Singen macht Spaß beim Traditionsverein

Struthüttener MGV lud unter neuem Dirigenten ein

sz Struthütten. Statt zum Herbstkonzert im Herdorfer Hüttenhaus hatte der MGV 1852 Struthütten am Samstagabend zu einem Frühlingskonzert in die Turnhalle eingeladen. Das erste Konzert unter dem seit Anfang vergangenen Jahres tätigen Dirigenten Stefan Jud war zugleich der Hinweis auf das Jahr 2002, in dem der MGV Struthütten seinen 150. Geburtstag feiert. Was dem Jubelchor 2002 zu gönnen wäre und was sich Vorsitzender Arno Schneider für seine in die Jahre gekommenen Sängern wünscht, sind eine Handvoll neuer, junger Sänger, um die man sich seit Jahren mit wenig Erfolg bemüht.

Dabei war das Gemeinschaftskonzert mit dem ebenfalls unter Stefan Jud stehenden Rinsdorfer Gemischten Chores »Liederkreis« eine großartige Einladung, im Chor mitzusingen. Mit einigen stimmungsvollen Liedern leiteten die Sänger den Konzertabend in der gutbesetzten Turnhalle harmonisch ein. Während das italienische Berglied »Signore delle cime« (Bepi de Marzi) etwas von der Bergmannstradition auch im Freien Grund widerspiegelte, nahmen die Sänger ihre Zuhörer anschließend mit zu einem stimmungsvollen Abenderlebnis mit Bernhard Riffels Satz »Still ruht der See« und Hermann Schulkens »Sternennacht« aus den Müllerliedern von Traute Bergmüller. Auch in dem Genre der Spirituals zeigten sich die »Ströhrer« Sänger zu Hause. Mit viel Beifall belohnt wurde Hartmut Wegeners »Swing Low« und »Niemals vergess’ ich den Tag«, von Rudolf Desch, untermalt von den Solisten Heinz Seifener und Ernst-Otto Meyer.

Der Rinsdorfer »Liederkreis« nahm zu Beginn die aufmerksamen Zuhörer mit in die »Kleine Bergkirche«, von wo aus das Ave Maria in romantischer Umgebung erklang. Robert Papperts »Glocken der Heimat« war zu Beginn ein wirkungsvoller Auftakt für das Liedgut mit volkstümlicher Aussage. Abwechslung war beim Gemischten Chor angesagt. Innig intoniert wurde Franz Schuberts »Wohin soll ich mich wenden?«, es folgte Wolfgang Kelbers »Good News«. Bei »Wo Musik sich frei entfaltet« von Gerd Onnen war den Sängerinnen und Sängern anzumerken, dass ihnen das Singen Spaß machte.

»Natürlich durfte bei einem als Frühlingskonzert deklarierten Gesangsabend auch eine Hymne an den Frühling nicht fehlen. Robert Papperts Satz: »So la la«, frisch und freudig erklangen die Stimmen des gemischten Chores durchs weite Hallenrund. Urlaub in Spanien zu machen lohne sich. Urlaubsstimmung vermittelte man mit Gus Antons: »Eviva Espania« und mit dem Klavierpart von Stefan Jud unterstrich man die Erfahrung »Lieder sind die besten Freunde. Natürlich hatten die Rinsdorfer Gäste auch noch einen reizvollen Knüller in ihrem Repertoire vorrätig. Inzwischen zu einem Markenzeichen des Liederkreises geworden, intonierte man Friedrich Silchers »Die Loreley«. Jedoch nicht nach dem Urtext, sondern in »Iserfäller Platt«, nach dem Text von Ruth Hartmann. Den langanhaltenden Beifall des Publikums belohnten die Gäste mit einem weiteren Heimatlied, das den schönen Westerwald im Visier hatte.

Den Schlussakkord setzten die »Ströhrer Jonge«. »Lieber Wein statt Wasser«, (Alfons Burkhard) und Helmut Jordans »Hör mein Lied, Elisabeth«, waren zwei Kompositionen, die man bisher noch nicht gehört hatte. Stefan Jud hat ein neues Liederrepertoire mit dem MGV erarbeitet, das sich zu hören lohnte. Drei klassische kroatische Volksweisen von Arnold Kempkens »Marina« waren verquickt mit einem hervorragenden Klavierpart Stefan Juds. »Mala Moja«, ebenfalls eine Volksweise aus Kroatien von Arnold Kempkens, und das Volkslied aus dem Tessin von Klaus Ochs »Dunkle Augen, roter Mund«, eroberten sich die Herzen der Zuhörer, die sich mit viel Beifall für das konzertante Abenderlebnis in der Turnhalle herzlich bedankten.

L.K.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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