UWG erwägt Anzeige gegen „Unbekannt”

Große Anzahl Kuverts mit Fragebögen wurde in Herdorf gefunden

Neunkirchen. Eine Anzeige gegen Unbekannt erwägt die Neunkirchener UWG. Der Grund: Im Rahmen einer von ihr zur Zeit organisierten Bürgerbefragung zum Schulangebot, bei der Kuverts mit Fragebögen an die Haushalte verschickt wurden, erhielt der UWG-Fraktionsvorsitzende Gerhard Lichtenthäler aus dem Ordnungsamt der Stadt Herdorf einen Anruf, dass eine große Anzahl UWG-Kuverts ordnungswidrig in der Landschaft „abgelagert” worden seien.

Der Augenschein ergab laut Pressemitteilung der UWG, dass sich jemand dort einer Menge von rund 300 verschlosenen Kuverts entledigt hatte. Da die Neunkirchener Druckerei, die mit dem Auftrag betraut war, alle kuvertierten Fragebögen ordnungsgemäß in Post-Containern zu je 100 Stück bei der Neunkirchener Post abgeliefert hatte, vermuteten die Unabhängigen die Verantwortung im Bereich der Postzustellung. Eine Nachfrage bei der Post, die den Vorfall außerordentlich bedauerte und sehr an der Klärung des Sachverhalts interessiert ist, blieb zunächst ohne Ergebnis.

Die Post wird aber mit der UWG zusammenarbeiten, um den entsprechenden Zustellbezirk eingrenzen zu können. Postkunden in den Ortsteilen der Gemeinde Neunkirchen, die vor dem vergangenen Wochenende keine Post von der UWG erhalten haben, mögen dies unter Tel. 3339 mitteilen. Wer noch einen Fragebogen wünscht kann sich an die UWG-Ratsvertreter wenden und damit seine Meinung zur Schullandschaft in der Gemeinde Neunkirchen äußern - wenn gewünscht, auch anonym.

Abgesehen von dem Herdorfer Zwischenfall ist die UWG über den Rücklauf der Fragebögen erfreut. „Wir werden”, so der UWG-Vorsitzende und Ratsherr Achim Greis, „die Antworten akribisch auswerten und für unsere kommunale Schulpolitik heranziehen.” Aus den Erfahrungen zur großen Familienbadbefragung, die von der UWG 1991/92 mit großem Erfolg durchgeführt wurde, knüpft man in der UWG nun wiederum hohe Erwartungen. Damals waren von den über 6000 Postwurfsendungen etwa 4000 Rücksendeabschnitte von der UWG und einem unabhängigen Notar gezählt worden. Damals hatten sich nur 400 Rücksender, also unter 10 Prozent, für die Errichtung des Bades ausgesprochen.

„Es wäre schön, wen wir diesmal bei dem finanziellen Aufwand, den wir aus den Spenden unserer Ratsvertreter bestreiten, eine gute Rücklaufquote erreichen könnten”, so UWG-Ratsherr Jürgen Diekert. „Obwohl wir gezielt eigentlich die Elternschaft ansprechen, sind wir durchaus auch am Meinungsbild der Bürger interessiert, die vielleicht keine schulpflichtigen Kinder mehr im Haushalt haben.”

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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