TuS Erndtebrück holte den Pokal

Ungefährdeter 5:0-Erfolg bei Germania Salchendorf / Kritische Töne von Robert Buckard

JaK Salchendorf. Bereits nach 70 Minuten Spielzeit war Pokalspielleiter Robert Buckard klar, dass das Endspiel um den Krombacher-Pils-Pokal entschieden sein würde. Da stand es schon 3:0 für die Fußballer des TuS Erndtebrück. Als Gastgeber Germania Salchendorf sich dann in der 75. Minute auch noch das vierte Tor »fing«, begann der Eiserfelder bereits damit, das Schildchen mit dem Schriftzug »TuS Erndtebrück« auf den Siegerpokal zu kleben. Zu diesem Zeitpunkt hatte »Kapitän« Andreas Wieczorek nämlich unbedrängt zum 4:0 getroffen. Kai Ranke sorgte mit dem Schlusspfiff für den 5:0 (2:0)-Endstand.

In der 1. Halbzeit hatten die Platzherren zunächst gut mitgehalten, ein Tor war ihnen jedoch nicht vergönnt gewesen. In der 30. Minute setzte sich dann jedoch trotzdem die Verbandsliga-Erfahrung durch, wenngleich die Pulverwald-Kicker beileibe nicht komplett mit der »1. Garnitur« angetreten waren. Jörg Seelbach, der erst in der Winterpause von den Sportfr. Siegen ins Wittgensteiner Land gewechselt war, verwertete eine mustergültig geschlagene Flanke von Andreas Wieczorek per Kopf.

Fortan ließen sich die Salchendorfer einen Tick von dem Gegentor beeinflussen, so dass die Gäste noch besser ins Spiel kamen und das Gros der Torchancen auf sich vereinigten. Sowohl Meik Rath (49.), als auch Spielertrainer Stefan Trevisi hatten hervorragende Möglichkeiten, die jedoch entweder von Keeper Denis Albayrak vereitelt wurden oder ohnehin ihr Ziel verfehlten. Besser machte Trevisi es unmittelbar vor der Pause. Er vollstreckte zur beruhigenden Zwei-Tore-Führung.

Nach dem Pausentee ließen die Johannländer noch einmal aufhorchen. Zunächst schickte Sascha Noll Mehmet Belen mit einem steilen Pass auf die Reise (53.), zwei Minuten später übernahm Belen selbst die Rolle des Regisseurs und passte auf Attila Mutlu, der jedoch knapp im Abseits stand. Wer als Underdog solche Möglichkeiten auslässt, wird meist bitter dafür bestraft. Ein weiterer Beweis für diese These, die fast so alt ist, wie das Fußball-Spiel an sich, war das 3:0 durch Erndtebrücks Torsten Kreuz, der den Ball trocken ins Salchendorfer Tor bugsierte.

Unmittelbar nach der Partie überreichten Ernst Beerwerth und Axel Brinkmann (beide Krombacher Brauerei) sowie Robert Buckard und der Kreisvorsitzende Jürgen Böcking den Siegerpokal an Andreas Wieczorek sowie die etwas kleinere Version an Alberto Sanchez von der unterlegenen Germania.

Doch allem Jubel zum Trotz hatte Buckard auch kritische Töne parat: »Es ist schon schade, wenn zu einem solchen Spiel noch nicht einmal 100 Zuschauer kommen. Inzwischen ziehen selbst die ,Sportfreunde’ im Endspiel nicht mehr. Wir müssen uns Gedanken machen, ob wir den Wettbewerb anders gestalten.« Denkbar wäre, so Buckard, beispielsweise eine Finalrunde mit den letzten vier Mannschaften an einem Wochenende auszuspielen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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