Sportplatz war gestern kein Thema

SPD, CDU und FDP: Rassberg-Sanierung separat beraten

Neunkirchen. Mit Spannung erwartete man gestern Abend im Neunkirchener Schulausschuss die Diskussion über den gemeinsamen Antrag von SPD, CDU und FDP, bei Struthütten einen neuen Sportplatz zu bauen. In zwei vorangegangenen Sitzungen hatten sich Sport- und Hauptausschuss gegen den Verwaltungsvorschlag (Sanierung und Ausbau des Rassberg-Spielfeldes) durchgesetzt und sich für den Neubau ausgesprochen (SZ berichtete). Auf Antrag von Heinz-Werner Feuring (SPD), der für die drei Fraktionen sprach, wurde das Thema gestern jedoch von der Tagesordnung gestrichen. Man wolle keine Verknüpfung des Neubaus mit der Rassberg-Sanierung, erklärte Feuring. Letztere solle im Herbst separat beraten werden.

Damit war Bürgermeister Manfred Gillé zunächst nicht einverstanden. Seiner Meinung nach könne ein Fachausschuss nicht einen Ratsentscheid umwerfen. Feuring hielt dagegen: „Hat der Rat den Antrag nicht an den Schulausschuss überwiesen?” Ratlosigkeit machte sich breit. Doch im Protokoll der entsprechenden Sitzung wurde man fündig: „Sie haben recht”, gab Gillé zu, da habe er sich wohl nicht richtig erinnert. Damit war die Sache erledigt. Bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung aus den Reihen der UWG wurde das Thema von der Tagesordnung gestrichen.

Keine Aussicht auf Erfolg hat derzeit das Ansinnen, die Weiße Schule in Salchendorf zu einem Kulturhaus für Jugendkunst- und -musikschule sowie Volkshochschule auszubauen. Mangels Zuschüssen sei das Projekt (Kostenpunkt: mindesten 800000 DM) nicht zu realisieren, folgerte die Verwaltung in der Vorlage. Auf Wunsch der antragstellenden SPD soll die Gemeinde versuchen, alle Salchendorfer Vereine und viele Bürger an einen runden Tisch zu bitten. Ziel: Eventuell durch Eigenleistungen einen bezahlbaren Kompromiss zu finden. Dafür sah Bernd-Wilbert Müller (CDU) wenig Chancen. Die örtlichen Vereine hätten auf seine Nachfrage kein Interesse an einer weiteren Einrichtung bekundet. Sie hätten in den vergangenen Jahren schon selbst Vorsorge für ihre Belange getroffen. dibi

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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