Salchendorf holt »Big Point«

Im Bezirksliga-»Spiel des Tages«:

Germania bezwingt Erndtebrück mit 1:0 / »Rot« für Ruzgis

BeWü Salchendorf. Im Derby der Bezirksliga 5 schlug der Drittplatzierte Germania Salchendorf Spitzenreiter TuS Erndtebrück 2. auf hart gefrorenem Geläuf vor 200 Fans mit 1:0 (1:0) und setzte damit einen so genannten »Big Point«.

Beide Teams hatten sich viel vorgenommen. Während die Gäste auf dem »Platz an der Sonne« überwintern wollten, durfte die Germania den Abstand zur Spitze nicht zu groß werden lassen und daher. Der Salchendorfer Florian Schweitzer hatte die erste Chance des Spiels, doch er setzte einen schönen Kopfball knapp neben das Gehäuse (3.). Über das gesamte Spiel hinweg hatten die Gäste mehr Ballbesitz, was sie dazu verführte, das Spiel zu machen, während sich die technisch unterlegenen Hausherren auf das Konterspiel beschränkten. So auch in der 16. Minute, als Goalgetter Stefan Müller das Spielgerät in stark abseitsverdächtiger Position annahm und allein auf den Torhüter zulief, den er dann per Flachschuss ins lange Eck zum »goldenen« Tor überwand.

In einer relativ chancenarmen Partie hätten die Gäste aber durchaus durch den unglücklich agierenden Marius Ermert (26.) oder Kestutis Ruzgis (12.) ein Tor erzielen können. Spektakuläres spielte sich in der 30. Minute ab, als die Abseitsfalle des TuS einmal mehr fehlschlug, Marcel Vitt den herausgeeilten Torwart ausspielte und die Kugel auf den Weg ins leere Tor brachte. Sein Mitspieler Markus Bruch, der zuvor im passiven Abseits stand, beschleunigte die Fahrt des Balls jedoch noch und griff somit ins Spielgeschehen ein, was den Schiedsrichter dazu bewegte, das Tor nicht zu geben. Eine Minute vor dem Pausenpfiff wäre den Gastgebern fast doch noch das 2:0 geglückt, doch der stark spielende Marcel Vitt scheiterte aus spitzem Winkel an Gästekeeper Timm Schmiegler.

»Der Sieg der Salchendorfer ist völlig unverdient, wir waren klar die bessere Mannschaft, und beim entscheidenden Tor stand der Spieler deutlich im Abseits«, wetterte TuS-Coach Dirk Wetter nach dem Schlusspfiff des teilweise überforderten Unparteiischen. Über weite Strecken des Spiels war jedoch vom besten Angriff der Liga (48 Tore) nichts zu sehen, so das der Germania-Sieg zwar durchaus glücklich jedoch nicht unverdient war. Im 2. Durchgang ließen die Gäste zudem beste Torgelegenheiten aus, so scheiterten neben Stefan Trevisi (68.) auch Marius Ermert (76.) und Christian Tang (90.).

Der ganze Frust der Gäste zeigte sich in den letzten zehn Minuten der Partie, als die TuS-Akteure sich gegenseitig und auch den Schiedsrichter anmeckerten, was zur Roten Karte gegen Kestutis Ruzgis (86.) führte, der den Unparteiischen per »Scheibenwischer-Gestik« provozierte. Strahlen konnte nach dem Spielende Germania-Trainer Michael Birkner: »Ich freue mich natürlich über den Sieg. Netphen hat verloren, wir gewonnen, und jetzt sind wir wieder mittendrin im Kampf um die Spitze«.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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