50 Jahre Großgemeinde: Festprogramm steht
Wir-Gefühl im Mittelpunkt

Sind mit dem Jubiläums-Programm zufrieden: Henning Stern (Sparkasse Burbach-Neunkirchen), Bürgermeister Dr. Bernhard Baumann, Wirtschaftsförderin Sylvia Heinz, Susanne Strunk (Verwaltung) und Gerd Gudelius (v. l., Thomas Magnete) bei der Vorstellung des Programms zum Festwochenende.
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  • Sind mit dem Jubiläums-Programm zufrieden: Henning Stern (Sparkasse Burbach-Neunkirchen), Bürgermeister Dr. Bernhard Baumann, Wirtschaftsförderin Sylvia Heinz, Susanne Strunk (Verwaltung) und Gerd Gudelius (v. l., Thomas Magnete) bei der Vorstellung des Programms zum Festwochenende.
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tile Neunkirchen. Zugegeben: Es ist ein „erzwungenes“ Jubiläum. Gerade die Freiengrunder waren Ende der 1960er-Jahre alles andere als erfreut über die NRW-Gebietsreform. Ursprünglich sollte man mit Burbach zu einer Groß-Großgemeinde vereint werden. Heftigste Proteste waren die Folge – die von Erfolg gekrönt waren: 1969 wurden „nur“ sechs Ortsteile zusammengefasst. Doch auch, wenn dieser Neuanfang vielen nicht behagte, ein halbes Jahrhundert später ist die Geburtsstunde der Großgemeinde Neunkirchen natürlich ein Grund zum Feiern.
Es solle eine „kleine, aber feine Feier“ werden, übte sich Bürgermeister Dr. Bernhard Baumann am Dienstag bei der Präsentation des Programms zum Festwochenende (28. bis 30. Juni) in Understatement. Schließlich sei es kein historisches Jubiläum, wie es dieses Jahr andernorts gefeiert werde. Sorge, dass der Fünfzigste auf Sparflamme gefeiert wird, müssen sich die Neunkirchener indes nicht machen. Ganz im Gegenteil. Was am letzten Juni-Wochenende – insbesondere Samstag und Sonntag – entlang der Kölner Straße zwischen den Abzweigen Bahnhofstraße und Bitzegarten geboten wird, kann sich wahrlich sehen lassen.

"Nachbarschaft in Neunkirchen"

Der Startschuss fällt am Freitagabend (28. Juni) im Otto-Reiffenrath-Haus. Historiker Prof. Dr. Rainer Elkar macht in seinem Festvortrag die „Nachbarschaft in Neunkirchen“ zum Thema, ehe das „NeunChörchen“, der Projektchor der Verwaltung, und die Acoustics musikalisch das Zepter übernehmen. Vortrag und Projektchor spiegeln bereits die Idee hinter der Veranstaltung wider: Die sechs Ortsteile mussten – bei allen eigenständigen Identitäten, die sich zum Teil bis heute erhalten hätten, so Baumann – zunächst zusammenwachsen und ein Wir-Gefühl entwickeln.
Diesem Gedanken verschreibe sich auch die Wirtschaft, betonten Gerd Gudelius (Thomas Magnete) und Henning Stern (Sparkasse Burbach-Neunkirchen) vom Arbeitskreis Gewerbeschau. Die Leistungsschau der heimischen Firmen solle genau dieses Miteinander betonen bzw. fördern. „Hier leben wir, hier arbeiten wir, hier feiern wir“, brachte es Gudelius auf den Punkt.

Gewerbeschau mit 49 Unternehmen

Die Gemeinde böte 6500 Arbeitnehmern eine berufliche Heimat; das alleine sei bemerkenswert bei rund 14 000 Einwohnern. Ebenso beachtlich sei die Vielfalt der örtlichen Unternehmen, die sich in den vergangenen fünf Jahrzehnten gebildet habe. 1969 sei eine schwierige Phase gewesen, der Niedergang der Gruben habe im Siegerland etwa 4500 Arbeitsplätze gekostet, 400 bis 500 allein in Neunkirchen. Viele Firmen waren damals von der Förderung und der Stahlverarbeitung abhängig. Heute gehe die Tendenz eher zur Dienstleistung. 49 Firmen – also gerundet für jedes Jahr ein Unternehmen – stellen sich an beiden Festtagen in der Ortsmitte (Grundschule, Rewe-Parkplatz, Parkplatz Bitzegarten) von 11 bis 18 Uhr vor. Es sei gar kein Problem gewesen, Aussteller zu finden, freute sich Henning Stern über die hohe Motivation der Firmen.

