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Flüchtlingsunterkunft Zeppenfeld
Security sorgt für Einhaltung der Corona-Quarantäne

Alles ruhig. Die Bewohner der Flüchtlingseinrichtung verlassen die Unterkunft nicht. Um sicherzugehen und den Bürgern von Zeppenfeld ein Gefühl zusätzlicher Sicherheit zu geben, achtet außerdem ein Sicherheitsdienst auf die Einhaltung der Quarantäne.
  • Alles ruhig. Die Bewohner der Flüchtlingseinrichtung verlassen die Unterkunft nicht. Um sicherzugehen und den Bürgern von Zeppenfeld ein Gefühl zusätzlicher Sicherheit zu geben, achtet außerdem ein Sicherheitsdienst auf die Einhaltung der Quarantäne.
  • Foto: Tim Lehmann
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

tile/vö Zeppenfeld. Eine junge Frau mit Mund-Nasen-Schutz tritt aus der Tür. Sie hat einen Müllbeutel in der Hand. Weil der SZ-Redakteur da ist, bedeutet ihr der aufmerksame Security-Mitarbeiter, den Sack bitte vor der Tür abzustellen und wieder hineinzugehen. „Den Müll dürfen sie draußen in den Container bringen, ansonsten kommt niemand raus“, sagt der Sicherheitsmann, der ansonsten professionell-zugeknöpft für weitere Auskünfte auf die Verwaltung verweist.
Seit einer Woche steht die Flüchtlingseinrichtung in Zeppenfeld bereits unter Quarantäne, nachdem zunächst eine sechsköpfige Familie positiv auf das Coronavirus getestet und isoliert untergebracht worden war. Später wurde auch bei den anderen Bewohnern Covid-19 festgestellt (die Siegener Zeitung berichtete).

tile/vö Zeppenfeld. Eine junge Frau mit Mund-Nasen-Schutz tritt aus der Tür. Sie hat einen Müllbeutel in der Hand. Weil der SZ-Redakteur da ist, bedeutet ihr der aufmerksame Security-Mitarbeiter, den Sack bitte vor der Tür abzustellen und wieder hineinzugehen. „Den Müll dürfen sie draußen in den Container bringen, ansonsten kommt niemand raus“, sagt der Sicherheitsmann, der ansonsten professionell-zugeknöpft für weitere Auskünfte auf die Verwaltung verweist.
Seit einer Woche steht die Flüchtlingseinrichtung in Zeppenfeld bereits unter Quarantäne, nachdem zunächst eine sechsköpfige Familie positiv auf das Coronavirus getestet und isoliert untergebracht worden war. Später wurde auch bei den anderen Bewohnern Covid-19 festgestellt (die Siegener Zeitung berichtete). Eine weitere Verteilung auf verschiedene Wohnungen oder Unterkünfte war deshalb nicht sinnvoll.

Bewohner der Unterkunft in Zeppenfeld haben Verständnis für Quarantäne

Größtenteils hätten die Bewohner Verständnis für die Maßnahme, sagt Neunkirchens Bürgermeister Dr. Bernhard Baumann. „Aber wir können nicht ausschließen, dass doch jemand mal die Quarantäne bricht.“ Eine Zaunlösung kam nicht infrage. Daher wurde ein Security-Unternehmen engagiert. Das schaue zwar nicht rund um die Uhr nach dem Rechten, aber bis in die späten Abendstunden. „Wir müssen den Menschen in Zeppenfeld Sicherheit geben. Es wäre fatal, wenn ein Bewohner der Einrichtung im Ort unterwegs wäre und jemanden ansteckt“, so Baumann. Allein mit den Kräften des Ordnungsamtes sei dies allerdings nicht zu leisten. Darum der Sicherheitsdienst.
Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes seien dennoch emsig im Einsatz, so der Rathaus-Chef weiter, etwa um die Versorgung der Bewohner zu gewährleisten. Alles unter strengen Hygienevorgaben. Darüber hinaus dürften auch Freunde und Bekannte der Menschen in der Einrichtung etwas vorbeibringen. Die Security nehme diese Sachen entgegen und gebe sie weiter.

Corona-Gesamtsituation nicht auf Lage in Zeppenfeld zurückzuführen

In den sozialen Medien hatte es am Wochenende vereinzelt Kommentare gegeben, dass die verschärften Corona-Maßnahmen im Kreis Siegen-Wittgenstein auch auf die Situation in dem Neunkirchener Ortsteil zurückzuführen sei. Tenor: Alle Einwohner würden dafür bestraft, dass sich einige nicht an Regeln hielten. Stimmt nicht – zumindest indirekt war der Bad Berleburger Bürgermeister Bernd Fuhrmann auf diese Behauptungen am Montagabend in der Sitzung des dortigen Haupt- und Finanzausschusses eingegangen. Zurecht werde zwar darauf hingewiesen, dass die Infektionszahlen in Bad Berleburg, Bad Laasphe und Erndtebrück vergleichsweise niedriger seien – dennoch habe auch Wittgenstein die Sieben-Tage-Inzidenz von 50 überschritten.

Flüchtlingsunterkunft in Zeppenfeld soll nicht eingezäunt werden

Auch Torsten Manges, Pressesprecher des Kreises Siegen-Wittgenstein, unterstreicht, „dass die Situation in Zeppenfeld keinen nennenswerten Einfluss auf das Gesamtgeschehen hat, wir haben kreisweit über tausend Fälle“. Hier unterhalte man sich über eine niedrige zweistellige Zahl, in den vergangenen Monaten habe es bereits ähnliche Situationen an anderen Orten im Kreisgebiet gegeben.
Ansonsten kooperiere der Kreis eng mit der Gemeinde Neunkirchen, die die Situation sehr gut unter Kontrolle habe. Zum einen gehe es um die Einhaltung der Quarantäne, zum anderen aber auch um die Versorgung der Menschen. Torsten Manges schiebt noch einen wichtigen Hinweis hinterher: „Niemand kommt auf die Idee, die Immobilie einzuzäunen. Das würden wir bei einer Privatwohnung auch nicht machen.“

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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