Trotzreaktion der Siegener blieb aus

Islamoglu ließ die Latte beben / Zott-Tor nicht anerkannt / Ansonsten gab es kaum Torchancen

rege Neunkirchen. »Unn jetz grad seläds!« So lautete das Motto von Borussia Neunkirchen vor dem Spiel gegen die Sportfr. Siegen. »Unn jetz grad seläds!« ist saarländisch und heißt auf hochdeutsch so viel wie »Jetzt erst recht!« Das haben sich vor der Partie der Fußball-Regionalliga Süd aber nicht nur die Saarländer gesagt sondern auch die Kicker aus dem Siegerland, denen am »Grünen Tisch« drei Punkte aberkannt wurden. Von einer Trotzreaktion der »Sportfreunde« war im Ellenfeld-Stadion gestern aber wenig zu sehen. Von »Fußball mit Herz und Verstand« war nur äußerst wenig zu sehen, und deshalb entwickelte sich ein niveauarmes Regionalliga-Spiel, das einzig und allein von der Spannung lebte. Der Unterhaltungsfaktor war – im Gegensatz zum Formel-1-Rennen in Melbourne – aber nahe null. A propos null: Die stand nach 90 Minuten sowohl bei den Borussen als auch bei den Gästen.Die Siegener waren gegenüber ihrem vielversprechenden Auftritt vor zwei Wochen im Westfalen-Pokal gestern nicht mehr wiederzuerkennen. Insbesondere in der Offensive drückt die Rot-Weißen der Fußball-Schuh. Den Verlust von Ousseynou Dione scheinen die »Sportfreunde« hingegen überraschend gut kompensieren zu können, denn die Vierer-Abwehrkette hinterließ wie schon in Dortmund einen recht sattelfesten Eindruck. Deshalb mussten die Siegener Fans auch nur einmal den Atem anhalten. Das war in der 22. Minute, als Björn Kriegshäuser nach einem Querschläger von Eric Lukin zum Schuss kam, das Leder jedoch in Richtung Schloss-Brauerei jagte.

Aber zurück zu den Problemen der Elf aus dem Leimbachtal: Trotz optischer Überlegenheit gelang es den Siegenern nur ganz selten, gefährliche Tormöglichkeiten herauszuarbeiten. Abgesehen von einem Kresovic-Kopfball, den Borussen-Keeper Sascha Purket zur Ecke lenkte (5.), ereignete sich vor dem Neunkirchener Gehäuse in der 1. Halbzeit nichts Aufsehen erregendes. Das war natürlich viel zu wenig, wenn man bedenkt, dass die »Sportfreunde« gestern beim abgeschlagenen Tabellenletzten zu Gast waren. Die Siegener agierten viel zu ängstlich und brav, um die Gastgeber ernsthaft in die Bredouille zu bringen – und Verantwortung wollte auch keiner übernehmen. Über die Außenbahnen lief in der 1. Halbzeit so gut wie gar nichts, die Flanken kamen viel zu ungenau, und auch ansonsten blieb vieles Stückwerk. Zwar muss den Spielern zugute gehalten werden, dass sich der Platz in einem alles andere als optimalen Zustand befand, der Ball auf dem holprigen Rasen immer wieder versprang und ein flüssiges Kombinationsspiel in der Tat nicht möglich war, doch als Entschuldigung kann das nicht dienen.

Immerhin war nach der Pause ein leichter Aufwärtstrend erkennbar, obwohl die Partie mangels Ideen und Konzentration nach wie vor höhepunktarm vor sich hinplätscherte. An den beiden »Höhepunkten« in Halbzeit 2 war jeweils Jozef Kotula beteiligt. In der 49. Minute verlängerte Til Bettenstaedt eine Flanke des Slowaken per Kopf zu Tobias Zott, der die Lederkugel dann auch im Netz versenkte, bei der Kopfball-Verlängerung von Bettenstaedt laut Schiedsrichter-Assistent jedoch im Abseits gestanden haben soll.

»Highlight« Nr. 2 folgte in der 78. Minute, als Cem Islamoglu den Ball nach einem Kotula-Freistoß per Kopf ans Gebälk des Borussen-Gehäuses »wuchtete«. Er hatte eigentlich alles richtig gemacht, nur einen Tick zu hoch gezielt. Während die Latte noch bebte, flog der Ball zurück in den Fünf-Meter-Raum, wo es anschließend zu einem »Gestochere« kam, das vom Schiedsrichter dann aber abgepfiffen wurde.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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