. Im Juni soll eine Entscheidung fallen, wer die künftige Partnerfiliale betreibt. Foto: dibi
  • hochgeladen von Archiv-Artikel Siegener Zeitung

dibi Neunkirchen. Einen neuen Partner hat die Deutsche Post AG in Neunkirchen noch nicht gefunden. Interessenten gibt es. Im Juni soll entschieden werden, wer sich künftig um Briefe und Pakete im Freien Grund zu kümmern hat. Diesen aktuellen Sachstand teilte am Mittwoch Bernd Dietrich, Regionaler Politikbeauftragter Deutsche Post AG, im Neunkirchener Rat mit.

Konkret ist aber schon ein Rückzug der Postbank. Dietrich: „Wir werden zum 30. Juni die Bankdienstleistungen in der Filiale Neunkirchen einstellen.“ Die Kunden würden über diesen Sachverhalt in den nächsten Tagen schriftlich informiert. Wie es hieß, könnten sie künftig beispielsweise an der Shell-Tankstelle in Zeppenfeld per Karte Bargeld bekommen.

Gerhard Lichtenthäler (UWG) wollte wissen, ob man nicht den andernorts schon praktizierten Weg gehen könne, dass die Postbank erhalten werde und die Postdienstleistungen mit übernehme. Gespräche in diese Richtung gebe es laut Dietrich. Allerdings nur für große Standorte, wo es sich rechne. Dazu zähle Neunkirchen nicht. Es gebe zu wenige Postbank-Kunden.

Der Post-Sprecher betonte, dass sein Unternehmen gerne einen Filialpartner hätte, der bereits ein etabliertes Kerngeschäft betreibe und die Postfiliale in seinen Räumen integriere. Alternativ bestehe auch die Möglichkeit, die Räume in der Gartenstraße als Untermieter zu nutzen. Die Immobilie sei schon länger nicht mehr im Besitz der Post AG, werde inzwischen auch wieder zum Kauf angeboten. Die Mietverträge müssten aber auch von einem etwaigen neuen Besitzer übernommen werden.

Bürgermeister Bernhard Baumann machte sich ebenso wie die Fraktionen Gedanken, ob eine Partnerfiliale überhaupt den Kundenansturm personell wie parkplatztechnisch bewältigen könne. Er bat darum, dass die Gemeinde in die weiteren Verhandlungen eng eingebunden werde, auch was den möglichen Verkauf der Immobilie in exponierter Lage betreffe.Sowohl Heinz-Werner Feuring (SPD) als auch Jutta Capito (CDU) befürchteten, dass es zu noch längeren Warteschlangen in der künftigen Filiale kommen könnte. Schon jetzt müsse man, obwohl zwei bis drei Schalter besetzt seien, oftmals Wartezeiten in Kauf nehmen.Einig war man sich in der Feststellung, dass eine funktionierende Postfiliale ein wichtiger Standortfaktor für eine Industriegemeinde sei. Die sieben Schließfächer-Einheiten, so Dietrich, würden auf jeden Fall auch in der künftigen Partnerfiliale erhalten bleiben.Den derzeitigen Post-Beschäftigten würden zu gleichen Konditionen Arbeitsplätze in anderen Dienststellen angeboten.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.