Streit in der Daadenbach schwelt weiter

juli Altenseelbach. Ruhig ist es um den Lärm der Firma Mudersbach in Altenseelbach nur scheinbar geworden. Für die Anwohner in der Nachbarschaft des Betriebs, der am Rande des Gewerbegebiets Daadenbach eine Steinbrechanlage betreibt, war mit dem Ratsbeschluss über eine Bebauungsplanänderung von Ende Februar das Problem eigentlich gelöst. Der Beschluss soll verhindern, dass die Bezirksregierung es dem Betrieb erlaubt, die Betriebszeiten der lärmintensiven Anlage zu erweitern. Die Firma Mudersbach hatte die Ausweitung in Arnsberg beantragt.

Und sie will sich offenbar nicht geschlagen geben: Der Geschäftsführer ist vors Verwaltungsgericht Arnsberg gezogen, um eine Erweiterung der Betriebszeiten juristisch durchzuboxen. Von dort heißt es, dass es einige Monate dauern kann, bis darüber entschieden wird.

Die Anwohner befürchten, wie Rainer Capito gegenüber der Siegener Zeitung erklärte, dass die Firma sich nicht an die Veränderungssperre hält und erwägt, eine Verpflichtungsklage einzureichen. Capito betonte noch einmal, heutzutage würde eine solche Anlage an dieser Stelle gar nicht mehr genehmigt.

Die Bezirksregierung hatte sich vor einigen Wochen mit Anwohnern und deren Anwalt vor Ort getroffen. Im Bericht dazu heißt es, bislang sei keine Überschreitung der zulässigen Betriebszeiten und des zulässigen Lärmpegels festzustellen. Die Behörde bietet an, die Betriebszeiten weiter zu überprüfen. Auch überprüfe sie erneut, ob die Genehmigung zum Betrieb der Anlage zum Zeitpunkt der Übernahme durch Mudersbach überhaupt rechtskräftig gewesen sei – vor dem Hintergrund, dass die Anlage zuvor längere Zeit geruht habe.

Die erlaubte Menge, die die Firma durch die Anlage treibt, ist nach Erkenntnissen der Bezirksregierung nicht überschritten worden. Sie bezieht sich auf Aufzeichnungen der Firma Mudersbach. Der zulässige Lärmpegel werde auch mit anderen Maschinen nicht überschritten.Übrigens: Die Veränderungssperre bindet der Bezirksregierung auch die Hände, was Regelungsmöglichkeiten wie die Begrenzung der Lagermengen auf dem Firmengelände angeht, heißt es. Das ist relevant, weil ein Lärmschutzwall aus Recyclingmaterial auf dem Gelände steht. Auch dessen Zulässigkeit wollten sie prüfen lassen, sagte Capito.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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