Wohnen und Gewerbe Schwerpunkte

Gemeindeverwaltung Neunkirchen zog Jahresbilanz 2003

sz Neunkirchen. Anfang Januar 2003 betrug die Einwohnerzahl in der Gemeinde Neunkirchen 14855 Menschen. Durch Sterbefälle und Wegzüge hat sich die Zahl der gemeldeten Einwohner bis Anfang Dezember 2003 auf 14830 reduziert. Die Zahl der Ausländer ist in diesem Zeitraum von 1588 auf 1566 Menschen gesunken. Der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung beträgt derzeit 10,56 Prozent. Diese Zahlen gehen aus dem Gemeindebericht 2003 hervor, der jetzt zusammengestellt wurde.

Die Bebauung des vor zwei Jahren begonnenen Wohngebietes »Unterm Steimel« im Ortsteil Neunkirchen schreite zügig voran, heißt es weiter. In dem fast 170 Bauplätze umfassenden Gebiet wurden bisher 70 Wohngebäude errichtet bzw. genehmigt. Zwei derzeit laufende Planänderungen befassen sich mit einer Änderung der Vollgeschossregelungen und der Bauflächen in Teilen des Plangebiets.

Ein weiteres Neubaugebiet entsteht auf dem Gelände des früheren Sportplatzes in Struthütten. Nachdem die angrenzende Heller in diesem Jahr naturnah und hochwassersicher ausgebaut wurde, konnten die Planungen mit der derzeit laufenden Beteiligung von Behörden, Versorgungsunternehmen und sonstigen Trägern öffentlicher Belange fortgesetzt werden. Voraussichtlich Mitte des kommenden Jahres sollen hier die rechtlichen Voraussetzungen zum Bau von bis zu zehn Wohnhäusern vorliegen.

Maximal zehn Wohnhäuser könnten auch östlich der Straße »Zum Baumert« in Altenseelbach entstehen. Zu dem dazu laufenden Bebauungsplanverfahren fand im Sommer eine frühzeitige Bürgerbeteiligung statt. Allerdings seien hier noch einige Probleme zu lösen, dazu gehöre auch eine Neuordnung der Grundstücke, die ausschließlich in Privateigentum stünden.

Das rund 40 Bauplätze umfassende Neubaugebiet beim neuen Friedhof in Struthütten könne erst nach Abschluss des noch laufenden Umlegungsverfahrens erschlossen und bebaut werden. Der Bebauungsplan wurde im Juni 2003 rechtsverbindlich. Ein Anfang wurde in diesem Gebiet mit der Erschließung des neuen Friedhofs gemacht. Nachdem die dort nötige Tiefendrainage verlegt wurde, soll im kommenden Jahr mit dem Bau der Friedhofshalle begonnen werden.

Beim Altenheim auf dem Kramberg in Salchendorf ist der Bau von 25 Eigentumswohnungen für Betreutes Wohnen geplant. Hier werden den künftigen Bewohnern Betreuungs- und Hilfsleistungen des Altenheimes zur Verfügung stehen. Eine dafür nötige Änderung des Bebauungsplans werde zur Zeit vorbereitet.

Auch für die kommenden Jahre besteht nach Auffassung der Gemeindeverwaltung weiterer Bedarf für den Neubau von Wohnungen. Hier sollen weiterhin die Möglichkeiten in den bestehenden Wohngebieten genutzt werden, die sich dort in Baulücken böten. Die Vorteile lägen dort in der meist schon vorhandenen Infrastruktur, so dass Bauvorhaben dort kurzfristig und oft ohne zusätzlichen Erschließungsaufwand realisiert werden könnten. Der langfristige Bedarf werde zurzeit durch eine Bestandserhebung und Bedarfsermittlung festgestellt, da diese Daten für die aktuell eingeleitete Fortschreibung des Gebietsentwicklungsplans benötigt würden.

Aus den danach ausgewiesenen neuen Siedlungsbereichen könnten dann durch Änderung des Flächennutzungsplans und durch die Aufstellung von Bebauungsplänen weitere Neubaugebiete entwickelt werden. Die Pflege, Sanierung und Modernisierung vorhandener Wohngebäude werd weiter an Bedeutung gewinnen, da im Zuge von Generationswechseln Wohnraum frei werde, der einer erneuten Nutzung zugeführt werden soll.

Das produzierende Gewerbe war, ist und bleibt die wichtigste wirtschaftliche Grundlage der Gemeinde, bekräftigt der Jahresbericht. Es biete die meisten Arbeitsplätze, erzeuge die größte Wertschöpfung und trage vorrangig zur örtlichen Steuerkraft in Neunkirchen bei. Um die dazu nötigen Erweiterungen, Verlagerungen, aber auch Neuansiedlungen und Neugründungen zu ermöglichen, würden weitere gewerblich nutzbare Flächen benötigt. Die Planung, Erschließung und Bereitstellung dieser Flächen stoße aber in der mit knapp 40 Quadratkilometer kleinsten Gemeinde des Kreises auf zunehmende Probleme, die aufgrund der Topografie, der nötigen Abstände von Wohngebieten, der Erschließung und der gebotenen Rücksichtnahme auf Natur und Landschaft weitere Einschränkungen erführen.

Im neuen Gewerbegebiet »Daadenbach« seien in den vergangenen Jahren einige Betriebe neu angesiedelt worden. Weitere Flächen habe man inzwischen erschlossen. In einem Teilgebiet sei der Zuschnitt der Baufläche geändert worden, um eine gewerbliche Nutzung zu erleichtern. Im Zuge einer nach Westen vorgesehenen Erweiterung soll u.a. einem bestehenden Betrieb Erweiterungsmöglichkeiten geboten werden. Dazu war zunächst ein inzwischen genehmigtes wasserrechtliches Verfahren notwendig. Das jetzt weiterzuführende Bebauungsplanverfahren könne voraussichtlich im kommenden Jahr abgeschlossen werden.

In der Tallage von Salchendorf ist der größte Betriebstandort der Gemeinde für eine Erweiterung vorgesehen. Genaue Festsetzungen für die dazu im Flächennutzungsplan schon lange dargestellten gewerblichen Bauflächen sollen im Bebauungsplan »Am Wildenbach« getroffen werden. Der im April in der Bürgerbeteiligung dazu vorgestellte Entwurf kann ins weitere Verfahren gehen, sobald das laufende wasserrechtliche Genehmigungsverfahren abgeschlossen ist. Dadurch wird gewährleistet, dass auch nach der Bebauung und gewerblichen Nutzung der Hochwasserschutz gewährleistet bleibt.

Kurz vor dem Abschluss steht der Bebauungsplan »Heinrichsglück«. Er umfasst neben den vorhandenen Betriebsgebäuden im Bereich der ehemaligen Firma Heinrichsglück die Fläche nördlich der Landesstraße nach Wilden. Für den östlich daran anschließenden Bereich »Hemmbach« wurde ebenfalls ein Aufstellungsverfahren für einen Bebauungsplan eingeleitet, da dieses Gebiet aufgrund seiner günstigen Verkehrslage und Entfernung zu Wohngebieten sich für eine gewerbliche Nutzung anbietet.

Für das Gewerbegebiet »Im Wiesengrund« in der Tallage zwischen Neunkirchen und Struthütten besteht seit über einem Jahr ein rechtsverbindlicher Bebauungsplan; allerdings dauert das zur Neuordnung der Grundstücke und zum Heraustrennen der künftigen Straßenflächen notwendige Umlegungsverfahren noch an.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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