Vereine und Co. auf der Bühne

Ähnliches berichtete Wirtschaftsförderin Sylvia Heinz über die Bereitschaft der Vereine, Kindergärten, Schulen und Religionsgemeinschaften, sich an der Gestaltung der Veranstaltung zu beteiligen. Das sei im Vergleich zu anderen Stadtfesten und Co. schon etwas Besonderes. Oder, wie es Henning Stern ausdrückte: „Es ist wirklich ein Fest der Bürger für die Bürger.“ Vor allem auf den Bühnen geben sich die Ortsgruppen die Klinke, besser: das Mirko in die Hand. VTV, Musikschule, Kindergartenchor, Ballettschule, Sekundarstufenchor und viele Akteure mehr sorgen am Samstag (29. Juni) für Non-stop-Unterhaltung. Ein Wir-Gefühl der ganz anderen Art soll dann die Mitsing-Party „Neunkirchen gibt den Ton an“ mit Conny Sander garantieren (ab 18 Uhr), bevor die Coverband „ekkuM Mukke“ übernimmt (19.30 Uhr). Am Sonntag (30. Juni) geht es dann um 10 Uhr mit dem ökumenischen Gottesdienst auf der Bühne am Rathaus weiter. Ab 12 Uhr wird auch die sanierte Kirche in die Festivität eingebunden (musikalische Beiträge und Führungen).

Tag des offenen Rathauses

Was noch? Auf der Festmeile rund um das Rathaus finden die Besucher „50 Stände für 50 Jahre“, wie es der Bürgermeister ausdrückte, mit kulinarischen Angeboten sowie jede Menge Spiel und Spaß. Das komplette Programm findet sich im druckfrischen Veranstaltungsflyer.
Eine Schwerpunktaktion wird der Tag der offenen Tür im Rathaus, im Bürgerzentrum sowie in der Bibliothek sein. Von Ratssaal-Bier über Schnellbetonfigurengießen bis zur Fotoaktion „Juniorbürgermeister“ gibt es auf den Etagen des Rathauses einiges zu entdecken. Dabei geht es auch um den direkten Dialog mit den Bürgern. So sind Ideen für die neue Ortsmitte ebenso gefragt, wie Namensvorschläge für den „Ho-Chi-Minh-Pfad“ (vom Rewe-Parkplatz zum Ärztehaus).

Tombola: Fahrradgutschein gewinnen

Kein Jubiläumsfest ohne Tombola: Der Arbeitskreis Gewerbeschau wirbt mit hochwertigen Preisen. Hauptgewinn ist ein Fahrrad-Gutschein im Wert von 2000 Euro. Auch die Verwaltung hat eine eigene Tombola organisiert. Beide Auslosungen finden noch am Fest-Wochenende statt: für die Rathaus-Tombola am Samstag, für die andere am Sonntag.

Shuttle-Service im 15-Minuten-Takt

Im Rahmen des Jubiläumsfestes wird am Samstag und Sonntag ein Busshuttle jeweils von 11 bis 19 Uhr eingerichtet, der im 15-Minuten-Takt zwischen Salchendorf Hallenbad über Neunkirchen Festplatz bis Rassberg-Schule und zurück pendelt (Fahrplan im Flyer).

Sind mit dem Jubiläums-Programm zufrieden: Henning Stern (Sparkasse Burbach-Neunkirchen), Bürgermeister Dr. Bernhard Baumann, Wirtschaftsförderin Sylvia Heinz, Susanne Strunk (Verwaltung) und Gerd Gudelius (v. l., Thomas Magnete) bei der Vorstellung des Programms zum Festwochenende.
Im druckfrischen Programmflyer finden Interessierte auch die Aussteller der Gewerbeschau und alle weiteren Angebote, Aktionen sowie den Fahrplan des Busshuttles.

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